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Bopfingen

24.08.2018

Bopfingen: Strafzettel vom Sicherheitsdienst

Seit einigen Monaten hat die Stadt Bopfingen keine Politesse mehr, die bisherige Amtsinhaberin ist im Mutterschutz. Doch künftig gibt es wieder Knöllchen: Ab dem 1. September kontrollieren Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Scherlin Falschparker.
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Seit einigen Monaten hat die Stadt Bopfingen keine Politesse mehr, die bisherige Amtsinhaberin ist im Mutterschutz. Doch künftig gibt es wieder Knöllchen: Ab dem 1. September kontrollieren Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Scherlin Falschparker.

Die Stadt Bopfingen engagiert das Unternehmen Scherlin. Fünf Mitarbeiter werden künftig Knöllchen verteilen. Welche Aufgabe sie am Ipf übernehmen.

Die Stadt Bopfingen geht beim Thema Sicherheit und Ordnung neue Wege. Künftig sollen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes „Knöllchen“ an Parksünder verteilen sowie Mountainbike und Motocross fahren auf dem Ipf einen Riegel vorschieben. Beides ist in dem streng geschützten Naturschutzgebiet strengstens verboten. „Doch leider halten sich viele dieser sogenannten Sportler überhaupt nicht an das Verbot und zerstören mit ihren Rädern das sensible Ökosystem“, so Bürgermeister Gunter Bühler.

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Selbstverständlich haben Wanderer, die auf den Ipf laufen, das Recht die Fahrer auf dieses Verbot hinzuweisen. „Doch mittlerweile muss man fast schon Angst um die eigene Gesundheit und Unversehrtheit haben, da viele der Fahrer mitunter sehr aggressiv auf Kritik und Verweise reagieren. Es gibt einfach kein Unrechtsverständnis bei diesen Menschen mehr“, meint Bühler.

Seit einigen Monaten hat die Stadt Bopfingen keine Politesse mehr. Die bisherige Amtsinhaberin ist in Mutterschutz. „Seither hat das wilde Parken im Stadtgebiet wieder zugenommen“, sagt Bühler. Damit soll jetzt bald wieder Schluss sein. Ab dem 1. September schauen speziell für den Gemeindevollzugsdienst ausgebildete Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Scherlin nach Recht und Ordnung in der Stadt und deren Teilorten.

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Auch der Ipf wandert verstärkt in den Fokus der Überwachung. Künftig sollen fünf Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zwölf Stunden in der Woche in der Innenstadt und am Ipf ihre Runden drehen. „Diese Mitarbeiter sind nun quasi unserem Ordnungsamt unterstellt und übernehmen für uns die ortspolizeilichen Aufgaben. Die vier Männer und eine Frau haben weitreichende Befugnisse um ihre Aufgaben wahrzunehmen. Diese Befugnisse gehen weit über die eines ganz normalen Sicherheitsdienstes hinaus“, so Bühler. Diese reichen zum Beispiel vom Recht, Personalien der entsprechenden Personen aufzunehmen, über das Verhängen eines Bußgeldes bis hin zum Festhalten bis die Polizei eintrifft. Das dieser Sicherheitsdienst eine besondere Aufgabe im Namen der Stadt ausübt, äußert sich auch schon im äußeren Auftreten. Die Uniformen sind denen von Polizeibeamten sehr ähnlich. Die Dienstmütze ziert ein Sternwappen der Stadt Bopfingen.

Markus Knöpfel und Steve Ulbricht sind eine der ersten Gemeindevollzugsdienstbeamten, die am 1. September offiziell ihren Dienst in Bopfingen antreten. Beide haben schon eine langjährige Berufserfahrung und machen einen entsprechend ruhigen und besonnenen Eindruck. „Wir werden bestimmt keinem etwas „reindrücken“ wollen. Aber wir werden unsere Aufgaben im Sinne der Stadt korrekt und mit Nachdruck ausführen“, sagen Knöpfel und Ulbricht.

Ob und wie sich dieser Ordnungsdienst auszahlt, soll das Pilotprojekt in Bopfingen in den nächsten Monaten zeigen. „Ich gehe davon aus, dass es auf jeden Fall Wirkung zeigen wird und dass die Aufgaben in Zukunft eher mehr als weniger werden“, so Bürgermeister Bühler überzeugt.

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