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City-Marketing

27.05.2015

Der Handel bereitet sich auf einen Spagat vor

Sie diskutierten über die Zukunft des Handels in Nordschwaben (von links): Hermann Bernreuther, Christian Bitter, Bettina Kräußlich von der IHK sowie Heinz Gerhards.
Bild: Helmut Bissinger

Wie die nordschwäbischen Städte ihre Kaufkraft halten und stärken wollen

Nördlingen/ Dillingen Der Einzelhandel in Nordschwaben wird in den nächsten Jahren einen Spagat vollführen müssen, um die Kaufkraft in den Städten zu halten. Allein wird er dies nicht bewerkstelligen können. Mehr denn je ist ein aktives City-Management gefragt, das den Handel mit Marketingmaßnahmen bei der Bewältigung der Herausforderungen unterstützt. Das ist einer der Rückschlüsse aus der Frühjahrssitzung der City-Initiative Nordschwaben (CIN).

Zwölf Städte aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen sind in der CIN zusammengeschlossen. Das Ziel der Vereinigung: Die Innenstädte stärken. Als sich der Verbund vor 15 Jahren gegründet hatte, waren die Herausforderungen andere. Heute gibt es, wie Christian Bitter in seinem Vortrag herausarbeitete, eine Vielzahl von Problemen, die man gemeinsam anpacken wolle.

Christian Bitter ist Projektleiter der CIMA Beratung und Management GmbH. Er äußerte seine Überzeugung, dass das City-Marketing vielfach ein größeres Budget benötige und führte im Vergleich Österreich und Baden-Württemberg an. Dort sei die finanzielle Ausstellung in der Regel größer. Sein Credo: Stadtentwicklung und Handelsförderung müssten vom City-Marketing stärker bearbeitet werden. Im Moment liege der Fokus vielfach noch auf dem Eventmanagement. Dies werde auch künftig wichtig bleiben, aber auch an den anderen Stellschrauben müsse gedreht werden.

„Wir müssen dem Kunden Erlebnis und Spaß bieten“, sagte Bitter. Nicht nur ein guter Branchenmix sei wichtig, sondern auch die Bereitschaft, „den öffentlichen Raum zur Bühne zu machen“. Eine Sorge konnte der Referent den Vertretern der zwölf Städte bei der Frühjahrssitzung im Foyer der Monheimer Stadthalle nehmen: „Die Zahl der Filialisten wird sich reduzieren.“ City-Manager, Ehrenamtliche und Stadtverantwortliche müssten künftig wesentlich enger zusammen, „wie überhaupt das Netzwerken der Schlüssel zum Erfolg sein wird“. Es gelte Unternehmer, Bürger und Gäste gleichermaßen anzusprechen. Die Erwartungshaltung derjenigen, die in die Innenstadt zum Einkaufen kommen, müsse erfüllt werden, die Kundenzufriedenheit auch regelmäßig gemessen werden.

Einen breiten Raum nahm natürlich der Trend zum Online-Einkauf ein, mittlerweile, wie Bitter ausführte, schon verstärkt über das Smartphone durchgeführt. Die lokale Ökonomie könne mehr bieten – und müsse dies herausheben, wie beispielsweise den persönlichen Service, ein kulinarisches Erlebnis oder eben Unterhaltung durch begleitende Veranstaltungen im Zentrum oder jeweiligen „Quartier“. „Riechen, Anfassen, Hören, Schmecken, Sehen“, nannte Bitter als Vorteile. „Wir handeln für den starken Standort“, hatte zuvor Hermann Bernreuther, einer der CIN-Sprecher erklärt. Die Aktivitäten zum Ausbau der Stärken und zur gemeinsamen Vermarktung in der Region könnten gebündelt werden, meinte Heinz Gerhards, weiterer CIN-Sprecher. Die Situationen in den zwölf Städten seien trotz unterschiedlicher Ausprägung ziemlich ähnlich. Bettina Kräußlich, Regionalgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer, kündigte für die nächsten Wochen einen weiteren City-Check in den zwölf Städten an, wie von denen gewünscht. Sie stellte außerdem einen gemeinsamen Eventkalender für 2015 vor, in dem die wichtigsten Veranstaltungen zwischen Gundelfingen, Wertingen und Oettingen aufgelistet sind.

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