Newsticker
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder: Lockdown bis Mitte Februar verlängern
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Deiningen bekommt ein neues Feuerwehrhaus

Deiningen

08.12.2020

Deiningen bekommt ein neues Feuerwehrhaus

Im Feuerwehrhaus in Deiningen ist nur wenig Platz zum Umziehen, Umkleidekabinen gibt es gar nicht. Nun hat der Deininger Gemeinderat einen Entschluss für die Zukunft getroffen.

Plus Der Gemeinderat beschließt, dass das bisherige Gebäude ersetzt wird. Unter welchen Umständen die Feuerwehrleute dort bisher arbeiten.

Es ist wenig Abstand zwischen den Schränken mit der Schutzausrüstung der Feuerwehrleute und dem Auto vorhanden, ein halber Meter vielleicht. Und wenn das alte Dieselfahrzeug angeschmissen wird, dann ruße es auch schon mal ein wenig, sagt Kommandant Stefan Meier. Doch in einigen Jahren soll all das der Vergangenheit angehören, denn nun hat der Gemeinderat eine Entscheidung für die Zukunft der Deininger Wehr getroffen.

Wie Bürgermeister Wilhelm Rehklau sagt, wurde ein Neubau beschlossen. Dieser soll in den kommenden fünf Jahren entstehen. Die Gemeinde will auch ein neues Feuerwehrauto anschaffen. Doch viel mehr steht noch nicht fest. Der Arbeitskreis aus Gemeinderäten und Feuerwehrleuten soll sich fortan mit den Fragen rund um Standort und Ausstattung beschäftigen.

Deiningen: Vor einem Jahr hat ein Arbeitskreis mit einer Bestandsaufnahme begonnen

Der Arbeitskreis hat vor einem Jahr mit der Bestandsaufnahme begonnen und einen Bedarfsplan erstellt. Da ist zum einen das Auto, das laut Meier aus den neunziger Jahren stammt. „Nach etwa 25 Jahren sollte man das einmal austauschen“, sagt der Kommandant. In dieser Zeit haben sich die Anforderungen an die Ausrüstung geändert. So müssten beispielsweise nicht mehr bei jedem Einsatz Hitzeschutzanzüge mitgeführt werden. Dafür aber ein Systemtrenner, der verhindert, dass Löschwasser in das Grundwasser kommt.

Kommandant Stefan Meier im Haus der Deininger Feuerwehr
Bild: Jan-luc Treumann

Den perfekten Platz im Fahrzeug habe man noch nicht gefunden, derzeit liegt das Gerät zwischen anderen Anschlüssen herum. Nicht schlimm, aber auch nicht optimal. Dazu fasst der Löschtank des Fahrzeugs 600 Liter Wasser. „Da muss ein Einsatz perfekt laufen, damit man damit ein brennendes Auto löschen kann“, schildert Kommandant Meier. Das gilt für Benziner. Ein brennendes Elektroauto könne man mit der Wassermenge nicht löschen, zu groß ist bei diesen Fahrzeugen die Hitzeentwicklung.

Im Deininger Feuerwehrhaus ist es nicht warm

Damit außerdem das Wasser im Tank bei Minusgraden nicht gefriert, ist zwar eine Heizung installiert. Doch wirklich warm ist es in dem Feuerwehrhaus nicht. Das ganze Haus, das eigentlich nicht mehr als eine Garage mit zwei Toren ist und nur dünne Fenster hat, ist nicht mehr zeitgemäß, das bestätigt auch der Kommandant. Nicht einmal Toiletten gibt es für die Feuerwehrleute, die dafür in den nahe gelegenen Bauhof gehen müssen.

Meier klagt nicht über diesen Zustand, sagt nur: „Vor 20 Jahren waren Toiletten im Feuerwehrhaus Luxus.“ Auch Umkleidekabinen gibt es nicht. Zwar mache das den drei Frauen unter den 68 aktiven Mitgliedern nichts aus, so Meier. Sollte sich das aber einmal ändern, müsse man dann den kleinen Lagerraum, in dem derzeit unter anderem zusätzliche Schutzanzüge liegen, dafür freiräumen.

Eine Schwarz-Weiß-Trennung ist in Deiningen nicht möglich

Die Nischen mit der Ausrüstung reihen sich in dem Feuerwehrhaus an den Wänden entlang, direkt neben den Einsatzwagen. Ein in diesem Zusammenhang wichtiges Thema für die Feuerwehr ist die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung. Bei einem Einsatz kommt die Kleidung der Feuerwehrmänner und -frauen möglicherweise mit Schadstoffen in Kontakt. Daher sollte es eigentlich eine räumliche Trennung von Einsatzfahrzeugen und Umkleidekabinen geben, sodass die private Kleidung nicht in Kontakt mit den Schutzanzügen aus dem Einsatz kommt. Auch das ist in Deiningen aufgrund der räumlichen Gegebenheiten kaum möglich.

Das alte Feuerwehrauto der Deininger Feuerwehr rußt bisweilen beim Anlassen – direkt bei den Umkleiden der Feuerwehr.

Doch das soll sich in den kommenden Jahren ändern. Kommandant Meier sagt über den Beschluss des Gemeinderats: „Wir freuen uns, dass hier was passiert und etwas Neues entsteht. Das ist vielleicht auch ein Anreiz für manche Bürger, zur Feuerwehr neu dazuzukommen oder sich mehr zu engagieren.“

Das könnte Sie auch interessieren:

Sparkassen-Schließungen: „Wir müssen das Haus nach einheitlichen Kriterien aufstellen.“

Diese Bauarbeiten stehen in nächster Zeit in Deiningen an

Trotz Freundin und gutem Job: Mit 29 beschließt Roland Kiechle, Pfarrer zu werden

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren