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19.10.2019

Die Klarinette ist Oliver Körners Leidenschaft

Oliver Körner ist seit einem Jahr Stadtkapellmeister der Nördlinger Knabenkapelle.
Bild: Foto: Szilvia Izsó

Plus Der 30-Jährige ist Nördlinger Stadtkapellmeister und leitet die Knabenkapelle.

Seit dem Schuljahr 2018/2019 leitet Oliver Körner die Knabenkapelle als Stadtkapellmeister und Nachfolger von Georg Winkler. Er wurde als Sohn einer Musikerfamilie in Augsburg geboren und heimste schon zu Schulzeiten bei Wettbewerben wie „Jugend musiziert“ Auszeichnungen ein. Er ist inzwischen „Master of Music“ in den Hauptfächern Klarinette und Bassklarinette, beide Studiengänge hat er mit der Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen. Trotz seiner erst 30 Lebensjahre hat er schon in zahlreichen Orchestern gespielt, als Lehrer gearbeitet und etliche Konzertreisen weltweit absolviert.

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Wie fühlt es sich an, jetzt in Nördlingen quasi „sesshaft“ geworden zu sein? Er fühle sich sehr wohl hier, sagt Oliver Körner, und zwar vom ersten Tag an. Anfangs hatte er noch vor, seinen Lebensmittelpunkt wieder nach Augsburg zu verlegen. Doch das sei jetzt „komplett vom Tisch“. „Wir fühlen uns sehr wohl, Nördlingen ist eine tolle Stadt, es ist viel geboten und wir wollen hier schon länger bleiben.“ Dazu komme, dass er auch von seinen neuen Schützlingen, der Knabenkapelle, durchweg positiv aufgenommen worden sei. Die jungen Musiker und er gehen respektvoll miteinander um und für ihn ist es ein tolles Miteinander. Auch musikalisch. Zunächst stand ja zu befürchten, nachdem er im ersten Jahr nach dem Abschlusskonzert 18 aktive Musiker verloren hatte, dass die Qualität nicht zu halten sein würde. Aber nach zwei intensiven Proben war klar, dass der Verlust gut aufzufangen sein würde. Ein Glücksfall.

Körner unterrichtet Klarinette und Saxofon

Oliver Körner selbst unterrichtet alle Klarinetten und als Zweitinstrument Saxofon. Es gibt im Orchester Einzelunterricht, Orchesterspiel mit Vorstufenorchester und Ensembles (Bläser, Saxofon und auch ein Klarinettenquartett), die für die Ausbildung eminent wichtig sind. Sein Steckenpferd „Almrausch“ (mit dem er am 19. Oktober in der Alten Schranne konzertiert) ist, wie er sagt, „neben meiner Frau das Wichtigste, was ich aus NRW mitgenommen habe“, es ist seine Musikerfamilie. Er hat damals in Köln studiert und mit diesem Ensemble (allesamt Profimusiker, die Sängerin ist ausgebildete Opernsängerin) sein Studium finanziert. Mittlerweile sind seine Bandfreunde in alle Winde zerstreut und es ist für sie nicht einfach, gemeinsam aufzutreten. Beispiel: Der Gitarrist wohnt in Spanien, er kommt extra wegen des Nördlinger Konzertes aus Barcelona angereist. Der Trompeter spielt in einem Orchester in Frankreich. „Es wird natürlich nicht einfacher, aber wir wollen, so lange es geht, zusammen spielen“.

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Almrausch ist bei einer Uni-Party entstanden

Angefangen hatte alles bei einer Semester-Eröffnungsparty in Köln bei einer Art „rheinischem Oktoberfest“. Der schräge Name – Almrausch – ist aus einer spontanen Laune heraus entstanden, „aber er gehört zu uns dazu, wir wollen ihn nicht ändern, obwohl er gar nichts aussagt darüber, was wir machen.“ Was macht dann also „Almrausch“? Neudeutsch würde man Crossover sagen, meint Oliver Körner, „wir spielen Egerländer, Polkas, alles mit Augenzwinkern natürlich, und auch viele gecoverte Popsongs im Stil von „Global Kryner“ oder „Mnozil Brass“, Abgeh-Musik mit viel Speed und Spaß. Dazu Filmmusik, Klezmer, Kurt Weill etc. Alles in allem viel komplexer, als man hinter dem Namen vermuten würde“.

Oliver Körner und „Almrausch“ sind live zu hören und zu sehen am 19. Oktober in der Alten Schranne Nördlingen. Beginn ist um 20 Uhr.

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