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Die Altenpflege geht uns alle etwas an

David Holzapfel
Kommentar Von David Holzapfel
24.08.2020

Plus Der Bedarf an stationärer Pflege im Landkreis Donau-Ries steigt. Gleichzeitig holt uns der der Fachkräftemangel ein. Warum wir alle dabei die Leidtragenden sind, schreibt David Holzapfel in seinem Kommentar.

Vor nicht allzu langer Zeit war die Systemrelevanz eine Art Generalerkenntnis des Corona-Jahres. Im ganzen Land wurde Beifall geklatscht: für die Alten-, Kranken- und Kinderpfleger, also für jene, die den Laden, wie man so sagte, mit am Laufen hielten in einer Zeit des Stillstands. Dieses Klatschen ist schon jetzt verhallt. Dabei war die Pflege bereits vor der Pandemie systemrelevant. Nur wahrhaben wollte das bis dahin kaum jemand.

Die daraus resultierenden Probleme holen uns seit längerem ein. Der Landkreis Donau-Ries wird immer älter. Und mit dem Altersdurchschnitt steigt auch der Bedarf an stationärer Pflege. Im krassen Widerspruch dazu steht der Fachkräftemangel. Viele Einrichtungen suchen händeringend nach Auszubildenden, Hilfs- und Vollzeitpflegekräften. Es kommt zu Aufnahmestopps von Bewohnern. Wer ein Pflegeheim braucht, muss teils weit entfernt von seiner Heimat und seinen Angehörigen unterkommen.

Lösungen können nicht auf kommunaler Ebene im Landkreis gefunden werden. Vielmehr sind Bund und Länder gefordert, ein menschenwürdiges System zu schaffen. Die Leidtragenden sind die Pflegekräfte – und jene, die sie benötigen oder benötigen werden. Denn es ist doch so: Pflege geht uns alle etwas an.

Früher oder später.

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