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Glaube

28.11.2017

Die Kirche in der Zukunft

Synode des evangelisch-lutherischen Dekanats Nördlingen im Fokus des großen Beratungsprozesses. Eine „Pensionierungswelle“ kommt auf die Landeskirche zu

Natürlich war das Lutherjahr noch ein großes Thema auf der Herbstsynode des evangelisch-lutherischen Dekanats im Nördlinger Gemeindezentrum – Dekan Gerhard Wolfermann blickte auf eine Veranstaltungsreihe zurück, deren Resonanz zum Teil die Erwartungen weit übertraf und ihren Höhepunkt im ökumenischen Gottesdienst auf dem Albuch und dem Dekanatsfest auf dem Nördlinger Marktplatz fand.

Doch man ruhte sich auf keinen Lorbeeren aus – es ging um die Zukunft, konkret den Beratungsprozess im Kooperationsausschuss der drei Rieser Dekanate Nördlingen, Oettingen und Donauwörth. Er ist eng mit der Landeskirche verbunden und soll gezielt ein Konzept für die schwierige Zukunft erarbeiten – so werden in einer künftigen „Pensionierungswelle“ jährlich 150 bis 200 Stellen in der Landeskirche wegfallen und nur 50 neue Pfarrer nachkommen. Dabei gelte es, Notlösungen zuvorzukommen.

Bei Sensibilität für bestehende Strukturen seien Kooperationen und Fusionen angesagt, wie die bereits erfolgte gemeinsame Geschäftsführung mit Pappenheim, Wassertrüdingen, Ansbach und Rothenburg. Es gibt finanzielle Anreize für Zusammenschlüsse, so werde bei einem gemeinsamen Kirchenvorstand mehrerer Gemeinden der Zuweisungsschlüssel um fünf Punkte erhöht. Die geplante Zeitschiene mit Abschluss in einem Jahr zu den Kirchenvorstandswahlen sah Dekan Wolfermann als „sehr sportlich“, obwohl er persönlich den Prozess sehr stark mit angestoßen habe. Wolfermann freute sich über sehr positive Stimmen aus dem Gremium, die über Erfahrungen mit einer gelungenen Umstrukturierung berichteten oder eine noch bessere Ausschöpfung der Potenziale in den Dekanaten vorhersagten.

In seinem Rückblick sah der Dekan als Hauptthemen neben dem Lutherjahr die Umsetzung von Verwaltungs-Vorschriften zur Erwachsenenbildung sowie den teils sehr gut laufenden Innovationsprozess.

Landessynodalin Christa Müller wies auf die sehr individuell gestaltete Seelsorge hin, was unter anderem einen Wandel der Bestattungskultur durch differenziertere Wünsche mit sich bringe. Bei Presse- und Öffentlichkeitsarbeit herrsche vor allem in Hinsicht auf neue Medien noch großes Gefälle zwischen den Gemeinden und es gelte, einiges neu aufzugreifen. Die Verwaltungsreform werde noch lange andauern; Hauptziele seien Entlastung der Pfarrer und gerechtere Angebotsstruktur in der Kirche insgesamt.

Pfarrer Jochen Maier erläuterte detailliert die Abläufe der Kirchenvorstandswahl 2018, zu der in Gemeindebriefen und -Veranstaltungen Information und Motivation geliefert werden soll. Präsidiumsmitglied Marlene Bissinger hatte die Tagung, der ein Gottesdienst in der Georgskirche vorausgegangen war, eröffnet; Karl Essig schloss sie offiziell ab.

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