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Nördlingen

17.05.2019

Das bemängelten Touristen 2018 in Nördlingen

Im vergangenen Jahr kamen weniger Besucher nach Nördlingen. Tourist-Info-Chef David Wittner erklärt das auch damit, dass der Daniel gesperrt gewesen sei.
Bild: Eichelmann

Der Chef der Tourist-Info, David Wittner, präsentiert im Stadtrat die Statistik für 2018. Besucher kommen im Schnitt 1,8 Tage nach Nördlingen.

David Wittner, Leiter der Tourist-Info Nördlingen, hat dem Stadtrat den Tourismusbericht für 2018 vorgelegt. Demnach verzeichnete Nördlingen mit 105.622 Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von acht Prozent. Bei Gästen aus dem Inland brach die Übernachtungszahl um 22 Prozent ein, was mit dem Plus an ausländischen Touristen nicht mehr aufgefangen werden konnte. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt nach wie vor bei 1,8 Tagen. Schwaben und Bayern legten laut Statistik um vier Prozent zu, der Landkreis Donau-Ries stagnierte auf Vorjahresniveau, wobei alle Städte außer Wemding Abschläge hinnehmen mussten.

So viele Stadtführungen wie noch nie

Nördlingen habe im vergangenen Jahr unter der Sperrung von Bundesstraßen gelitten, so hätten sich Gäste aus Dinkelsbühl beklagt, sie seien im Auto 90 Minuten nach Nördlingen unterwegs gewesen, so Wittner. Auch die zeitweise Sperrung des Daniels wegen eines Blitzschlags habe sich bemerkt gemacht. 1800 Stadtführungen hingegen waren ein Rekord, den man unter anderem mit Rollen-Kostümführungen noch ausbauen wolle. Cittaslow-Festival mit Schwabentag oder die Ernennung zu einem von 100 Genussorten Bayerns hätten wichtige „Leuchtturm-Funktionen“ gehabt. Zeitgemäß gebe es ein neues Online-Buchungssystem, digitale Stadtführungen und eine 2017 neu aufgemachte Internetseite, die 200.000 Aufrufe verzeichnen konnte.

Was die Stadträte zum Tourismusbericht sagen

Jörg Schwarzer (CSU) erweiterte den Bericht zu einer langfristigen Betrachtung: So müsse man feststellen, dass Nördlingen seit 2012 keine Steigerung der Übernachtungszahlen verzeichne, während Dinkelsbühl um 60 Prozent zulegte, Schwaben um 17 und Bayern um 13 Prozent. Wittner erklärte Erfolge in anderen Städten und Regionen mit hohen Investitionen: Dinkelsbühl habe 50 Millionen Euro in ein Hotel gesteckt, auch das Allgäu und speziell das Legoland steigerten die Bettenzahlen enorm. Schwarzer erkundigte sich nach einem Flixbus-Halt in Nördlingen, von dem die Rede war. Wittner hatte aus Dinkelsbühl erfahren, das Unternehmen kämpfe noch mit schwierigen Genehmigungsverfahren.

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Rita Ortler (SPD) plädierte generell für mehr öffentlichen Personen-Nahverkehr im Tourismus, so sei die Bahn in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit optimal. Sie erkundigte sich, welche Entwicklungen über das Fest hinaus von Citta Slow ausgehen. Wittner erklärte, Nördlingen sei bei allen aktuellen Citta Slow-Handlungsempfehlungen aktiv: Das Anlegen von Grünflächen laufe, zur Eindämmung von Plastik gebe es erste Maßnahmen und das Glyphosat-Verbot sei bereits vollzogen.

Thomas Mittring (Stadtteilliste) fragte unter anderem nach Möglichkeiten im Radtourismus. Wittner strebt eine stärkere Anbindung an das Altmühltal und die Schwäbische Alb an. Helmut Beyschlag (PWG) spann den Gedanken weiter zu „Sternfahrten“, wobei man von Nördlinger Hotels aus die Umgebung erkunden könne, ohne bei jeder Fahrt umpacken zu müssen. Wolfgang Goschenhofer (Grüne) plädierte dafür, zur geforderten Sanierung des Gemäuers und Verbesserung der Barrierefreiheit in der Tourist-Info spätestens nächstes Jahr aktiv zu werden. Sonja Kuban (Frauenliste) setzte beim Regionaltourismus auf Familienkarten, die aus dem näheren Umfeld öfter Gäste anlocken.

Erich Geike (SPD) erkundige sich, wie Feedback von Gästen eingeholt werde. Wittner zufolge werden Hotels und Gastronomie über Rückmeldungen abgefragt und gelegentlich mithilfe von Studenten Umfragen durchgeführt; das meiste Feedback finde aber in der Tourist-Info selbst statt.

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