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04.01.2019

Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange schockiert über Hackerangriff

Ulrich Lange im Gespräch. Archiv
Bild: Szilvia Izsó

Private Daten von Bundestagsmitgliedern veröffentlicht. Lange hinterfragt sein Verhalten im Internet.

Hunderte deutsche Politiker sind Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Zunächst hatte der Rundfunksender rbb darüber berichtet, dass Daten und Dokumente zahlreicher auf Bundes- und Landesebene tätiger Politiker im Internet veröffentlicht worden sind. Betroffen sind alle im Bundestag vertretenen Parteien außer der AfD, beispielsweise Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel oder Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Auch private Informationen des Nördlinger Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange sind veröffentlich worden.

Hackerangriff: Alle stellen sich die selbe Frage

Nach Informationen unserer Zeitung zählen dazu eine Handy- und eine Festnetznummer. „Der gesamte Vorfall ist schockierend und natürlich ein massiver Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen“, sagte Ulrich Lange auf Nachfrage der Rieser Nachrichten. Er befindet sich derzeit auf CSU-Klausurtagung in Kloster Seeon. Er teilt weiter mit: „Auch wenn es, wie bei mir, ’nur’ um Telefonnummern geht, trifft einen das.“ Auf der Klausurtagung sei der Hackerangriff ein großes Thema, über das viel gesprochen werde. „Alle stellen sich ja letztlich die gleichen Fragen“, sagt der Nördlinger. “Natürlich hinterfragt man dann auch sein eigenes Handeln, etwa ob Passwörter oft genug aktualisiert wurden. Jetzt muss der ganze Sachverhalt aber erst einmal gründlich aufgeklärt werden. Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck daran.“

Ein Nutzer hatte Medienberichten zufolge die Dokumente über Twitter geleakt. Der betroffene Account hat die Dokumente zunächst als eine Art Adventskalender im Dezember herausgegeben, aufgefallen ist es den Betroffenen erst am Donnerstagabend. Veröffentlicht worden sind private Informationen wie Handynummern, Chatverläufe, Personalausweise, Kreditkarteninformationen, Rechnungen, Fotos und Briefe. Der Twitter-User, der die Leaks verbreitet hat, gibt in seinem Profil an, aus Hamburg zu kommen und bezeichnet sich als „Security Researcher“ und Künstler. Ein Motiv für die Veröffentlichung der privaten Daten nennt er nicht, wer sich hinter dem Account befindet, ist ebenfalls noch unklar. Mittlerweile wurde der Account des Nutzers gesperrt. (mit AZ)

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