Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. "Bleiben Sie dran, Herr Oberbürgermeister"

24.03.2009

"Bleiben Sie dran, Herr Oberbürgermeister"

Nördlingen (heja) - Mit einer Reihe von "Empfehlungen an die Kommunalpolitik" wartete zur Präsentation der Broschüre "Politische Bildung mit jugendlichen Zuwanderern" im Nördlinger Rathaus (siehe eigenen Bericht), der Geschäftsführer des Bezirksjugendrings Schwaben, Winfried Dumberger-Babiel auf. Immerhin machten die Zuwanderer zehn Prozent der Bevölkerung Nördlingens aus und stellten auch ein erhebliches Wählerpotential dar, das bisher nicht erschlossen sei: "Die politischen Parteien in der Stadt sollten mehr um diese Zielgruppe werben, aber auch die Zuwanderer sollten sich darum bemühen, dass jemand aus ihren Reihen im nächsten Stadtrat vertreten ist."

Insgesamt solle die Stadt insbesondere junge Zuwanderer als wichtige und notwendige Mitglieder der Stadtgesellschaft ansehen und entsprechende "Signale" aussenden. Solche Signale könnten zum Beispiel ein "Kennenlerntag für Berufsausbildungen" sein.

Treffpunkt für das Wemdinger Viertel

Auch die außerschulischen Bildungsorganisationen, wie die Volkshochschule die Musikschule, die Bildungswerke könnten überlegen, ob sie ihre Angebote für junge Zuwanderer im Bereich der Kultur ausweiten könnten. Außerdem empfahl er, generell die Selbstorganisation der Zuwanderer zu fördern, ebenso wie einen zentralen Treffpunkt im Wemdinger Viertel.

Dumberger-Babiel befürwortete ausdrücklich die Anstellung eines kommunalen Jugendpflegers. Eine solche pädagogische Fachkraft könnte für die Begleitung und Koordination bei der Nutzung des Jugendzentrums zuständig sein. Weitere wichtige Arbeitsfelder dieser Fachkraft seien beispielsweise die Bereitstellung eines regelmäßigen Beratungs- und Unterstützungsangebots für nichtorganisierte Jugendliche, die Weiterentwicklung der vorhandenen Infrastruktur der Jugendarbeit sowie eine bessere Vernetzung und Abstimmung. In der Zukunft werde außerdem die Beantragung von Fördergeldern immer komplizierter und benötige pädagogischen Sachverstand. "Bleiben Sie dran", sagte er zu OB Faul: "Einen gemeindlichen Jugendpfleger einzustellen, das ist fachlich vollkommen richtig."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren