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Musik

17.11.2017

Die Stadtjazzerey wird 25

Seit 25 Jahren gibt es die Stadtjazzerey (von links): Kurt Moll (E-Piano), Hermann Häring (Posaune), Peter Hoenke-Eisenbarth (Sax), Josef Lutz (Schlagzeug), Thomas Seitz (Klarinette, Sax), Thomas Pichl (Bass), Burkhard Hock (Trompete, Gesang), Karl-Heinz Reisacher (Gitarre, Banjo). Im Schrannensaal gab die Combo jetzt ein unvergessliches Konzert.
Bild: Mack

Einst startete die Gruppe mit einem Repertoire von vier Liedern. Im Nördlinger Schrannensaal gab sie jetzt ein unvergessliches Jubiläums-Konzert

Es begann alles vor genau 25 Jahren. Aus der einstigen Big Band der Rieser Musikschule entstand 1992 der Grundstock der jetzigen Nördlinger Stadtjazzerey. Bei ihrem ersten Konzert in Lauchheim bestand das Repertoire noch aus überschaubaren vier Liedern, die dann auch mangels Masse zweimal gespielt wurden. 25 Jahre später präsentierte die Nördlinger Stadtjazzerey einem ausverkauften Schrannensaal einen unvergesslichen Konzertabend, der völlig zu Recht mit „standing ovations“ gekrönt wurde. Das Jubiläumskonzert verdankt seine Entstehung einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen Nördlinger Kulturforum und Stadt Nördlingen.

Ihre Musik ist einfach mitreißend gut gespielt. Ob Dixieland oder Swing, Blues oder auch mal ein Rocktitel – alles wurde in der langen Bandgeschichte ausprobiert und fand auch Eingang ins Programm. Wie bei allen guten Jazzbands üblich, teilt sich auch die Stadtjazzerey in eine Bläser- und in eine Rhythmusgruppe. Beides gehört natürlich zusammen wie der linke und der rechte Schuh und ist ohne den anderen sinnlos.

Burkhard Hock ist der „spiritus rector“ der Gruppe. Meisterlich ist nicht nur sein Trompetenspiel, auch die meisten Arrangements gehen auf ihn zurück. Zudem verfügt er über eine unnachahmliche Art, durchs Programm zu führen. Und gut singen kann er auch noch, wie er immer wieder unter Beweis stellt. Für die Tiefen im Blech ist Hermann Häring zuständig. Sein Ton an der Posaune ist samtig weich und von bestechender Genauigkeit. Beste Soloeinlagen auf der Klarinette und Saxofon, quirlig und virtuos gespielt sind das Markenzeichen von Thomas Seitz und Peter Hoenke-Eisenbarth. Sie runden das Bläserquartett ab.

Sowohl im Jazz als auch in der Klassik zu Hause ist Kurt Moll am E-Piano. Er gibt dem Ensemble den nötigen harmonischen Unterbau. Zudem ist er zusammen mit Thomas Pichl am Bass für den richtigen Groove zuständig. Rockige Soli und ausgefeilte Jazzakkorde an der Gitarre und Banjo kommen von Karl Heinz Reisacher. Fehlt noch der Schlagzeuger. Josef Lutz zaubert an diesem Abend ein Solo auf die Bühne, dass einem Hören und Sehen vergeht. Klasse. So was hört man nicht alle Tage.

Einmal in Fahrt gekommen, sind die Musiker auch nach 25 Jahren nicht zu stoppen und ihre Spielfreude scheint an diesem Abend grenzenlos zu sein. Ob „Royal Garden Blues“, „Andachtsjodler“ oder „In the mood“ von Glenn Miller, jede Nummer gelingt vorzüglich und lässt die Stimmung im Saal weiter steigen. Zum Schluss hält es keinen der Zuhörer mehr auf den Sitzen und drei Zugaben sind Beweis genug für einen rundum herausragenden Jazzabend.

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