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01.04.2015

Damit auch künftig ein Arzt da ist

Verband setzt sich für Hausarztverträge ein

Der Bezirk Schwaben des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) entsendet ab sofort vier Vertreter aus der Region Donau-Ries/ Dillingen in das Delegiertengremium des Verbands, in dem politisch wegweisende Beschlüsse des Verbandes getroffen werden. Wiedergewählt wurden in Augsburg Dr. Claudia Völkl aus Nördlingen, Dr. Martin Rawer ( Amerdingen), Dr. Robert Fischer (Rain am Lech) und Dr. Alexander Zaune aus Dillingen.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung betonte der ebenfalls wiedergewählte Bezirksvorsitzende Dr. Jakob Berger, dass die Hausärzte inzwischen ernstgenommene Gesprächspartner der Politik seien. Der Mangel an Hausärzten sei auch in Nordschwaben spürbar; der ausbleibende Nachwuchs werde von den Politikern mit großer Besorgnis registriert. Gemeinsam arbeite man an Lösungen.

Ein Hauptziel des Verbands sei die Honorarsicherung, und dazu dienten die Hausarztverträge. Sie ermöglichten den Medizinern einen eigenständigen Weg, die hausarzttypischen Leistungen in den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen geltend zu machen. Berger: „Weil die Honorare in der Vergangenheit oft sehr variabel waren und der Hausarzt nicht wusste, wie gut oder schlecht seine Leistungen überhaupt bezahlt wurden, stellen die Hausarztverträge einen Meilenstein auf dem Weg zu kalkulierbaren Einnahmen dar.“ Für Nachwuchsärzte sei es entscheidend zu wissen, dass sie sich auf die Höhe der Einnahmen verlassen könnten. Fast mit allen Kassen gebe es einvernehmliche Lösungen. Der neue AOK-Vertrag für Bayern stehe in den Startlöchern. Jetzt sei die Mitarbeit der AOK gefragt, die momentan sehr zögerlich sei.

Intensive Nachwuchsförderung

Man kümmere sich intensiv um die Nachwuchsförderung im Rahmen von Weiterbildungsverbünden. Vorbildlich seien hier das gemeinsame Kommunalunternehmen (gkU) im Donau-Ries-Kreis und das Dillinger Krankenhaus. Völkl referiert speziell für angehende Hausärztinnen zum Thema Vereinbarkeit der medizinischen Tätigkeit mit den Lebensplänen. Ein wichtiges Kriterium für junge Ärzte, in die Niederlassung zu gehen, ist laut Dr. Berger auch die Höhe der Dienstbelastung nachts und an den Wochenenden. Deswegen habe man eine Neuordnung der Dienstgruppen auf den Weg gebracht. In Nordschwaben führte diese Neuordnung zu einem sehr großen zu versorgenden Gebiet für den einzelnen Arzt. Aber auch die Patienten müssen inzwischen überall längere Wege in Kauf nehmen. Ein neues Modell der Dienstaufteilung werde im Bereich Neuburg/Donau erprobt, zu dem die Gemeinde Rain gehört. Die vier nordschwäbischen Delegierten des Verbands waren sich mit den Verbandsmitgliedern einig, dass auch in unserer Region an Lösungen zur verbesserten Dienstbelastung gearbeitet werden müsse. (pm)

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