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Munningen

05.01.2021

Das Funkloch in der Gemeinde bleibt aus, die Skepsis da

Störche nisten auf einem Funkmast.
Bild: Symbolbild: Heike Henkel

Plus Zwar hat sich in der Gemeinde Munningen die Netzversorgung verschlechtert, jedoch nicht so schlimm wie befürchtet. Bürgermeister Höhenberger sieht einen Hoffnungsschimmer.

Die Befürchtungen, dass es mit Beginn des neuen Jahres in der Gemeinde Munningen und der näheren Umgebung kein Vodafone-Mobilfunknetz mehr geben wird, haben sich offensichtlich nicht bewahrheitet. Obwohl die mobile Funkstation auf dem Dach eines privaten Anwesens in der Hauptstraße im Dezember abgebaut wurde, ist nach Recherchen unserer Zeitung immer noch mobiles Telefonieren über das Vodafone-Netz möglich, wenngleich in teilweise deutlich verminderter Qualität.

Die Balken auf dem Smartphone, die bekanntlich die Signalstärke anzeigen, seien weniger geworden, hieß es. Dass es zu Jahresbeginn nicht zu einem Totalausfall kam, hängt nach allgemeiner Einschätzung mit den bestehenden Mobilfunkmasten im nahen Oettingen und in Wechingen zusammen.

Wie berichtet, hat das Unternehmen die Sendeanlage auf dem Dach eines privaten Anwesens in der Hauptstraße abgebaut, weil der Eigentümer des Gebäudes den entsprechenden Vertrag zum Jahresende gekündigt hat.

Um die Mobilfunkversorgung durch Vodafone gab es in der Nordriesgemeinde ein langes Hin und Her. Als Vodafone im Frühjahr 2020 der Gemeinde mitgeteilt hatte, dass sie nach einem neuen Standort für einen Mobilfunksendemasten Ausschau halten würden, hat die Kommune mehrere gemeindeeigene Grundstücke angeboten. Keines davon kam jedoch für den britischen Mobilfunkanbieter infrage. Einmal lagen die Flächen im Naturschutzbereich, das andere Mal zu nahe an bereits bestehenden Masten in der Region.

Fortan spielte Vodafone den Ball der Gemeinde zu und erklärte gleichzeitig, nach wie vor bereit zu sein, eine temporäre Sendeanlage im Raum Munningen als Ersatz für die innerörtliche Lösung aufzustellen, wenn die Kommune eine passende Fläche zur Verfügung stellen würde.

Mehrheit im Gemeinderat Munningen hatte die Nase voll

Eine Mehrheit im Gemeinderat hatte inzwischen die Nase voll und sprach sich gegen einen weitere Standortsuche aus, gegen den ausdrücklichen Willen von Bürgermeister Dietmar Höhenberger. Mit zu dieser Entwicklung beigetragen haben dürfte eine seit Langem in Munningen herrschende grundsätzliche Skepsis gegenüber dem Mobilfunk. Von nicht wenigen im Ort werden mitunter schwere Krankheitsverläufe von Bürgern in den vergangenen Jahren der Mobilfunkstrahlung zugeschrieben, ohne dies freilich belegen zu können. Allein deshalb würde eine neue Sendeanlage im Ort zu massiven Akzeptanzproblemen führen.

Seit wenigen Tagen sieht Bürgermeister Höhenberger jedoch Licht am Horizont. Gegenüber unserer Zeitung sprach er gestern von einem gewissen Hoffnungsschimmer, was den seit geraumer Zeit geplanten Mobilfunkmast der Deutschen Telekom betrifft, dessen vorgeschlagener Standort vom Landratsamt Donau-Ries im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens abgelehnt worden war.

Möglicherweise gebe es einen aus seiner Sicht genehmigungsfähigen Alternativstandort zwischen Munningen, Haid und Schwörsheim, erklärte Höhenberger noch zurückhaltend. Näher wollte er sich nicht dazu äußern. Er verwies nur auf die Zusage von Vodafone, einen neuen Telekom-Masten im Bereich Munningen mitnutzen zu wollen.

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