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01.07.2010

Die Geschichte wiegt zwei Kilo

Hohenaltheim Sie wiegt zwei Kilo, umfasst knapp 700 Seiten und hat 550 Fotos: Die lang ersehnte "Geschichte von Hohenaltheim und Niederaltheim" ist da. Auf dem Jubiläumsfest der beiden Feuerwehren am Wochenende ist der opulente Band erstmals erhältlich. "Was lange währt, wird endlich Buch! So könnte man die 25-jährige Entstehungsgeschichte unserer Dorfchronik auch betiteln. Ich freue mich mit vielen anderen, sie nun in Händen zu halten", so Friedrich Bauer. Als früherer Bürgermeister hatte er die Ortsgeschichte in die Wege geleitet.

1991 promovierte Wilfried Sponsel, heute Archivar der Stadt Nördlingen, an der Universität Augsburg über die Geschichte Hohen- und Niederaltheims. Diese Doktorarbeit wurde vom Autor überarbeitet, ergänzt und mit über 550 aktuellen und historischen Fotos versehen.

Spuren hinterlassen

Dazu Bürgermeister Wulf-Dietrich Kavasch: "Der Wellenschlag der Geschichte hat Hohenaltheim oft erreicht und seine Spuren hinterlassen. Unsere kleine Welt in den Verlauf der europäischen Geschichte einzubetten, das ist dem Autor besonders gut gelungen. Diese Ortschronik ist daher kein Dorfbuch im üblichen Sinne, sondern ganz auf die Historie gerichtet. Zudem haben viele Mitbürger bereitwillig ihre Fotoalben geöffnet und so dieses Schatzkästlein ergänzt."

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Zusammen haben Hohen- und Niederaltheim gerade einmal 630 Einwohner. Doch geschichtlich stehen die beiden kleinen Dörfer ganz groß da: Nicht nur Kelten und Römer hinterließen ihre Spuren, auch Mozart und Theodor Heuss waren zu Gast.

Den Siedlungskern bildete ein Fronhof auf dem Bergsporn, der heutige Straußenhof: Zusammen mit der Johanneskirche war er Teil einer Wehranlage. Im Jahre 916 fand hier unter König Konrad I. eine bedeutende Reichssynode statt. Im Dreißigjährigen Krieg wird Hohenaltheim dreimal geplündert, 1634 findet nur wenige Kilometer entfernt die Schlacht am Albuch statt.

Schöne Anlage

Ab 1711 erfolgt dann ein Aufschwung mit dem Bau des Rokoko-Schlosses durch den Fürsten von Oettingen-Oettingen. Heute ist die schöne Anlage mit Schlosspark im Besitz des Fürstlichen Hauses Oettingen-Wallerstein. Auf 200 Seiten spannt die Ortschronik einen weiten Bogen von der Frühgeschichte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Umfangreicher zweiter Teil

Im umfangreichen zweiten Teil widmet sich der Autor auf 500 Seiten der Dorfstruktur: Institutionen, Einwohnerentwicklung seit 1635, Leibeigenschaft, Rechts- und Sozialgeschichte sowie das Volksleben mit seinen Sitten und Bräuchen sind hier plastisch aufgeführt. (sam)

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