1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. „Demokratie find’ ich gut“

Debatte

13.07.2018

„Demokratie find’ ich gut“

Der „Demokratie-Bus“ machte am Donnerstag Station in Nördlingen. Es diskutierten vor THG-Schülern (von links): Klaus Haimböck, Christa Müller, Shai Hoffmann, Andreas Gatz, Eva Lettenbauer, Maximiliane Böckh und Christoph Schmid.
Bild: ben

In Nördlingen macht der Demokratie-Bus Station auf dem Marktplatz

In Bayern finden in diesem Jahr mehrere Wahlen statt: Auch aus diesem Grund ist die im April auf der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche gestartete Aktion des Bayerischen Bündnisses für Toleranz „Demokratie find’ ich gut“ auf Tour. Zum Jahresschwerpunktthema „Demokratie stärken“ kamen jetzt vor dem cremefarbenen Doppeldecker-Oldtimer-Tourbus auch auf dem Nördlinger Marktplatz Rieser Bürger sowie Vertreter aus Kirche und Politik ins Gespräch – über das, was Demokratie für sie bedeutet.

„Sie bedeutet mehr, als dass die Mehrheit entscheidet. So zum Beispiel auch Menschenrechte, Minderheitenschutz oder Gewaltenteilung“, waren sich Veranstalter und Teilnehmer der Diskussion einig. Bei dieser fragten der Berliner Schauspieler, Musiker und Social-Entrepreneur Shai Hoffmann sowie Pfarrer Andreas Gatz vom Bildungswerk Donau-Ries, Pfarrer Klaus Haimböck und Christa Müller von der Landessynode, Eva Lettenbauer (B90/Die Grünen), Maximiliane Böckh (CSU) und Christoph Schmid (SPD): „Gewählt werden – lohnt sich das überhaupt?“ Finanziell meistens nicht, aber ideell bringe es einem sehr viel, waren sich dabei Politiker wie Kirchenleute einig.

Wenngleich einem viele Stolpersteine das Ehrenamt nicht immer leicht machen, bringe es doch auch viele Entscheidungsmöglichkeiten zum Wohle der Gesellschaft und sei darum vor allem auch für Jugendliche empfehlenswert, so die vorherrschenden Meinungen in der Runde.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Bereits ab elf Uhr hatte es auf dem Marktplatz viele Aktionen zum Thema gegeben. Dazu gehörten unter anderem Dosenwerfen unter dem Motto „Räum ab, was der Demokratie entgegensteht“, ein Infostand über die kommenden Kirchenvorstandswahlen sowie eine Aktionsfläche Demokratie, bei der verdrehte Begriffe, Quizfragen und viele weitere Aktionen die Aktion auf spielerische Art erlebbar machten.

Begonnen hatte diese mit einem Signal der Spitzenrepräsentanten der Mitgliedsorganisationen des Bündnisses. In Videostatements wurden 26 von 70 Mitgliedern dafür gewonnen, sich über Demokratie zu äußern, ihre eigenen Motive zu ihrem Engagement zu verdeutlichen und für das Eintreten in der Demokratie zu werben. Dabei kamen unter anderem Ratspräsident Heinrich Bedford-Strohm, Kardinal Reinhard Marx, Zentralratspräsident Josef Schuster, Parlamentspräsidentin Barbara Stamm sowie sechs Landesschülersprecher zu Wort. Die Aktion wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundes-Familienministeriums sowie kofinanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Den Auftritt aus dem Marktplatz organisierte das Evangelische Bildungswerk Donau-Ries, die Evangelische Kirchengemeinde St. Georg sowie die Kommunale Jugendarbeit Donau-Ries und die gemeindliche Jugendarbeit Nördlingen.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
ADK_9242.jpg
Ries

Frau stirbt - Kripo ermittelt

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen