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Krone Oettingen

16.07.2019

Blick auf die Krone wieder gerüstfrei

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„Die Kehrmaschine ist schon bestellt“, sagte Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner. Sobald die Arbeiten vor der Krone erledigt und das abgebaute Gerüst verstaut ist, soll der Marktplatz wieder glänzen. Die Giebel der Krone wurden im Zuge der Notsicherung fachmännisch repariert.
Bild: Verena Mörzl

Plus Nach fast zweieinhalb Jahren sind am Dienstag Gerüst und Bauzaun vor der Krone abgebaut worden. Warum das die Bürgermeisterin besonders freut.

Selten hat ein Bauzaun so viel Aufmerksamkeit erregt wie in Oettingen. Nun lag es freilich nicht an der Absperrung an sich, sondern vielmehr am einsturzgefährdeten Giebel des Hotels und all dem, was die Schließung der Krone im Februar 2017 nach sich zog. Sogar von einem Schandfleck Oettingens war die Rede.

Zur Jakobi-Kirchweih nächste Woche, so hofft Bürgermeisterin Petra Wagner, wird von Zäunen und Gerüsten rund um die Krone wohl nichts mehr zu sehen sein. Der Giebel wurde nun fachmännisch so notgesichert, dass niemand mehr befürchten muss, dass das stadtprägende Gebäude auseinanderfällt.

Oettingen: Der Blick auf die Krone ist wieder frei

Der Blick auf die Krone ist wieder frei. Hier ein neuer Holzbalken, da eine Querstrebe – rund um das Gebäude ist gut zu erkennen, wo äußerlich gearbeitet worden ist. Die dunkle Schäfflergasse neben dem Rathaus ist wieder ein ganzes Stück freundlicher und auch so ist das Gebäude zumindest wieder etwas hübscher anzusehen.

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Video: Verena Mörzl

Die Bürgermeisterin, im Büro mit Kronenblick, sagt: „Wir sind das gar nicht mehr gewohnt, dass die Krone ohne Gerüst ist. Es ist ganz hell bei mir im Büro.“ Mit dem Handy hielt sie ein paar Erinnerungen dieses Moments auf Fotos fest. Die Kehrmaschine sei schon bestellt, um den Teil des Marktplatzes, der nun zweieinhalb Jahre nicht zugänglich war, wieder hübsch herzurichten.

Nach Angaben der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt wurde im Zuge der Notsicherung unter anderem der Dachstuhl der Krone durch den Einbau von Böcken versteift, „damit die beiden Giebel wieder gehalten werden“. Zusätzlich seien lose Fachwerkhölzer, Fachwerkgefache und Putzteile gesichert worden.

Oettingen will großes Hotel bauen

Wie berichtet, hat die Stadt Oettingen die Zusage über eine Förderung des Bundes für die Krone in Höhe von zehn Millionen Euro bekommen. Voraussichtlich bis zum Jahr 2023 soll ein Hotel (in einer Drei- bis Vier-Sterne-Klasse) mit knapp 50 Zimmern entstehen. Ein Teil der Krone und des Kronensaals wird saniert. Der Müllerstadel wird abgerissen, ein neuer Komplex soll errichtet werden.

Die Stadt kalkuliert bislang mit Kosten von rund 15 Millionen Euro. Nicht enthalten in diesem Betrag ist laut Wagner die Kaufsumme des Areals. Wie die Bürgermeisterin auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, befinde sich die Stadt diesbezüglich in Verhandlungen mit dem Eigentümer.

Wagner war in den vergangenen Wochen bereits auf der Suche nach Inspirationen und Ratschlägen. Dazu besuchte sie die Gemeinde Wolframs-Eschenbach in Mittelfranken (Landkreis Ansbach). Dort wurde in einem alten Fachwerkhaus an stadtprägender Stelle ein Hotel geplant und gebaut.

Zwar ist das Projekt nicht so umfangreich gewesen, wie es die Sanierung der Krone sein wird. Allerdings gebe es durchaus Parallelen, wie Wagner sagt. Der Eigentümer sei nicht mehr in der Lage gewesen, das Fachwerkhaus zu sanieren. Die Stadt habe es gekauft und ein Hotel daraus gemacht. „Es macht richtig Lust, weiter zu planen“, sagt Wagner, nachdem sie sich durch die sanierte Alte Vogtei hat führen lassen. Es sei erstaunlich, wie viel Atmosphäre sie in der Stadt ausstrahle. Das Gebäude wurde für 7,3 Millionen saniert (Planung: 5,5 Millionen) und nach Angaben des Ansbacher Landrats so zum Aushängeschild der Stadt.

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