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Nördlingen

30.07.2020

Corona-Verdacht: Flüchtlingsheim in Nördlingen steht unter Quarantäne

Das Flüchtlingsheim in Nördlingen steht unter Quarantäne.

Plus Sicherheitsleute bewachen die Einrichtung in Nördlingen. Die 46 Bewohner dürfen das Gebäude nicht verlassen.

Vor dem Nördlinger Flüchtlingsheim im Wemdinger Viertel sind zwei Kleinbusse geparkt. Zwei Sicherheitsleute sitzen auf der Kofferraumkante, haben einen Klapptisch vor sich aufgestellt, darauf steht ein Ventilator. Sie werden in der Hitze warten müssen, bis das Ausmaß eines möglichen Corona-Ausbruchs im Nördlinger Flüchtlingsheim feststeht.

Am Mittwoch war die Polizei wegen Hilferufen bei der Unterkunft ausgerückt. Zwei Bewohner wurden im Krankenwagen nach Augsburg gefahren. Ein Video, das unserer Redaktion vorliegt, zeigt Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, die in Schutzanzügen im Gang der Unterbringung arbeiten. Jetzt steht die Einrichtung unter Quarantäne.

Gemeinschaftsunterkunft in Nördlingen wird bewacht

Am Donnerstagvormittag ist neben den Sicherheitsleuten der Hausmeister vor Ort. Er darf nichts sagen, verweist auf die Regierung von Schwaben. Auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt die Behörde, dass die Einrichtung unter Quarantäne steht.

Corona-Verdacht: Flüchtlingsheim in Nördlingen steht unter Quarantäne

Eine Person, die seit Samstag nicht mehr in der Einrichtung wohne, sei positiv auf das Virus getestet worden. Er befinde sich außerhalb Schwabens in Quarantäne. Zwei Heimbewohner standen demzufolge eng mit dem Infizierten in Kontakt. Sie wurden in eine Quarantäneeinrichtung in Augsburg verlegt.

Das Heim steht nun 14 Tage unter Quarantäne. Der Sicherheitsdienst bewacht das Gebäude laut der Regierung von Schwaben rund um die Uhr. 49 Personen waren zuletzt in der Unterkunft gemeldet. Abzüglich der infizierten Person und der zwei engen Kontakte verbleiben 46 in dem Gebäude. Ein Cateringdienst versorge sie.

Personal und Aushänge informierten die Bewohner des Heims in Nördlingen

Die Unterkunft sei mit einer Kapazität von 90 Plätzen zuletzt relativ schwach belegt gewesen, wie es von der Regierung von Schwaben heißt. Die Bewohner seien durch das Personal sowie Aushänge über Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln informiert worden. Das Personal sei angewiesen, streng auf deren Einhaltung zu achten. Desinfektionsspender seien aufgestellt worden.

Sämtliche Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft einschließlich Unterkunftspersonal würden am Donnerstag vom Gesundheitsamt auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Weitere Testungen werden erfolgen.

Gesundheitsamt: "Schwer verfolgbare Kontakte"

Auch das Gesundheitsamt Donau-Ries schilderte den Sachverhalt gegenüber unserer Redaktion auf Nachfrage. Dass die gesamte Einrichtung wegen einer Infektion und zwei engen Kontakten unter Quarantäne gestellt wurde, begründet die Behörde mit „schwer verfolgbaren Kontakten“. Wo sich der Infizierte angesteckt hat, ist den Behörden nicht bekannt.

Kontakte in Schulen und Kindertagesstätten schließt das Gesundheitsamt aus. Als der Betroffene sich zuletzt in Nördlingen war, hätten die Ferien bereits begonnen gehabt.

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