Newsticker

Trotz steigender Infektionszahlen: Kliniken halten wenige Intensivbetten frei

18.07.2010

"D' Schual en Deine"

Deiningen Einen Festakt feierte die Volksschule Deiningen anlässlich der 1250-Jahrfeier der Gemeinde Deiningen unter dem Motto: "D' Schual en Deine - gschobat Leit - So war's sooscht - ond so isch's heit".

Inhalt und Ablauf der schulinternen Darbietung lagen in Verantwortung von Mundart-Spezialistin und Kollegin "im Un-Ruhestand" Christine Bitterlich.

Am einem heißen Sommerabend führten die Schüler eindrucksvoll und unterhaltsam die Geschichte ihrer Schule in einzelnen Episoden auf. In sieben Bildern gelang Christine Bitterlich mit Anita Dirtheuer ein Geschichtsunterricht der besonderen Art.

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Rektor Josef Schneider an die Verdienste der im April verstorbenen Kollegin Maria Wolf, die auch diese Veranstaltung noch mitgeplant hatte. In einer Gedenkminute wurde ihr Wirken gewürdigt.

"D' Schual en Deine"

Schule in der Steinzeit

Gleich zu Beginn zeigten Kinder der Klasse 3a mit Faustkeilen, dass es auch während der Steinzeit schon Unterricht gab. Im zweiten Bild rückte die 5. Klasse die Zeit der Gründungsurkunde, also das Jahr 760, in den Mittelpunkt. Die damaligen Klosterschulen waren streng durch unerbittliche Lehrer.

Im 3. Akt der 1. Klasse fand man Zugang zum "ersten gemeinen Schulhäuslein", das (wie die gesamte Darbietung) im Rieser Dialekt thematisiert wurde. Die Konfessionsschule ab 1610 zeigte die armselige Rolle des damaligen "Schualmoischters" in Deiningen auf. Sein Dienstherr saß in Wallerstein, sein wichtigstes Utensil war der Stock.

Die Klasse 4b führte eine Schulstunde von damals eindrucksvoll vor und brachte mit einem Tanz Schwung in die Halle.

Mit der Gründung des Schulverbandes Deiningen ist der Name des damaligen Rektors Max Eichmeier eng verbunden. Kinder aus 17 Riesgemeinden kamen im neuen Schulhaus zusammen. Die 2. Klasse und die 3b erklärten in Bildern und im Lied die Herkunft der Spitznamen einiger Gemeinden, wie den Deininger Kuhschwänz. In der neuen Schule wurde sogar ein Sprachlabor installiert und die Kinder mussten sich mit der Mengenlehre herumschlagen. Dieses "Drama" inszenierte die Klasse 4a.

Große Zeit der Deininger

Die Turnvorführung einiger Hauptschüler erinnerte an die große Zeit der Deininger Turner, die bis ins Bundesfinale nach Berlin kamen. 1985 trat Eichmeier in den Ruhestand und wurde abgelöst durch den jetzigen Schulleiter Josef Schneider.

In multimedialer Darstellung erhielten die Zuschauer einen Rückblick auf die Änderungen und Neuerungen im Laufe der Zeit. Besonders der musisch-erzieherische Bereich wurde vom neuen Rektor gefördert. Viel Zeit und Energie verwandte er auch auf die Ausstattung der Schule mit modernen Medien. Die Mädchen der 6. und 7. Klasse begeisterten mit ihrem "Drum Dance mit Pezzibällen".

Im letzten Akt wagte die 9. Klasse in einem Schattenspiel ein Blick in die Zukunft, in der Computer und Laptop sogar Lehrer ersetzen. Mit gelungenen Mundartversen bedankte sich Christine Bitterlich bei Lehrern und vielen Helfern.

Begeisterter Applaus der zahlreichen Gäste belohnte die Anstrengungen aller Beteiligten. Viele Gäste tauschten noch im Pausehof bei kühlen Getränken frühere Erinnerungen an ihre Schulzeit aus. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren