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Waldhaushalt

26.04.2011

Die Förster sind’s zufrieden

Rekordverdächtiger Holzpreis beschert sattes Plus

Bopfingen/Nördlingen 2010 war ein gutes Jahr für den Bopfinger Wald. Da waren sich der Leiter der Forst-Außenstelle Bopfingen, Werner Vonhoff, und Revierleiter Hans-Martin Lechler, die den Haushalt im Gemeinderat vorgestellt haben, einig. Hohe Holzpreise bescherten dem städtischen Forstbetrieb einen Überschuss von 70000 Euro.

„Der Holzmarkt boomt“, sagte Vonhoff. Der Festmeter Fichtenstammholz habe bis zu 100 Euro eingebracht. Der Preis für Buchenbrennholz betrug 56 Euro pro Festmeter und könnte laut Vonhoff in diesem Jahr sogar auf 67 Euro steigen. „Beim Buchenbrennholz ist die Nachfrage doppelt so hoch wie das Angebot“, sagte er. Überhaupt erweise sich Wald in Zeiten hoher Rohstoffpreise als hervorragende Geldanlage: „Sie können derzeit keinen Wald auf dem Markt kaufen“, so Vonhoff.

Selbst von den lange als unverkäuflich geltenden Schwarzkiefern auf dem Bopfinger Sandberg konnten im vergangenen Jahr 400 Festmeter verkauft und gefällt werden – zum Durchschnittspreis von 72 Euro. Vonhoff verwies auf die erfolgreiche Wertholzsubmission auf der Röttinger Höhe zu Beginn des Jahres. Hier habe der Festmeter Holz rekordverdächtige 380 Euro – und damit noch einmal 30 Euro mehr als im vergangenen Jahr – eingebracht: „Renner war die Eiche, aber auch Esche, Lärche und Douglasie haben sich gut verkauft.“

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Besonders freut sich Vonhoff auf die größte Forsttechnik-Messe Europas, die KWF-Tagung, die vom 13. bis 16. Juni 2012 größtenteils in den Wäldern rund um Bopfingen stattfinden wird.

Einer der Fachkongresse zur Tagung sei auch auf Schloss Baldern geplant. Allein 4000 Übernachtungen in Aalen, Nördlingen und Heidenheim müssten derzeit organisiert werden. Lechler verwies auf eine neue Einkommensquelle: Seit vergangenem Jahr können die Bopfinger Forstarbeiter nicht nur für Arbeiten in den 500 Hektar großen Bopfinger Wäldern, sondern auch im 700 Hektar großen Staatswald eingesetzt werden, wofür das Land die Stadt Bopfingen bezahlt. 43 000 Euro waren das im vergangenen Jahr.

2010 sei das dritte gute Jahr ohne Sturmschäden und Borkenkäfer gewesen, sagte Lechler. 2920 Festmeter Holz wurden in Bopfingen eingeschlagen, der Vorrat an Holz bleibt gleich, aber die Bestände sind derzeit eher jung: Fichten-Althölzer müssen erst nachwachsen.

Mehr als 10000 neue Pflanzen haben die Bopfinger Förster und Waldarbeiter 2010 auf einer Fläche eingesetzt, die sechs Fußballplätzen entspricht. Für dieses Jahr plant die Stadt mit einem Reingewinn von 45000 Euro bei einem durchschnittlichen Holzerlös von 66 Euro.

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