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Tradition

05.09.2019

Die Stadtmauerfeste im Lauf der Zeit

Freuen sich über den neuen Kalender zum Stadtmauerfest: (vordere Reihe von links ): Erich Seitz, Andrea Kugler, Wolfgang Holik, Kurt Seidel, Frieder König, Hermann Dollmann sowie (hintere Reihe von links) Hans Höhn, Dr. Oliver Kranert, Alfred Ullrich, Oberbürgermeister Hermann Faul, Alt-Oberbürgermeister Paul Kling und Heinz Friedl.

Die Museumsgruppe C.H. Beck stellt ihren insgesamt 14. Kalender vor. Welche Motive zu sehen sind und welche Besonderheit es als Zugabe gibt.

Pünktlich vor Beginn des Nördlinger Stadtmauerfestes hat die Museumsgruppe C.H. Beck ihren mittlerweile 14. Kalender der Öffentlichkeit vorgestellt. Gemeinsam hatte die Gruppe um Wolfgang Holik entschieden, für 2020 einen Kalender der zurückliegenden Stadtmauerfeste zu erstellen. Dabei hat die Firma C.H. Beck wieder die Kosten für Papier, Pappe und Spiralbindung übernommen, die Bilder wurden im Offset gedruckt und die Routiniers der Museumsgruppe haben das Kalendarium, die dazugehörigen Texte, Gestaltung und Satz in der alten Technik produziert.

Jedem Monat ein Stadtmauerfest gewidmet

Aus dem reichhaltigen Fundus des Fotohauses Hirsch wurden in mühsamer Kleinarbeit Fotos gesichtet und festgelegt, so dass jedem Kalendermonat jeweils ein Stadtmauerfest gewidmet werden konnte. Wolfgang Holik bedankte sich während der Vorstellung bei allen, die zum Gelingen beigetragen hatten, vor allem der Geschäftsleitung von C.H. Beck, aber auch Altoberbürgermeister Paul Kling und Oberbürgermeister Hermann Faul, die mit „liebevollen“ (so Wolfgang Holik) Grußworten das Projekt unterstützt haben.

Dann erklärte er den Aufbau des Kalenders: Beginnend mit dem Januar (Stadtmauerfest 1987) bis zum Dezember, das den Zapfenstreich von 2016 zeigt, sind ein, zwei oder vier Bilder je Blatt zu sehen. Man wollte einen Querschnitt durch die vergangenen Feste darstellen, mit Bildern von Mitbürgern, die sich in prunkvolle historische Gewänder gekleidet und somit das Stadtleben von damals präsentiert hatten. Natürlich gehören auch Bilder von Bürgern dazu, wie zum Beispiel Stadtsoldaten, Landsknechte und viele längst vergessene Berufe, die zu dieser Zeit aktiv ausgeübt wurden. Zum Schluss seiner Ausführungen wies Holik darauf hin, dass der Preis ohne die Sponsoren und die viele ehrenamtlich Arbeit statt zwölf Euro mindestens 50 Euro kosten würde.

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Nördlinger Stadtmauerfest als Kitt für das Heimatgefühl

Oberbürgermeister Hermann Faul bedankte sich für die Arbeit und zeigte sich überzeugt, dass den Machern der Kalender „aus der Hand gerissen“ werde, zumal sich die Nördlinger mit dem Fest aber auch mit der „Beck’schen“ in ihren Mauern identifizieren würden. Paul Kling erinnerte an die Anfänge des Festes und zeigte sich heute noch überrascht davon, „welch eine Ausdehnung es inzwischen erfahren hat“. Und er bezeichnete die Tradition Stadtmauerfest als „Kitt für das Heimat- und Gemeinschaftsgefühl der Stadt“.

Zum Schluss präsentierte die Museumsgruppe noch ein ganz besonderes „Zuckerl“, das man als Zugabe für den Kalenderverkauf beim Stadtmauerfest entwickelt habe: ein kleines weißes, handgemachtes Kästchen, das überraschend schwer ist und eine Original-Druckform der Museumsgruppe enthält. So, wie früher eben gedruckt wurde und mit dem Text: „Mehr als das Blei in den Gewehrläufen hat das Blei in den Setzkasten die Welt verändert…“. Liebevoll gemacht und die zwölf Euro mehr als wert, das es im Verkauf kosten soll. Zusammen mit dem Kalender soll das Kästchen sogar nur insgesamt 20 Euro kosten.

Wie immer spendet die Museumsgruppe einen großen Teil der Einnahmen: in erster Linie für die Aktion „Klasse 2000“ des Lions Club, aber auch an den Historischen Verein für Nördlingen und das Ries.

Das Programm zum Nördlinger Stadtmauerfest und alle weiteren Informationen gibt es hier: Stadtmauerfest in Nördlingen 2019: Termin, Programm, Eintritt

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