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Festival

21.07.2019

Blasius: Alles Blasmusik

Ein Höhepunkt des Blasius-Festivals war der Gemeinschaftschor am Samstagnachmittag, bei dem Landrat Stefan Rößle dirigierte.
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Ein Höhepunkt des Blasius-Festivals war der Gemeinschaftschor am Samstagnachmittag, bei dem Landrat Stefan Rößle dirigierte.
Bild: Werner Rensing

In Fremdingen feiern die Besucher entspannt ein Wochenende lang beim Blasius. Was das Besondere an diesem Festival ist.

Nicht nur, dass der Ort ein ganz besonderer ist und dass fast 300 Ehrenamtliche eine wunderbare Kulisse schaffen – beim „Blasius 19“ in Fremdingen passte einfach alles: klasse Wetter, gut gelauntes Publikum und beste Atmosphäre. Dieses Fest ist ein immer größer werdender Gewinn für den Landkreis Donau-Ries – das hat sogar der „Bayern-Tourismus“ erkannt. Das Festival ist seit 2019 als Botschafter Bayerns anerkannt.

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Darum stand auch an prominenter Stelle vor dem Zeltplatz ein Schäferwagen, für den man sich im Vorfeld in sozialen Netzwerken bewerben konnte. Gewonnen hatte ein Paar aus der Nähe von Volkach: Katharina Schmidt, amtierende Weinprinzessin aus Astheim, und Peter Säger, seines Zeichens selbst begeisterter Blasmusiker (Klarinette/Saxofon) und unter anderem Mitglied von „Meeblech“, die am Sonntagvormittag auf dem Programm standen. Das Paar hat sich allerdings freigenommen, es wollte das Blasmusikfestival in Fremdingen ungestört und ohne eigene Termine feiern. Beide waren total begeistert, vom Empfang, von der Atmosphäre und vor allem von der Musik. Säger sagte: „Wir kannten das Festival vorher gar nicht. Aber wir kommen nächstes Jahr ganz bestimmt wieder, auch ohne Schäferwagen-Unterkunft, dann eben mit Zelt und mit unseren ganzen Kumpels aus Unterfranken.“

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Blasius: Das andere Festival
Bild: Werner Rensing

Ähnliche Aussagen bekam man auf dem gesamten Gelände zu hören: ein friedliches Fest mit Gleichgesinnten, kein Stress, nur beste Unterhaltung und entspanntes Feiern in traumhafter Umgebung. Jede Band, die auftrat, hatte ihre eigene Art, das Publikum zu begeistern, jede hatte ihre Fans und jede schaffte es, das Publikum mitzunehmen. Ob auf der Hauptbühne oder der kleineren Biergartenbühne, vor der nicht selten gleich auf den Bänken getanzt wurde.

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Das Gros der Zuhörer war selbst Musiker, das macht wohl den ganz besonderen Spirit aus, auch für die Künstler. Sie spüren, dass die Leute verstehen, für was ihre Musik steht. Am Freitag waren Vlado Kumpan und seine Musikanten der Hauptact, das Publikum lag ihnen buchstäblich zu Füßen. Mit unglaublicher Spielfreude und Präzision zelebrierten sie ihr Programm von der Polka über das klassische Blasmusik-Repertoire bis hin zu einem glänzenden „Hey Jude“ von den Beatles.

Man kann nur von Höhepunkten in einem von tollen Darbietungen gespickten Programm sprechen, ob von „Gehörsturz“ aus Tirol oder dem Abschluss am Freitag, „Erwin & Edwin“. Vlado Kumpan war bisher bei allen Blasius-Events dabei und gilt schon als Festival-Urgestein, genauso wie „Viera-Blech“ mit ihrem unglaublich weichen Sound, die den Samstagabend blasmusik-rockten und nicht nur mit Mark Forsters „Sowieso“ Teil von Blasius sind. Die Band „CubaBoarisch 2.0“ servierte das „Reh-Ragout“ als Melange aus Salsa und Walzer oder eine karibische Version von Santanas „Samba Pa Ti“. Auch der Gemeinschaftschor am Samstagnachmittag war ein Höhepunkt, da durfte sogar Landrat Stefan Rößle auf der Bühne mal an den Dirigentenstab.

„Alles Blasmusik“, könnte man das berühmte Motto des Wiener Opernballs für das Festival Blasius abwandeln. Da spielen „Die Fexer“ mal schnell im Zelt vom „Blechlädle“, da findet sich auf dem Zeltplatz spontan eine Combo zur „Jam Session“ zusammen. Und im Biergarten dreht sich eh alles um Musik. Da darf man sich schon auf das Blasius-Festival im kommenden Jahr 2020 freuen.

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