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Interview

13.02.2018

Das Wetter ist wichtiger als der Spitzensport

Thomas Lanzinner ist ein echter Wintersport-Freak, dem auch große Kälte nichts ausmacht. Und so einen fotogenen Eisbart hat auch nicht jeder ...
Bild: Lanzinner

Für den Nördlinger RSSC-Skilehrer Thomas Lanzinner sind olympische Vorbilder nicht entscheidend.

Nördlingen Wir erwischen Thomas Lanzinner, welche Überraschung, beim Skifahren in Österreich. Der Leiter der Ski- und Snowboardschule des RSSC, Urgestein des Vereins und seit vielen Jahren im Vorstand engagiert, genießt ein paar Tage mit Freunden in Werfenweng im Salzburger Land. Trotzdem nimmt er sich Zeit, um mit uns über Olympia in Südkorea zu plaudern.

Herr Lanzinner, bleibt Ihnen bei so vielen eigenen sportlichen Aktivitäten eigentlich Zeit, die olympischen Winterspiele im Fernsehen zu verfolgen?

Lanzinner: Leider nein, weil es in unserem sehr einfachen Quartier keinen Fernseher gibt. Die einzige Verbindung zur Außenwelt ist das Internet.

Dann wollen wir Ihr Fachwissen mal testen. Was fällt Ihnen zu den folgenden Wintersportlern ein? Bitte immer nur einen Satz. Thomas Dreßen...

Lanzinner: Gewinnt morgen die Goldmedaille in der Abfahrt.

Laura Dahlmeier...

Lanzinner: Durch die überragende Schießperformance der Konkurrenz weit voraus.

Shaun White...

Lanzinner: Einer der erfolgreichsten Multisportler überhaupt. Er ist ja nicht nur Snowboarder, sondern auch Skateboarder und Mountainbiker.

Claudia Pechstein...

Lanzinner: Ein Name, der immer mit dem Eisschnelllauf verbunden bleiben wird. Leider nicht nur positiv.

Peter Florian...

Lanzinner (lacht): Herausragender Nördlinger Ju-Jutsuka, der nach der Karriere im einen „weißen Sport“ auch im anderen Erfolg und Spaß hat. In der Skischule die Zuverlässigkeit in Person.

In Pyeongchang ist es mit Temperaturen bis zu minus 20 Grad seit Tagen bitterkalt. Ist es bei diesen Witterungsbedingungen nach Ihrer Erfahrung als Wintersportler überhaupt möglich, Höchstleistungen zu bringen?

Lanzinner: Das kommt auf die Wettkampfumgebung an. Wenn die Vorbereitungs- und Aufwärmmöglichkeiten gut sind, ist es machbar.

Glauben Sie an den sauberen Sport ohne Doping?

Lanzinner: Ich glaub dran, auch wenn es in einigen Bereichen, vor allem im Ausdauersport, schwer erscheint, Höchstleistungen ohne „Hilfsmittel“ zu erreichen. In manchen Ländern ist Sport die einzige Chance, zu einem gewissen Wohlstand zu kommen und deswegen ist die Versuchung für den einzelnen Sportler dort natürlich umso größer.

Der Breitensport lebt von den Vorbildern der Spitzensportler. Hat der RSSC in einem Olympiajahr mehr Mitgliederzulauf als sonst? Gibt es besondere Aktionen im Verein?

Lanzinner: Der Erfolg des Vereins hängt jedes Jahr viel mehr von der Schneelage und den Witterungsbedingungen ab als von Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen. Das Jubiläum „30 Jahre vereinseigene Skischule“ haben wir erst kürzlich auf dem Marktplatz mit einer schönen Aktion gefeiert. Interview: Robert Milde

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