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30.10.2009

Die Feuerwehr leistet uneigennützigen Dienst

Rain | arh | Der Aufgabenkreis der Feuerwehren wird immer größer und damit die Herausforderungen. Dies wurde bei der Versammlung des Bezirksfeuerwehrverbandes Schwaben im Pfarrsaal der Lechstadt einmal mehr deutlich. Bezirksvorsitzender Alfred Raible, Neu-Ulmer Kreisbrandrat, bezeichnete seinen Verband als Service- und Dienstleistungszentrum der Feuerwehren. Im Vordergrund stehe dabei, dass "wir auch übermorgen noch unseren Dienst ehrenamtlich leisten können".

Raible begrüßte die Blaulichtgenehmigung für Kreisbrandmeister, die Anhebung der Aufwandsentschädigungen und stellte positiv heraus, dass der Weg für den Feuerwehr-Führerschein geebnet sei. Als überfällig bezeichnete er die Ausführungsverordnung zum Feuerwehrgesetz.

Breiten Raum nahm bei allen Referenten die Einführung des Digitalfunks ein, da dessen Finanzierung weiterhin ungeklärt ist. Bezirksvorsitzender Raible führte dazu aus: "Mit Bestürzung haben wir vernommen, dass die Bayerische Staatskanzlei die gefundene Lösung der offenen Finanzierungsfrage beim Digitalfunk ablehnt und die Staatsregierung es in Kauf nimmt, dass die Kommunen weiterhin analog funken. Aus diesem Grund ist der Innenstaatssekretär Dr. Bernd Weiß zurückgetreten. Diesen Rücktritt bedauere ich sehr, denn ich habe Bernd Weiß als einen kompetenten, der Institution Feuerwehr aufgeschlossenen Innenstaatssekretär kennengelernt.

Kritik an Seehofer

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Die Haltung von Ministerpräsident Seehofer ist für uns aus fachlicher Sicht völlig unverständlich. Gerade bei Großschadensereignissen ist es sinnvoll, dass Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehren problemlos kommunizieren können. Dies ist ausgeschlossen, wenn die beteiligten Hilfsorganisationen mit unterschiedlichen Funksystemen agieren." Die 80 Delegierten aus den zehn Landkreisen und vier kreisfreien Städten Schwabens pflichteten diesen Ausführungen uneingeschränkt bei.

Georg Schmid, Fraktionsvorsitzender der CSU im bayerischen Landtag, unterstrich in seinem Grußwort, dass er zu den Feuerwehren stehe: "Sparen ist schon recht, aber man kann es auch übertreiben". Ebenso bekannten sich Vizelandrat Franz Oppel und Rains Bürgermeister Gerhard Martin zu den Hilfsorganisationen und deren uneigennützigen Dienst für die Bürger. Die Delegation der Regierung von Schwaben leitete Regierungspräsident Karl Michael Scheufele und unterstrich somit den hohen Stellenwert der Feuerwehren.

Auf Augenhöhe mit der Politik

Uwe Peetz, Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes, stellte heraus, dass die Vereinigung der Feuerwehren auf Augenhöhe mit den kommunalen Spitzenverbänden und der Politik sei. "Wenn es die Freiwilligen Feuerwehren nicht gäbe, wären bundesweit 2300 Berufsfeuerwachen erforderlich", so Peetz weiter. Mit Blick auf die rück-läufigen Geburtenzahlen rief er besonders auf, die Gewinnung Ehrenamtlicher zu intensivieren.

Bernhard Karl von der Feuerwehrschule Regensburg stellte die neue Leistungsprüfung "Technische Hilfeleistung" vor, die noch mehr an der Praxis orientiert sei. Bewährtes bleibt, das Spektrum wird weiter (beidseitige Verkehrsabsicherung) und vor allem dem eingesetzten Gerät angepasst.

Kreisbrandrat als Ehrenmitglied

In der Versammlung gaben auch Bezirksjugendwart Andreas Land (Memmingen), Frauenbeauftragte Annelies Lang (Augsburg), Schatzmeister Martin Schafnitzel (Pforzen) und die Kassenprüfer ihre Berichte ab. Das reibungslose Abstimmungsverfahren zeigte, dass der Bezirksverband gut geführt ist. Zum Ehrenmitglied ernannte Alfred Raible zum Abschluss den scheidenden Schatzmeister und Ostallgäuer Kreisbrandrat Martin Schafnitzel.

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