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Festival in Megesheim

28.07.2019

Der Krater bebt auch in der Hitze

„Caravana Sun“ aus Australien waren bereits zum zweiten Mal beim Kraterbeben und begeisterten die Open-Air-Fans am Samstag mit ihrem selbst kreierten „World-Fueled-Rebellious-Surf-Rock“.
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„Caravana Sun“ aus Australien waren bereits zum zweiten Mal beim Kraterbeben und begeisterten die Open-Air-Fans am Samstag mit ihrem selbst kreierten „World-Fueled-Rebellious-Surf-Rock“.
Bild: Toni Kutscherauer

Wieder war das Festival "Der Krater bebt" in Megesheim ausverkauft. „Steve ’n’ Seagulls“, „Stepfather Fred“ und „March“ lassen es richtig krachen.

Die längste Schlange am Einlass hatte es bereits am Donnerstag gegeben, als vor allem die eingefleischten Open-Air-Fans zu einem verlängerten Wochenende nach Megesheim aufgebrochen sind. Schon am Vortag des Festival-Starts wurde auf dem Zeltplatz Posten bezogen, die Behausungen für drei Tage aufgebaut und das mitgebrachte Party-Equipment installiert. Auf ihr Stammpublikum konnten sich die Verantwortlichen der Kraterkultur Megesheim also auch bei der 31. Auflage des „Kraterbebens“ verlassen, zumal ihnen die hochsommerlichen Temperaturen in die Hände spielten.

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Zugkräftiges Line-Up beim Festival „Der Krater bebt“ 2019 im Megesheim

Viel Einsatz und Energie hatten die Veranstalter nicht nur für Vorbereitung und Organisation, sondern auch für ein zugkräftiges Line-Up der verschiedensten musikalischen Stilrichtungen aufgebracht. Mit „NitrogeN“ aus dem Raum Donauwörth startete am Freitag das Programm auf der Hauptbühne. Die vier Jungs um Sängerin Christina zogen mit ihrem Mix aus Rock, Metal und Punk die ersten Fans vor die Bühne, die sich dann bei der Band „The Deadnotes“ aus Freiburg und ihrem Indie-Punk weiter in Stimmung brachten.

Ordentlich was auf die Ohren gab es dann erstmals bei „Stepfather Fred“, die mit hartem und lauten Heavy-Alternative-Rock nicht nur die ersten Tänzer im Publikum mobilisierten, sondern mit ihrem Frontmann Sebastian Schuster auch eine mitreißende Bühnenshow boten.

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In Sachen Tempo und Lautstärke ließen auch die Ska-Punker „Less Than Jake“ keine Wünsche offen. Im Style von „Green Day“, aufgetunt mit der treibenden Kraft von Posaune und Saxofon, brachte die Truppe aus Florida die Fans in Wallung.

Ihren Höhepunkt erreichte die Stimmung dann bei „Frittenbude“ um Leadsänger Johannes Rögner. Vor allem die jüngeren Besucher auf dem prall gefüllten Festplatz gingen richtig ab beim Elektro-Punk-Rap zu deutschen Texten, die vor allem politische Botschaften „gegen Rechts“ transportierten. Bereits der Name war Programm, als „Eskalation“ mit wildem Indie-Punkrock weit nach Mitternacht den Schlussakkord setzten.

Der Krater bebt auch in der Hitze
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Tag 1: Kraterbeben auf dem Höhepunkt der Stimmung
Bild: Anton Kutscherauer

Schon am Samstagmittag ging es mit „Exo Planet“, dem Sieger des Band-Contests, im Linking-Park-Style weiter. Danach mussten „Lärmliebe“ mit ihrem Rock-Rap-Mix ebenso gegen die schwüle Hitze anspielen, wie die Punkrock-Band „Not Available“, die längst Stammgast beim Kraterbeben ist. Dies gilt auch für die drei „Straßenmusiker“ von „Strabande“ aus Würzburg, deren kritische Texte viel Zuspruch fanden. Gewohnt originell und frech verlief der Auftritt des bayerischen Trios „Da Huawa, da Meier und I“, die sich erstmals in neuer Besetzung im Ries präsentierten.

Wer zwischendurch eine Pause brauchte, beschäftigte sich an Klamotten- und Essensständen oder erfrischte sich wahlweise an Cocktail-Bar, Rumpunsch-Tipi und im Biergarten. Oder man schaute mal an der „Do-It-Yourself-Bühne“ vorbei, wo sich Nachwuchs-Bands wie „Felix & Collin“, „Xirow“, „Zico“, „Umbaupause“, „Andi & die Affenbande“, „Rockrelikt“, „Blues Kitchen“, „Black Elephant“ oder „Kochkraft durch KMA“ versuchten. International geprägt war das Abendprogramm des Samstags: Die mit zwei Ladies an den Gitarren besetzen „March“ holten mit krachendem Punkrock aus Holland die Fans vom Zelt- auf den Festplatz, ehe die vier Australier von „Caravana Sun“ mit ihrem selbst kreierten „World-Fueled-Rebellious-Surf-Rock“ ganz eigene Akzente einbrachten.

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Tag 2: So erlebten Festivalbesucher den Samstag
Bild: Anton Kutscherauer

Als absoluter Glücksgriff erwiesen sich die als Top-Act gesetzten „Steve ’n’ Seagulls“ mit ihrem Hillibilly-Sound. Die fünf markanten Finnen hatten zum Schlagzeug mit Gitarre, Ukulele, Kontrabass und Banjo gleich vier Saiteninstrumente am Start und scheuten sich auch nicht, Stücke wie „November Rain“ oder „Born To Be Wild“ in ihrem speziellen Stil zu covern. Eine tolle Show boten zum Abschluss „Los Manos de Filippi“ aus Argentinien, die mit Latin-Cumbia-Electro-Rock das Publikum ein letztes Mal zum Tanzen anheizten. Aufbruchstimmung herrschte am Sonntagvormittag, die vom Feiern erschöpften Festival-Besucher räumten nach und nach das Gelände. Trotzdem blieben noch einige zum Ausklang, dem traditionellen Weißwurstfrühschoppen, der vom Trio „d’ Housemusi“ im Biergarten begleitet wurde. Hoch zufrieden zeigte sich am Ende Christian „Bombi“ Bauer, Chef der „Kraterkultur“: „Zum vierten Mal in Folge waren alle Tickets verkauft und die Stimmung bei den Fans war wie immer hervorragend. Zum Glück blieben wir vom Regen verschont, auch wenn der Blick häufig zwischen Himmel und Wetter-App wechselte.“


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