Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Der Zug fährt ständig weiter

31.07.2010

Der Zug fährt ständig weiter

Donauwörth/Nördlingen An der Ludwig-Bölkow-Schule Staatliche Berufsschule Donauwörth sind 320 Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der Erstausbildung verabschiedet worden. Die musikalische Gestaltung übernahm Gerhard Götz.

Schulleiter Winfried Schiffelholz beglückwünschte die Schüler zu ihrem bestandenen Abschluss und wies darauf hin, dass wohl einige von ihren Arbeitgebern übernommen werden würden, einige noch eine neue Stelle suchten, für manche ein Ortswechsel und die Trennung von "Hotel Mama" anstehe und einige sich beruflich vielleicht ganz anders orientierten.

Auch Donauwörths Bürgermeister Jörg Fischer gratulierte den Jugendlichen zu ihrer ersten abgeschlossenen Berufsausbildung und hob besonders die 27 Schüler aus Hauptschulen hervor, die aufgrund ihres guten Berufsschulzeugnisses den Mittleren Bildungsabschuss an der Berufsschule verliehen bekamen. Kreishandwerksmeister Karl Kratochvil beglückwünschte die Jung-Gesellen und forderte für die Zukunft aber auch ständiges Weiterlernen ein.

In der Festansprache beschrieb Peter Knoll, Personalleiter der Firma AGCO, Bäumenheim, die Situation der Absolventen als eine Zwischenstation ihres Berufslebens. Nun gelte es, den Anschlusszug nicht zu verpassen. Ähnlich wie in einem Bahnhof müssten sie sich immer wieder orientieren: "Bin ich mit meinem Wissen auf dem Markt gefragt? Sind diese Arbeitsaufgaben die passenden für mich? Füllt mich mein Beruf, die Tätigkeit aus? Könnte ich mehr, wenn ich nur dürfte?"

Der Zug fährt ständig weiter

Knoll führte weiter aus, dass die Jugendlichen unabhängig davon, welche Ausbildung sie nun heute abgeschlossen hätten, offen bleiben sollten für die Veränderungen im Berufsleben. "Gute Vorgesetzte schätzen es, wenn ihre Mitarbeiter aktiv sind, Beiträge leisten, Vorschläge geben und Veränderungen anstreben", so der Festredner.

Auch ein Studium aufzusatteln, sollte in Betracht gezogen werden. Und wenn der falsche Anschlusszug erwischt worden wäre, sollten sie nicht zögern, umzusteigen. Es gäbe dazu, spätestens wenn die viel besprochene Wirtschafts- und Finanzkrise vorbei sei, viele Möglichkeiten. "Nur etwas aus Ihren Möglichkeiten machen - das müssen Sie schon selbst."

In einer Powerpoint-Präsentation berichteten Schüler der Anlagenmechanikerklasse 10 mit ihrem Klassleiter Wilhelm Mühleidner über zwei Projekte, die sie im Rahmen ihres Fachunterrichts durchgeführt hatten. Einmal wurde eine alte, verrostete Parkbank wieder renoviert. Das fertige Prachtstück verschönert jetzt die Aula als Sitzgelegenheit für die Schüler. Im zweiten Projekt wurde ein alter Schleifstein zu einem Schaustück aufgerüstet, er war im Foyer der Aula ausgestellt.

Am Ende der Veranstaltung spendeten die Dekane Othmar Kästle und Johannes Heidecker den den kirchlichen Segen für die Absolventen und alle Anwesenden. Abschließend wurde die Bayernhymne gesungen. (pm)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren