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Der Landkreis Donau-Ries muss nachhaltig handeln

Der Landkreis Donau-Ries muss nachhaltig handeln
Kommentar Von Bernd Schied
27.07.2020

Plus Ursprünglich war am AEG ein schlichter, konventioneller Bau geplant, ganz wie man es bei derartigen Vorhaben eben immer schon gemacht hat. Mit der aktuellen Variante wird es zumindest etwas nachhaltiger.

Ganz offensichtlich dauert es auch im Landratsamt Donau-Ries, einer ansonsten recht fortschrittlichen Behörde, gelegentlich etwas länger, eingefahrene Gleise zu verlassen und sich auf die von der Kreispolitik gesteckten Ziele zu besinnen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Erweiterungsbau für das Oettinger Gymnasium. Hier musste erst ein Grünen-Kreisrat die Bauverwaltung in einer öffentlichen Ausschusssitzung daran erinnern, dass im Landkreis das Thema Nachhaltigkeit inzwischen ganz weit oben auf der Agenda steht. Ursprünglich war am AEG ein schlichter, konventioneller Bau geplant, ganz wie man es bei derartigen Vorhaben eben immer schon gemacht hat. Mit der beschlossenen Holzverschalung und den diskutierten Lamellen aus Holz erhält das Gebäude jetzt wenigstens Elemente nachhaltigen Bauens.

Gespannt darf man auf die weitere Bauausführung sein. Wird auch dabei auf Nachhaltigkeitskriterien geachtet oder dient die Holzfassade nur als Feigenblatt? Werden gesundheits- und umweltverträgliche Baustoffe verwendet? Kommt ein nachhaltiges Beschaffungswesen etwa für die Neu-Möblierung der Räume zum Tragen, das Landrat Stefan Rößle bei der Auftaktveranstaltung zur Nachhaltigkeitsstrategie zu Beginn des Jahres in Harburg postuliert hat?

Für einen Landkreis, der sich den 17 durchaus anspruchsvollen Zielen der Unesco für eine nachhaltige Entwicklung verschrieben hat, kann es künftig gar keinen anderen Weg mehr geben, als diese konsequent anzustreben und umzusetzen – nicht nur bei großen Bauprojekten. Alles andere würde die politisch Verantwortlichen unglaubwürdig machen.

Der dazugehörige Artikel: So soll der AEG-Anbau aussehen

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