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28.11.2019

Doch noch ein Mitarbeiter in Nördlingen?

Hauptausschuss diskutiert über Jobcenter

Nach der Meldung, dass das Jobcenter in Nördlingen ab Mitte März schließen wird, gab es von einigen Bürgern Proteste auf Facebook. Das Ende des Jobcenters war auch im Nördlinger Hauptausschuss Thema.

Grund für die Schließung ist laut Geschäftsführerin Ingrid Eicher, dass die Dienststelle in Nördlingen mit der in Donauwörth zusammengelegt und am dortigen Standort weitergeführt werden soll (wir berichteten). Zudem sei die Kundenzahl gesunken. Vier der fünf Mitarbeiter in Nördlingen werden nach Donauwörth wechseln, einer wird in den Ruhestand gehen.

Die SPD-Fraktion Nördlingen hat im Hauptausschuss am Montag einen Antrag vorgelegt, der Gründe aufzeigt, warum die Einrichtung – wenn auch mit zeitlich reduzierten Beratungsangeboten – in Nördlingen erhalten bleiben muss. Fraktionssprecherin Rita Ortler geht im Antrag vor allem auf die benachteiligten Nördlinger ein, die künftig an den öffentlichen Nahverkehr gebunden sind, um zum Jobcenter nach Donauwörth zu kommen.

Oberbürgermeister Hermann Faul teilte den Stadträten in der Sitzung mit, dass die Nachricht Eichers ihn selbst überrascht habe. 2014 habe die Stadt dem Jobcenter noch einen Mietnachlass für die Räume im Mahlsch’en Haus gewährt. „Es muss nicht sein, dass die eh schon Benachteiligten noch mehr benachteiligt werden“, sagte Faul.

Thomas Mittring (Stadtteilliste) schlug einen Sprechtag mit festen Zeiten vor, um die Präsenz in Nördlingen zu erhalten. Faul fasste die Reaktionen der anwesenden Stadträte zusammen: „Wir sind uns einig, dass der Service in irgendeiner Art und Weise in Nördlingen angeboten werden muss“.

Eine Möglichkeit wäre, dass zu bestimmten Zeiten ein Mitarbeiter des Jobcenters in Nördlingen anwesend wäre. Der Oberbürgermeister kündigte an, zu dem Thema noch einmal mit den Beteiligten des Jobcenters zu sprechen.

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