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Oettingen

25.07.2020

Bürgermeister macht Hoffnung auf ein Orgelmuseum in Oettingen

Martin Steinmeyer bei einer Führung im Orgelbaumuseum im Jahr 2018.

Plus Kulturausschuss des Stadtrats tagte noch vor der Sommerpause. Es soll ein neuer Wanderweg ausgewiesen werden.

Es war Bürgermeister Thomas Heydecker wichtig, noch vor der Sommerpause eine erste Sitzung des Kulturausschusses abzuhalten, lag die letzte Sitzung – noch unter der Ägide von Petra Wagner – doch schon fast ein halbes Jahr zurück. Zunächst referierte Anja Friedel von der Tourist-Info über die geplanten Vermarktungsaktivitäten des kürzlich „runderneuerten“ Fluss-Freibades. Später ging es auch um die Idee eines neuen Museums für Oettingen.

Der Oettinger Fotograf Werner Rensing war beauftragt worden, ausdrucksstarke Fotos des neuen Ambientes zu machen. Mit diesen, so Anja Friedel, gehe man jetzt in die Anzeigenwerbung, Donau-Ries-weit und auch Richtung Augsburg und Nürnberg. Außerdem sei der Freibad-Instagram-Account inzwischen fertig und die Idee für einen Imagefilm in der Grobplanung. Bürgermeister Heydecker legte allerdings Wert auf die Feststellung, dass das Bad vor allem für die Oettinger Bevölkerung und den näheren Umkreis da sei und es genügend Platz gebe, die Badegäste vor allzu großem Andrang zu bewahren. Stadtrat Oesterle schlug die Anschaffung von Stand-up-Paddleboards vor, was Thomas Heydecker mit einem Lächeln quittierte, denn man sei vonseiten der Stadt schon an dem Thema dran.

Ein neuer Wangerweg wird ausgewiesen

Ausdrücklich bedankte sich der Bürgermeister bei seinen Tourist-Info-Mitarbeiterinnen Anja Friedel und Ulla Stiegler für das Engagement beim nächsten Thema, des schon laufenden „1. Oettinger Kultursommers“, den die beiden in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Coronabedingt in diesem Jahr nur als „kleines Programm“ (wir berichteten), soll der Kultursommer aber in Zukunft veranstalterübergreifend als einheitliches Programm vermarktet werden, das jedes Sommerwochenende füllen soll. „Kleine, feine, besondere Sachen, die zu unserer Stadt passen“, wie Thomas Heydecker bemerkte. Anja Friedel berichtete außerdem, dass vom Geopark Ries bald ein neuer Wanderweg ausgewiesen werde bzw. reaktiviert, denn den angesprochenen Riesrand-Weg hätte es schon einmal gegeben. Man war sich einig, dass der Wandertourismus eine wichtige Sache sei, den man nicht unterschätzen sollte, auch wenn die Übernachtungsmöglichkeiten, speziell in Oettingen, bis dato durchaus „überschaubar“ sind.

Oettingens Bürgermeister Heydecker hält ein Orgelmuseum für sinnvoll

Das Lebenswerk des vorigen Jahres verstorbenen Paul Steinmeyer, ein Orgelmuseum in Oettingen, war anschließend der Hauptpunkt auf der Agenda des Kulturausschusses. Auf Nachfrage des Bürgermeisters stellte sich heraus, dass nur die Hälfte der anwesenden Räte die alte Orgelfabrik schon einmal besichtigt hatte. Thomas Heydecker war vor Tagen selbst auch erst zum ersten Mal dort. Er war vom Umfang und dem kulturellen Wert der Liegenschaft sichtlich angetan. „Ein Oettinger Orgelmuseum würde absolut in unser touristisches Konzept passen“, sagte er und schlug vor, zunächst eine Kulturausschuss-Führung mit der Familie Steinmeyer zu machen, um dann anhand der „Schätze“, die dort vorzufinden seien, ein Konzept für die Verfolgung eines Museumsplanes andenken zu können. „Freilich“, bemerkte er, „kommen da sehr hohe Investitionskosten auf uns zu.“ Aber man sollte nichts unversucht lassen, die seit nunmehr fast zehn Jahren immer wieder in irgendeiner Wiedervorlage-Schublade verschwundene Idee endlich konkretisieren zu können. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen, nicht mehr und nicht weniger, ein wenig Hoffnung für das Oettinger Orgelmuseum.

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