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Bauprojekt

18.02.2015

Das Zentrum bleibt im Dorf

Das Schmähinger Schulhaus wird ohnehin schon gut von den Ortsvereinen genutzt. Jetzt wird es saniert und bekommt eine Schießstätte, die gleichzeitig als Bürgerzentrum dient. An der nördlichen Giebelseite soll die Schießanlage mit begrüntem Flachdach angebaut werden.
Bild: Ronald Hummel

Das alte Schulhaus in Schmähingen wird saniert und erweitert

Schmähingen So geht Dorfkern-Belebung: Das Schulhaus in Schmähingen bot bislang ohnehin schon den Vereinen den nötigen Raum. Nur die Albuchschützen hatten hier nicht genug Platz für Schießstände, der Schießbetrieb findet im Wirtshaus statt. Als es nun darum ging, langfristig eine zeitgemäße Schießanlage einzurichten, kam eine Musterlösung heraus, wie sie die Politik propagiert: Obwohl der Neubau eines Schützenheims auf der grünen Wiese automatisch im Raum stand und vielleicht einfacher zu bewerkstelligen wäre, strebten die Albuchschützen eine Lösung an, die nicht nur ihnen, sondern der gesamten Dorfgemeinschaft zugutekommen soll: Die Sanierung des Schulhauses, dazu der Anbau einer Schießstätte an die nördliche Giebelseite zum dortigen Hang hin. „Wir wollten ein Zentrum für alle Vereine“, hieß es aus den Reihen der Schützen. Sie regten diese Lösung beim Schmähinger Förderverein an, unter dessen Dach alle Ortsvereine gemeinsam agieren. Bei einer Abstimmung im Förderverein fand die große Lösung im Dorfzentrum denn auch eine Mehrheit. Nördlingens Stadtkämmerer Georg Kugler schilderte unserer Zeitung gegenüber, wie bei dem Projekt zwei Vorhaben quasi miteinander verschmelzen. Da ist zunächst die Sanierung des bestehenden Schulgebäudes. Diese wird von der Stadt Nördlingen durchgeführt und finanziert; der Förderverein hat sich verpflichtet, später den Betrieb zu übernehmen.

Den Anbau der Schießstätte für eine gute halbe Million Euro finanzieren die Albuchschützen selbst, Stadt und Staat gewähren verschiedene Zuschüsse (siehe Kasten). So gibt es von der Stadt beispielsweise 20000 Euro für den Mehraufwand, den ein begrüntes Flachdach gegenüber einem Satteldach verursacht. Das städtische Bauamt hatte das begrünte Dach befürwortet, da es sich schöner in die Landschaft und das Gesamtbild einfügte.

Des Weiteren gibt es 55000 Euro dafür, dass die Schießanlage, sobald die Schießstände abgebaut sind, als Bürgerzentrum dient, also als an das Schulhaus angegliederter Saal, in dem entsprechende Veranstaltungen stattfinden. Die Verschmelzung beider Gebäude sei architektonisch schon daran zu sehen, dass es einen gemeinsamen Haupteingang sowie eine gemeinsame behindertengerechte Toilette gibt. Georg Kugler zeigt sich mit der Gesamtlösung höchst zufrieden: „Solch ein gemeinsames, kompaktes Projekt macht im Rahmen einer Dorfgemeinschaft Sinn. Schützenverein und Förderverein haben sich hier hervorragend ergänzt.“ Außerdem gewinne dadurch das Gesicht des Dorfkerns.

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