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Schwimmen

13.04.2018

Der Landkreis soll einsteigen

Die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Ries stehen einer Zukunft des Almarins offen gegenüber, sagt der Vorsitzende der VG, Hermann Schmidt. Die Vertreter der Mitgliedsgemeinden sprachen am Donnerstagabend über das Mönchsdegginger Schwimmbad.

Bei einem Treffen der Bürgermeister der VG Ries geht es vor allem um das Almarin in Mönchsdeggingen. Auch die Bürger könnten den Vorschlägen nach mit einbezogen werden.

Hinter verschlossenen Türen gab es in den Räumlichkeiten der Verwaltungsgemeinschaft Ries in Nördlingen am Donnerstagabend vor allem ein Thema: das Almarin. Dass sich die Bürgermeister der VG treffen und austauschen, ist nicht ungewöhnlich. Doch eigentlich geht es dann um Fragen der Verwaltung oder Personalien. Weil die Menschen in der Region momentan vor allem über ein Thema sprechen, drehte sich die Diskussion diesmal hauptsächlich um das Mönchsdegginger Schwimmbad.

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Die Stimmung unter den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden sei grundsätzlich positiv, bewertet der Vorsitzende der VG Ries, Hermann Schmidt, die Besprechung. „Wir alle stehen einer Zukunft des Almarins offen gegenüber.“ Klar geworden sei bei der Sitzung, dass es den Gemeinden etwas wert sei, das Mönchsdegginger Bad zu erhalten. Doch es sei mehrfach betont worden, dass eine Deckelung der Kosten, die bei einer Beteiligung anfallen würden, von Bedeutung sei. „Es darf nicht in einer Situation enden, in der die Kosten uns über den Kopf hinaus wachsen“, sagt Schmidt.

Wie hoch eine Beteiligung der Gemeinden am jährlichen Defizit ausfallen könnte, hänge freilich davon ab, wie teuer der dauerhafte Betrieb und eine Sanierung ausfallen würden. Schmidt könnte sich vorstellen, dass jede Gemeinde einen Fixbetrag zuschieße, der an der Anzahl der Einwohner bemessen wird, und zusätzlich für jeden Almarin-Gast aus der Gemeinde einen Zuschuss zum Ticketpreis leiste. „So würden Almarin und Badegäste profitieren.“ Bevor man all diese Details planen könne, sei es notwendig, belastbare Zahlen für Sanierung und Betrieb zu ermitteln. Notwendig dafür seien auch ausführliche Gutachten zur Statik des Gebäudes und zum Brandschutz. „Wir dürfen uns jetzt nicht von den Emotionen leiten lassen“, mahnt der Amerdinger Bürgermeister. Es sei wichtig, das Projekt mit Nachdruck voranzutreiben, aber mit aller notwendigen Gründlichkeit die Rahmenbedingungen zu prüfen.

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Dass auf Landkreisebene eine Arbeitsgruppe einberufen werden soll, würden die Bürgermeister der VG Ries eindeutig begrüßen. Er stünde als Vorsitzender selbstverständlich zur Verfügung, bei den Beratungen mitzuwirken, so Schmidt. Bei der Planung solle man sich aber nicht nur auf die Variante eines „starren Zweckverbands“ konzentrieren, fordert der Vorsitzende der VG im Namen seiner Kollegen. Ein Kommunales Unternehmen, ähnlich dem für die Gesundheitsversorgung zuständigen gKU, sei beispielsweise auch eine Option. So könnte auch der Landkreis mit einsteigen, schlägt Schmidt vor. „Es wäre auch zu überlegen, ob der Landkreis nicht für alle Bäder die Zuständigkeit übernimmt.“ Dass es Möglichkeiten gebe, sehe man andernorts.

Einig seien sich die Bürgermeister darin gewesen, dass eine Bürgerbewegung wie in Mönchsdeggingen unterstützt werden muss. „Wir fordern ja immer, dass die Menschen sich positiv einbringen. Die Chance dürfen wir jetzt nicht verstreichen lassen“, sagt Schmidt. Für ihn sei denkbar, die Bürger mit „Förderbausteinen“ beim Almarin mit einzubeziehen. Ähnlich wie bei einer Genossenschaft könnten sie sich finanziell beim Schwimmbad beteiligen und würden dafür Vergünstigungen beim Eintritt erhalten. All diese Optionen müsse die Arbeitsgruppe nun prüfen. „Das ist eine schöne Herausforderung für uns alle“, sagt Schmidt, der sich zuversichtlich gibt. „Ich glaube, wir kommen am Ende zum Ziel.“

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