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Verkehr

04.03.2019

Deiningen im „Ausnahmezustand“

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Deiningens Bürgermeister Wilhelm Rehklau spricht von mitunter „undiszipliniertem Verhalten“ mancher Verkehrsteilnehmer. Sie sind eigentlich dazu angehalten, die ausgeschilderten Umleitungen zu nutzen.
Bild: Dieter Mack

Bürgermeister Wilhelm Rehklau ärgert sich über Verkehrsteilnehmer, die nicht die ausgeschilderten Umleitungen nutzen. Er spricht von einem „undisziplinierten Verhalten“.

Bürgermeister Wilhem Rehklau spricht von einem „Ausnahmezustand“. Damit meint er allerdings weniger die eigentliche Baustelle der momentan laufenden Kanalerneuerung in Deiningen und die darauf folgende Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Zuge der Staatsstraße 2212 samt Neugestaltung der Randbereiche (wir berichteten). Vielmehr bezeichnet der Bürgermeister so den Ausweichverkehr innerhalb des Dorfes, bedingt durch die Sperrung. Dieser finde trotz weitläufiger Umleitungen statt und berge permanent ein Gefahrenpotenzial, vor allem für Kinder. Darüber hinaus hätten die Bewohner der betroffenen Straßenzüge so einiges mitzumachen, sagte Rehklau bei einer Informationsveranstaltung in der Pizzeria Donau-Ries.

Deiningen: Bürgermeister appelliert, die Umleitungen zu fahren

An die überörtlichen Verkehrsteilnehmer appellierte der Rathauschef nachdrücklich, die ausgeschilderten Umleitungen zu fahren. Die Polizei werde in nächster Zeit auch verstärkt in Deiningen kontrollieren. Von den Zuhörern kam der Vorschlag, während der Bauzeit im gesamten Ort Tempo 30 einzuführen. Doch wer soll die Geschwindigkeitsbeschränkung überwachen? Dies würde einen nicht unerheblichen Aufwand bedeuten, meinte Rehklau.

Der Bürgermeister sprach von einem mitunter „undisziplinierten Verhalten“ mancher Verkehrsteilnehmer, das er fast täglich erlebe. Die Gemeinde tue alles Notwendige, um mögliche Gefahrenpunkte zu vermeiden. Je nach Baufortschritt würde die entsprechende Beschilderung erfolgen. Die Bushaltestelle für die Schüler sei temporär verlegt, um die Kinder auf ihrem Weg zum Unterricht nicht mit den Bauarbeiten zu konfrontieren.

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Reinhard Pfost vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Nördlingen, der die Kanalbauarbeiten begleitet und koordiniert, stellte den Zuhörern den Bauzeitenplan vor. Von Ostern bis etwa November fänden die Straßenbauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Verantwortlichkeit des Staatlichen Bauamtes Augsburg statt. In den Monaten Juni und Juli plane die Straßenbaubehörde die Erneuerung der Straßendecke auf der gesamten Strecke der Staatsstraße von Nördlingen nach Deiningen. Ziel sei es, bis Ende 2019 die Deininger Ortsdurchfahrt mit einer Tragschicht zu versehen, damit den Winter über wieder darauf gefahren werden könne. Die Randstreifen sollen bis Mai 2020 fertig sein, so Pfost.

Der frühere Bürgermeister Karlheinz Stippler schlug vor, während der vorgesehenen Umgestaltung des Kreisverkehrs beim Gewerbegebiet auch eine Art Behelfszufahrt in dieses anzulegen. Bürgermeister Rehklau will den Vorschlag prüfen lassen.

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