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Projekt

25.03.2015

Die Marke Donauries

Um Fachkräfte in die Region zu ziehen, will der Landkreis eine Marketingkampagne starten. Die Wirtschaft soll dabei ihren Beitrag leisten

Wer ans Allgäu denkt, dem kommen wohl grüne Wiesen in den Sinn, kauende Kühe, eine schöne Berghütte aus altem, verwitterten Holz und ein Teller dampfende, duftende Kässpätzle. Und wer ans Donau-Ries denkt? Der soll künftig auch ein Bild im Kopf haben – denn der Landkreis will die Marke Donauries entwickeln. Auf den Bindestrich soll dabei übrigens bewusst verzichtet werden. In der Sitzung des Kreistages am Montag stellte Stefan Wieschebrock vom Landratsamt den aktuellen Stand der Planungen vor.

Und dabei wurde Wieschebrock sehr konkret: So könnte es beispielsweise künftig ein Willkommenspaket für alle Neu-Donau-Rieser geben oder eine Botschafter-Kampagne. Dabei sollen führende Unternehmer oder auch „ganz normale“ Bürger in kleinen Videos über das Donau-Ries sprechen, die dann im Internet veröffentlicht werden. Das Allgäu habe damit gute Erfahrungen gemacht, so Wieschebrock. Auch ein Newsletter, unter anderem für ehemalige Donau-Rieser, ist angedacht. Darin soll nicht nur über Veranstaltungen in der Region informiert werden. Auch aktuelle Stellen- und Praktikaangebote könnten so veröffentlicht werden. Das ganze kostet natürlich auch Geld: Rund eine Million Euro steht derzeit im Raum. Man habe bereits Gespräche mit der Wirtschaft geführt, so Wieschebrock. Die Idee ist: Auf jeden Euro, den die Wirtschaft gibt, legt der Kreis einen weiteren oben drauf. Denn: Mit der Markenkampagne sollen auch Fachkräfte in die Region gelockt werden. Landrat Stefan Rößle betonte, die Entwicklung der Marke sei für ihn ein zentrales Thema, dem er eine riesen große Bedeutung zumesse. Von den Fraktionen gab es im Kreistag einhellig Zustimmung zum Projekt. Peter Schiele, Sprecher von CSU/AL-JB, sagte, klappern gehöre eben auch dazu. „Wichtig ist mir, dass die Marke nicht nur ein Logo bleibt, sondern das mehr dahinter steckt.“ Die Wirtschaft müsse ihren Beitrag leisten.

Ursula Straka betonte, die SPD stehe dem Prozess offen gegenüber – doch es müssten noch einige Fragen geklärt werden. Zum Beispiel, wer für was zuständig sei, schließlich gebe es auch noch das Ferienland und das Regionalmanagement. Die Idee der Marke Donauries bewertete Helmut Beyschlag (PWG/FDP) positiv. Jedoch: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Konkurrenz nicht schläft.“ Andreas Becker verwies darauf, dass auch die Kommunen etwas von der Marke hätten – etwa wenn sie das Logo kostenlos nützen würden – den kommunalen Anteil aber der Landkreis Donau-Ries stemme.

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Weitere Themen der Sitzung:

Die grün-soziale Fraktion hatte einen Antrag gestellt, eine Resolution zu den Freihandelsabkommen TTIP, CETA und Tisa zu verabschieden. Darin wird unter anderem kritisiert, dass diese Abkommen das Ziel hätten, die Macht weg von demokratisch gewählten Politikern hin zu multinationalen Konzernen zu verschieben. Das stelle einen massiven Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung dar. Zudem seien die kommunalen Spitzenverbände nicht in die Verhandlungen eingebunden. Der Kreistag stimmte der Resolution einstimmig zu.

Der Landkreis Donau-Ries stellt einen Antrag, damit das Regionalmanagement auch bis 2018 gefördert wird.

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