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20.06.2009

Die Glühbirne wird zur Kostenfalle

Nördlingen (bmi-) - Es blinkt, es blitzt, es leuchtet. Wenn die Sonne derzeit abends am Horizont verschwindet, beginnt die Nördlinger Mess' mit ihrer ganzen Kraft zu strahlen und die Kaiserwiese badet in einem Meer voller bunter Lichter.

Doch was sich für den geneigten Mess'-Bummler als wahrer Augenschmaus darstellt, ist für die Schausteller und Marktleute ein finanzieller Kraftakt. Allein die Stromkosten, die auf die Betreiber der besonders illuminierten Fahrgeschäfte zukommen, sind enorm. "Durch die immer höher werdenden Kosten bleibt bei uns immer weniger hängen", mahnte Uwe Lahrsberg, Vizepräsident des Bayerischen Landesverbandes der Marktkaufleute und Schausteller auf der Beschickerversammlung an.

Sparen ist also angesagt. Viele Schausteller versuchen mittlerweile, bei der Beleuchtung bares Geld einzusparen, damit nicht irgendwann endgültig "das Licht ausgeht". Sie ersetzen bereits die alten, stromfressenden Glühbirnen durch neue, sparsame LED-Lampen. Dabei ergeben sich jedoch gleich mehrere Probleme.

"Eine LED-Lampe kostet 2,70 Euro, eine herkömmliche Glühbirne nur 60 Cent", rechnet Egon Menzel vor. Sein Autoscooter wird von rund 20 000 Lampen beleuchtet. "Wir stellen Schritt für Schritt um. Alles auf einmal umzurüsten, wäre viel zu teuer", meint auch Christian Ewald vom "Breakdance No. 1". Sein Fahrgeschäft wird von rund 12 000 Birnen ins rechte Licht gerückt. "Diese Kosten würden sich erst nach mehreren Jahren amortisieren."

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Erfahrungswerte fehlen

Zudem sei die LED-Technik noch nicht ausgereift. "Es gibt noch keine Erfahrungswerte, wie lange solche Lampen im alltäglichen Schausteller-Geschäft tatsächlich halten", meint Menzel. Das Licht auf der Mess' bleibt also weiterhin ein finanzielles Risiko.

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