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Hochaltingen

08.01.2021

Corona in Hochaltinger Altenheim: So ist der aktuelle Stand

Im Haus St. Marien des Deutschen Ordens im Schloss Hochaltingen gab es mehrere Coronafälle.
Bild: Deutscher Orden, Ordenshaus (Archivbild)

Plus Laut der Heimleiterin sind derzeit 31 Personen positiv getestet. Die Impfung startete erst Ende Dezember. Wovon die Amtsärztin ausgeht.

Neun Monate lang war das Altenheim Deutscher Orden Haus St. Marien im Schloss Hochaltingen in Fremdingen frei vom Coronavirus, wie Heimleiterin Patricia Feldmeier mitteilt. Doch nun gab es auch dort die ersten Corona-Fälle.

Am 3. und 4. Januar gab es laut Landratsamt Reihentests, bei 21 Bewohnerinnen und Bewohnern fielen diese positiv aus. Mittlerweile seien 26 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet, außerdem fünf Mitarbeiter, schildert Feldmeier. Zwei Senioren befänden sich im Krankenhaus, ihr Zustand sei aber stabil. Bei 15 Personen sei der bisherige Krankheitsverlauf sehr mild. Die Zahlen, die das Landratsamt Donau-Ries auf Anfrage mitteilt, unterscheiden sich etwas: Demnach sind derzeit 22 Bewohner mit dem Virus infiziert.

Das Altenheim in Hochaltingen steht derzeit unter Quarantäne

Auf den Ausbruch reagierte die Heimleitung mit einem Besuchsverbot, das bis auf weiteres gilt. Heimleiterin Feldmeier sagt, dass Bewohner und Mitarbeiter zuversichtlich seien, „dass wir diese Zeit gemeinsam gut meistern werden.“

Das Landratsamt teilt auf Anfrage noch genauere Schutzmaßnahmen mit. Das Personal muss nun volle Schutzausrüstung tragen. Die Einrichtung stehe unter Quarantäne.

Es ist nicht klar, wie das Coronavirus in die Einrichtung kam

Dabei war das Seniorenheim bereits auf einem guten Weg, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Am 31. Dezember wurden nach Angaben der Heimleitung 34 Bewohner sowie 27 Mitarbeiter geimpft, laut Gesundheitsamt waren es insgesamt sogar 75 Personen, die eine Impfung bekamen. Insgesamt gibt es im Heim 50 Pflegeplätze für Senioren.

Ein sicherer Rückschluss, wie das Virus in das Pflegeheim gekommen ist, sei nach derzeitigen Erkenntnissen nicht möglich, wie das Gesundheitsamt mitteilt. Ein Zusammenhang mit der Impfung sei unwahrscheinlich. Laut Amtsärztin Dr. Raffaella Hesse muss eher davon ausgegangen werden, dass eine unerkannt infizierte Person geimpft wurde.

Der Landkreis liegt am Donnerstag bei einem Inzidenzwert von 141,5

Auf die Frage, ab wann denn eine Impfung einen Schutz biete, verweist das Gesundheitsamt auf das Robert-Koch-Institut. Demnach zeigten die bisher verfügbaren mRNA-Impfstoffe bereits nach der ersten Impfdosis eine Effektivität zur Verhinderung der Krankheit Covid-19. Publikationen gäben eine Wirksamkeit von 50 bis 80 Prozent an. Eine Impfung stellt laut RKI nach aktuellem Stand keine Gefahr dar, auch wenn eine Person unerkannt eine Infektion mit dem Virus durchgemacht habe.

Wie es genau mit den Impfungen weitergeht, werde je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs geplant, teilt das Gesundheitsamt mit.

Laut Landratsamt gelten derzeit 608 Personen als aktuell Infizierte. Die Anzahl der Verstorbenen liegt bei 71 Personen. Das RKI liste den Landkreis Donau-Ries am Donnerstag mit einem Inzidenzwert von 141,5.

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