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04.07.2010

Birkhausener in Verdun

Birkhausen/Verdun Der Veteranen- und Soldatenverein Birkhausen organisierte eine dreitägige Reise nach Verdun in Nord-Ost-Frankreich zur Besichtigung der Gedenkstätten des Ersten Weltkrieges. Auf der Hinfahrt stand bei strahlendem Sonnenschein eine Besichtigung von Metz, seiner Kathedrale und des erst im vergangenen Mai eingeweihten Centre Pompidou auf dem Programm. Auf dem Weg zu den Gedenkstätten erklärte der Reiseführer gut verständlich die politische Wetterlage Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa, die schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs geführt hatte. Die Ausstellungen im Memorial mit Waffen, Geschützen, Uniformen, Jagdflugzeugen, Fahrzeugen und verschiedenen Kriegsgeräten vermittelten den Besuchern intensive Eindrücke über die Ausrüstungen an der damaligen Kriegsfront. Ein Schützengraben, eingestürzte Bunker und Granattrichter sind realistisch nachgebildet. Großformatige Fotografien zeigen Kriegsszenen, prägnante Hinweise informieren über Details.

Im Anschluss wurde das monumentale Gebeinhaus besucht mit den Überresten von 130 000 durch Sprengkörper entstellten Soldaten beider Seiten. Auf dem angrenzenden Soldatenfriedhof spielte ein Reiseteilnehmer, dessen Großvater bei Verdun gefallen war, dezent das "Lied vom guten Kameraden". Nur einige hundert Meter weiter besichtigte die Reisegruppe das Fort Douaumont mit seinen kühlen und feuchten Gewölben. Dort sind auch 679 deutsche Soldaten beigesetzt, die bei der Explosion eines Munitionslagers im Mai 1916 den Tod gefunden hatten. Zudem sind unzählige tiefe Granattrichter fortwährende Zeugen der damaligen heftigen Kämpfe. Am Ende stand eine kleine Stadtführung von Verdun. Auf dem Heimweg durch die Vogesen stand bei herrlichem Wetter ein nicht geplanter Besuch des Konzentrationslagers Stuthof an. Ein hohes Denkmal überragt die am Hang gelegenen übrig gebliebenen Baracken, Stacheldrahtzäune und Kreuze mit Namen von verstorbenen Häftlingen.

Bei einer Führung durch das naheliegende Kloster Ste. Odile beeindruckte das grandiose Panorama in Vogesen und Rheinebene. Zurück in Deutschland bejubelten die Reisenden in der Autobahnraststätte Baden-Baden noch den deutschen Fußballsieg gegen England und mit dem Ziel, Einblick zu nehmen in die Zeit des Ersten Weltkrieges, der so vielen Soldaten, auch aus dem Ries, das Leben kostete, kehrten sie aus dem Nachbarland heim. (pm)

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