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Nördlingen

18.05.2020

C.H. Beck arbeitet mit einer neuen Druckmaschine

Die neue Maschine der Nördlinger Druckerei druckt bis zu acht Milliarden Seiten pro Jahr.
Bild: Druckerei C.H. Beck

Plus Das Nördlinger Traditionsunternehmen investiert sieben Millionen Euro. Welche Erleichterungen sich der Betrieb von der Maschine verspricht.

Seit diesem Jahr produziert die Nördlinger Druckerei C.H. Beck mit einer neuen Druckmaschine. „Das ist wohl die modernste Buchdruckmaschine Deutschlands“, sagt Uwe Bauhammer, Leiter des Bereichs Druck.

Bei der Anlage handelt es sich um ein sogenannte Rollen-Offsetdruckmaschine des Augsburger Herstellers Manroland Goss. Diese Technologie zeichne sich dadurch aus, dass ein wesentlich höherer Ausstoß als beim Digitaldruck möglich sei. „Mit unserer neuen Maschine können wir bis zu acht Milliarden Seiten pro Jahr drucken“, sagt Bauhammer.

Gleichzeitig sei die moderne Maschine auch geeignet, vergleichsweise kleine Buchauflagen ab 800 Exemplaren zu produzieren. Ein Vorteil, der eigentlich dem Digitaldruck vorbehalten ist. „Dadurch machen wir mit der Rollen-Offsetmaschine dem Digitaldruck sogar in diesem Bereich Konkurrenz.“

Die Weiterverarbeitung zum fertigen Buch erfolge nach dem Druck ebenfalls in Nördlingen. Die Druckerei C.H. Beck sei der drittgrößte Buchhersteller des Landes. Neben juristischer Fachliteratur wie der Gesetzessammlung „Schönfelder – Deutsche Gesetze“, für die der gleichnamige Verlag bekannt ist, druckt das Nördlinger Unternehmen auch Drittaufträge.

Der Kauf der Druckmaschine sei keine leichte Entscheidung gewesen, sagt Bauhammer auf Nachfrage. Es handle sich um eine Investition von sieben Millionen Euro – und der Buchmarkt sei von Problemen geplagt. Allerdings sei die Rentabilität der Maschine durch den hohen Automatisierungsgrad sichergestellt. Beispielsweise ermögliche die Maschine, dass die sogenannten Druckplatten nicht mehr von Mitarbeitern eingehängt werden müssen – das erledigt die Anlage selbst.

Die Druckerei C.H. Beck wurde 1763 gegründet. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 350 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 51,1 Millionen Euro.

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