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Verhalten

10.04.2015

Bitte nicht streicheln

Auch wenn sie süß aussehen, sollten Menschen Rehkitze meiden. Denn die Ricke könnte ihre Kinder sonst verstoßen.
Bild: Patrick Seeger, dpa

Warum Spaziergänger im Wald derzeit eine Gefahr für Wildtiere sein können

Gerade im Frühjahr nutzen viele Menschen die ersten warmen Sonnenstrahlen, um im Wald spazieren zu gehen. Doch dabei sollten sie einiges beachten, denn momentan ist Brut- und Aufzuchtzeit. Und das könnte für die Wildtiere gefährlich werden.

Wie sollen sich Spaziergänger während der Brut- und Aufzuchtzeit der Wildtiere im Wald verhalten?

Da das Betreten des Waldes grundsätzlich jedermann gestattet ist, müssen die Hauptverkehrswege nicht benutzen. Fußgänger dürfen querfeldein laufen, davon rät Peter Laube jedoch ab: „Wenn das Rehkitz die Witterung vom Menschen annimmt, wird es von der Ricke eventuell verstoßen und stirbt“, sagt der Forstdirektor im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen. Deshalb rät der Reimlinger Jagdexperte Diethard Pfeiffer dazu, ein Rehkitz im Wald nicht anzufassen oder gar wegzutragen: „Einfach wegschauen und weitergehen“, sagt Pfeiffer. Denn die Mutter versteckt sich im Normalfall ganz in der Nähe und wartet, bis der Mensch wieder verschwunden ist. Erst dann geht sie wieder zu ihrem Jungen.

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Auf was müssen Spaziergänger sonst noch achten?

Während der Aufzuchtzeit sollten Spaziergänger darauf achten, dass sie sich ruhig verhalten. Denn einige Vogelarten reagieren sehr empfindlich auf Lärm.

Worauf müssen Hundehalter, Radfahrer und Reiter achten?

Mountainbiker und Reiter dürfen nur auf geeigneten Wegen unterwegs sein. Eine Leinenpflicht für Hunde besteht grundsätzlich nicht. Der Nördlinger Forstdirektor rät allerdings, den Hund in den nächsten Wochen an die Leine zu nehmen. Wenn ein Hund eine frische Fährte erschnüffelt, folgt er dieser meist quer durch den Wald und verschreckt oder tötet schlimmstenfalls die jungen Wildtiere. Egal wie gut er erzogen ist, der Jagdtrieb kommt bei den meisten Hunden durch, sagt Pfeiffer. Der Jagdexperte warnt auch vor negativen Folgen für den Hund: „Ein herrenlos jagender Hund darf vom Jäger unter Umständen erschossen werden.“ Deswegen gibt es kaum eine Alternative zur Leine.

Wie lange dauert die Brut- und Aufzuchtzeit noch?

Sie beginnt Anfang April und hört Ende Mai wieder auf. Dann sind die Wildtiere so flott, dass kein Hund sie erwischt, sagt Pfeiffer.

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