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Donau-Ries
14.05.2016

Nördlinger Stadtrat protestiert, weil Donauwörth "Oberzentrum" werden soll

Nördlinger Kommunalpolitiker fordern, dass nicht nur Donauwörth allein Oberzentrum wird, sondern mit Nördlingen zusammen.
Foto: Archiv/Wolfgang Widemann

Die Staatsregierung will Donauwörth zum Oberzentrum machen. Nördlingen fühlt sich übergangen, der Stadtrat stemmt sich in einer Resolution gegen Minister Söder.

Dass im Nördlinger Stadtrat Tacheles geredet wird, ist nichts Neues. Dass sich die Stadträte dabei aber so einig sind, schon: Einstimmig verabschiedete das Gremium am Donnerstagabend eine Resolution. Darin fordern die Kommunalpolitiker, dass nicht nur Donauwörth allein Oberzentrum wird, sondern mit Nördlingen zusammen. Wortwörtlich heißt es in dem Schreiben, das unter anderem an den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer geschickt werden soll: „Mit Überraschung, Verwunderung und Enttäuschung nimmt der Stadtrat jedoch zur Kenntnis, dass im Entwurf des Landesentwicklungsprogramms lediglich die Stadt Donauwörth als Oberzentrum vorgesehen ist und die zweite Große Kreisstadt im Landkreis Donau-Ries, die Stadt Nördlingen, keine Berücksichtigung findet.“

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.05.2016

Kurzinfo für Torsten Baumann: David Wittner, Chef von Touristik Nördlingen erklärt, "dass jeder, der einen längeren Aufenthalt mit dem Wohnmobil in Nördlingen in Betracht ziehe, die Möglichkeit habe, auf dem nächstliegenden Campingplatz bei der Ringlesmühle bei Utzmemmingen zu übernachten" . . .

Utzmemmingen gehört zum Ferienland Donau-Ries, Bopfingen zählt ebenso zum Nördlinger Ries.

Danke an Marcel Leidel, Sie haben vervollständigt was ich vergessen habe zu erwähnen. Auch die Fachakademie, fortführende Schule bei Maria Stern, hat ihre Wichtigkeit. Die vielen Museen - Rieskrater, Kulturland Maihingen. stadtnahe Geotope usw., davon kann Donauwörth nur träumen. Das Eisenbahnmuseum ist einzigartig, über die Grenzen hinaus bekannt.

So nach und nach fällt mir immer mehr ein . . .

Wir haben das geschafft - und wir schaffen noch sehr viel mehr!!

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17.05.2016

Erst mal Danke Herr Baumann für Ihren überaus belehrten Beitrag.

Ich frage mich schon was Sie bei diesem Thema noch nicht verstanden haben... Anstatt hier wild mit Argumenten gegen Nördlingen um sich zu werfen, sollten Sie sich klar machen:

a) Was ist der Unterschied zwischen einem "Oberzentrum" und einem "Mittelzentrum" und was macht ersteres aus.

b) Was - in Gottes Namen - hat Donauwörth, abgesehen von der Verkehrsanbindung, damit sich diese Stadt von unserem Nördlingen absetzen kann???

Da Frau Kaellner schon Vorarbeit geleistet hat und wunderschöne Argumente für UNSER Nördlingen fand und aufzählte, möchte ich dies nur noch mit einem Punkt ergänzen:

Nördlingen ist ein Hochschulstandort!!!

Nun zu einer Ihrer Aussagen:

Eine Stadt, lebt von Ihren Bürgern! Und Sie wollen uns hier wissen lassen, dass Donauwörth als Oberzentrum besser geeignet wäre, weil man von dort in 30 Minuten am Augsburger Königsplatz steht? Was hat eine Stadt davon, wenn Ihre eigenen Bürger für alle Aktivitäten nach Augsburg oder München fährt, nur weil durch die zugegeben optimalere Anbindung der Anfahrtsweg erleichtert wird???

Eine Stadt, lebt von Ihren Bürgern! Wir haben in Nördlingen ein wundervolles Vereinsleben in den verschiedensten Bereichen und in Donauwörth wird ein Verein nach dem anderen entweder ganz in den Boden gestampft oder der Betrieb teilweise eingestellt weil sich die Mitglieder "auswärts" engagieren.

Ein Grundvoraussetzung für ein Oberzentrum sind Bürger die sich mit der Stadt verbunden fühlen und nicht weglaufen sobald sie können...

Mit einer Entscheidung gegen Nördlingen und für Donauwörth, würde man nur noch einen größeren Keil zwischen die beiden Städte unseres Landkreises treiben. Die Situation in unserem "Donau-Ries" ist ohnehin eine Schwierige, weil man kaum Gemeinsamkeiten hat und eher voneinander abgeneigt ist. Dazu kommt, das selbst der Name unseres Landkreises keine Gemeinsamkeiten aufweist. - Das Ries grenzt faktisch mit keinem Quadratmeter an die Donau...

Was spricht denn gegen ein gemeinsames Oberzentrum? Gegen eine gemeinsame Zusammenarbeit?

Meiner Meinung nach wäre es sowohl Politisch, als auch für die Entwicklung unserer Stadt und unseres Landkreises das Beste, würde man ein gemeinsames Oberzentrum benennen.

Eins muss ich aber noch los werden... Sie freuen sich über eine Diskussion zu diesem Thema. In einer sachlichen Diskussion hat Sarkasmus nichts verloren. Und Ihre Aussage "Wir schaffen das!" in Bezug auf strittige politische Handlungen können Sie das nächste mal auch lassen...

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17.05.2016

Hallo junger Mann,

ja, was ist der Unterschied zwischen einem Ober- und Unterzentrum? Man könnte googeln und man wird dann auf Begriffe wie Raumordnungsgesetz, Infrastruktur, Wirtschaftsgeographie, ökonomische Struktur, Einzugsbereich, Konsumverhalten etc. stoßen. Nur um die von Ihnen gestellte Frage a) auch tatsächlich zu beantworten. Beschäftigt man sich dann näher mit diesen Begriffen, beantwortet sich auch Frage b). Herr Söder ist ja nun auch nicht gerade auf der Brennsuppe daher geschwommen und hat schon auch seine Gründe.

Nur ein kleines Beispiel: Wer nach Mitternacht in Nördlingen ungeplant strandet, hat ein echtes Problem... Ein Durchreisender, der spät Nachts in Nördlingen ankommt, findet wo an der Strecke unproblematisch ein 24-Stundel-Motel zum Schlafen? Er wird nirgends unterkommen, selbst nach Suche in der Stadt nicht. In Bäumenheim fährt er nur schnell mal raus auf den Autohof.

Recht haben Sie mit dem Hochschulstandort, das ist eine tolle Sache. Allerdings noch so neu, dass das ganze erst in naher Zukunft im Oktober beginnt und noch sehr begrenzt ist. Sehr begrüßenswert und hoffentlich ein dauerhafte zukünftige Sache, die sich aber erst etablieren und beweisen muss.

Ich erkenne an, dass Sie als Nördlinger Bürger sehr patriotisch für die Stadt eintreten, meinen Respekt. Das verleitet einen allerdings auch zu subjektiver Sichtweise und steht sachlichen Erwägungen im Wege. Daher verzeihe ich Ihnen auch Ihren etwas emotionalen Ton. Ich persönlich bin kein Nördlinger, wie Sie sich denken können - und beanspruche für mich daher eine etwas objektivere Sichtweise.

Tja, was wähle ich jetzt als Schlußwort, damit ich genauso sachlich wie Sie bleibe, Ihnen nicht wieder einen sarkstischen Aufreger biete und Sie mir wieder das Wort verbieten wollen? Ach nein, ich lass das, ganz wie Sie sich das gewünscht haben.

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17.05.2016

Also dann fasse ich zusammen:

- wir haben ein Freibad- einen Campingplatz, der allerdings nicht zu Nördlingen gehört, sondern ins benachbarte Baden-Württemberg
- einen Minigolfplatz
- einen Sportplatz mit Park
- eine Ladestation für E-Bikes

Dann kommen hinzu (Horst B.): ein Kino, ein Wochenmarkt, eine schöne Fußgängerzone

Jaaa......ok....ich bin überwältigt.....

Ich muss jetzt verdammt aufpassen, dass ich nicht sarkastisch werde ... statt dessen gebe ich Ihnen recht, wir haben ein wirklich schönes, lebenswertes Städtchen.

Aber ... wenn man ehrlich ist, all diese Dinge, die rechtfertigen offensichtlich kein "Oberzentrum" - wahrscheinlich auch nicht den fetten Touristenboom - da sind gänzlich andere Kriterien gefragt.

Obwohl, Herr Seehofer hat ja jetzt für uns (Wähler) Partei ergriffen und vielleicht bekommen wir ja doch aus politischen Gründen, was uns sachlich sonst verwehrt bliebe.

Also, wir schaffen das!

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15.05.2016

Wir haben einen sehr schönen Campingplatzschon vergessen Torsten Baumann? Oder nicht wissen? Die Ringlesmühle, gleich hinter Utzmemmingen gelegen, großzügig angelegt mit allem DRUM und DRAN, inmitten schöner Natur mit einem natürlichen Kneippbecken, Ballspielplätzen, 2 Minuten zur Röhrbachmühle, 5 Minuten mit dem Auto in Nördlingen evtl. zum Solarfreibad.

Ja, wir haben das Solarfreibad an der Südseite der Marienhöhe gelegen, dem Naherholungsgebiet der Bevölkerung. Ein Minigolfplatz am Berger Tor, mehrere sehr gut bestückte Spielplätze, den stadtnah gelegenen Sportpark.

Wenn dann der Teich auf diesem Gelände zum Badeteich umfunktioniert werden würde – das wär`s, das wäre tatsächlich eine super Idee, oder etwa nicht? :-)

Ich hätte, habe so meine Ideen – und da fällt mir noch das mit dem Segway ein. Mit dem Touristik Büro hinter dem Rathaus in Verbindung setzen. Auch damit kann man die Stadt problemlos und erholsam erkunden, und auch manches Geotop flott erreichen.

Ladestation für E-Bikes gibt es inzwischen auch in der Stadtmitte. Puh, jetzt komme ich wieder ins Schwärmen für mein Nördlingen, mein Ries.

Wir sind eine ganz besondere Ferienregion, das muss man schon sagen. Dinkelsbühl ist ganz nett – eher sehr kurz im Durchqueren – mit sehr wenig Stadtmauer – der Weihnachtsmarkt ganz niedlich, aber mit unserem absolut kein Vergleich.

Ehrlich, der Nördlinger Weihnachtsmarkt kann sich tatsächlich sehen lassen mit seinen beleuchteten Lindenbäumen und – und – und . . .

Rothenburg ist schon größer und bietet mehr ALTES und auch Romantisches.

Ich bin beinahe täglich auf dem Kirchturm Daniel, komme mit vielen Menschen ins Gespräch. Daher kenne ich auch die Ansicht vieler Touristen - die haben genau auch diese Meinung. Wir sind ein großartiges Urlaubsstädtchen, ein Teil vom Ferienland Donau-Ries, in bayerisch Schwaben gelegen.

Und das Hotel in der Stadtmitte? Da müsste die Stadt selbst mal investieren, dem Besitzer unter die Arme greifen in Sachen Renovierung. Das würde sich tatsächlich lohnen.

Unser Nördlingen ist fortlaufen ausgebucht - so erzählt man mir seitens der Besucher. Sie haben sehr oft Mühe einen Schlafplatz zu bekommen.

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15.05.2016

Danke Frau Kaellner, auch Sie sehen den Bedarf an Einkaufsmöglichkeiten in Nördlingen. Also, lieber Stadtrat, laßt auf den Döderlein-Parkplatz H&M, DM und C&A ran ... wohnen können die Leute auch außerhalb. Dieser Platz ist stadtnah und noch fußläufig, fasst Deininger Straße und Löpsinger Straße zusammen, bindet die Nürnberger Straße an. Auch mit dem Auto sehr gut zu erreichen, Parkplätze ... eine echte Sünde, diesen Platz anders zu nutzen... viel zu schade für Wohnhäuser!!!

Allerdings, Frau Kaellner, Sie bestätigen mir auch, dass Nördlingen als Mittelzentrum genau richtig eingestuft wird. Arbeiten in München, gemütlich mit der Bahn (wie oft umsteigen?) ins entschleunigte gemütliche Nördlingen. Unser schönes Ries soll nicht mit Infraktstruktur zerschnitten werden, sondern Urlaubsland sein.

Guter Vorschlag, abseits der echten Zentren vielleicht sogar das einzige Kriterium, auf das man sezten sollte. Nur leider, auch da fällt mir nicht positives ein. Dinkelsbühl, Rotenburg - sind ebenso schön und touristisch wesentlich besser erschlossen. Unser Alleinstellungsmerkmal, die Stadtmauer, nun ja, um die ist man in einer Stunde herum. Man sieht es, Touristen halten sich in Nördlingen nur stundenweise auf.

Hotels, Motels? Überwiegend kleine Pensionen, im Zentrum ein heruntergekommenes Hotel ....Leute, schaut diesbezüglich mal nach DKB oder Rotenburg! Ein schönes Bad (Termal-Freizeitbad) - Fahrradverleih, E-Bikes, etc etc???

Außerdem fehlt uns das Wasser - wer in unsere Region kommen möchte, der wählt das 30 Minuten entfernt gelegende Gunzenhausen. Und besucht Nördlingen im Rahmen eines Tagesausflugs.

Am besten läuft unser Wohnmobilplatz. Weil er billig ist. Aber zu klein, den baut man trotzdem nicht aus. Wo bleibt ein richtiger Campingplatz?

Nein, ich fürchte, auch als Ferienregion können wir nicht den ganz großen Wurf machen. Schon gar keine jungen Leute locken.

Also hat Frau Kaellner recht: Bei uns ist es schön, gemütlich und lebenswert - also geben wir uns damit zufrieden und geben zu, dass wir auf dem Lande leben und halt nur ein Mittelzentrum sind. Dafür gibts dann halt keine Gelder, aber das schafffen wir schon!

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14.05.2016

Seit 1950 lebe ich in Nördlingen, habe viele Veränderungen erlebt und vielleicht auch ertragen (müssen) – z.B. die schulischen, mal waren Mädchen und Buben getrennt, dann evangelisch und katholisch, Schulstufen wurden fortlaufend verändert und umbenannt.

Auch die städtischen, sei es das städtische Innenleben – in meiner Jugend war die Mess` noch innerhalb der Stadt - wie auch die Veränderungen rund um Nördlingen.

Zuerst wurde jede Veränderung skeptisch beäugt, vorsichtig versucht – und letztendlich für gut befunden. Nördlingen hat sich verändert und verändert sich fortlaufend. Ja und ich kann behaupten, dass sehr viele Bürger jetzt im Nachhinein fast alles für gut befinden.

Wie waren wir doch gegen die Verlängerung der Fußgängerzone, und auch gegen das neumodische, glatte Straßenpflaster. Nördlingen macht sich, und das ist gut so. Nördlingen schläft nicht!!! Für meine Generation muss ich sagen – es passt.

Für meine Jugend? Meine Kinder und Enkel? Meine Kinder wohnen mit ihren Familien in der Innenstadt, lieben deren Flair – würden sich aber mehr vernünftige Autofahrer wünschen. Vor allen Dingen das abendliche, laute Dauerrasen vorbei an ihren Häusern (30 km/h sind eigentlich Vorschrift) ist nervig.

Meine Enkel (23,20) arbeiten gerne auswärts (München) – kommen aber sehr gerne und sehr oft in das heimatliche, ruhige Rieser Leben, treffen Freunde. Übrigens, sie sind Kunden der Bahn – Auto muss nicht sein. Die jüngeren Enkel gehen noch zur Schule und haben auch da in Nördlingen viele Möglichkeiten.

Was meine Kinder und Enkel vermissen, das sind bessere Einkaufsmöglichkeiten – nur immer Müller Markt und Steingass, das ist nicht das Wahre. Also wird regelmäßig in Aalen und auch Heidenheim eingekauft. Es locken New Yorker, H&M, R&L Ruppert, Rossmann, dm, usw. . . .

Ja, es ist mir bewusst, in der Innenstadt von Nördlingen geht das nicht. Die Ladenflächen sind zu klein. ABER wir wär es mit einem großen Einkaufszentrum am Rande der Stadt? Das wäre ein sehr starker Anziehungspunkt für manchen „Fremdkäufer“. Nebenbei würde dann sicher auch noch ein Besuch in der Innenstadt anstehen. Meiner Meinung nach würden noch mehr Besucher nach Nördlingen kommen.

Und die Straßen, die Anbindungen an das Entfernte? Muss denn alles noch schneller werden? Die einzigartige Rieser Landschaft noch mehr durchtrennt werden? Das Ferienland Donau-Ries, das ganz besondere Urlaubsland soll sein Gesicht behalten.

Die herrliche Gegend möchte Großstadtmenschen „entschleunigen“ – und das kann schon bei der Reise durch unser Ries geschehen.

Ja und mal ganz ehrlich: Donauwörth ist schön - aber Nördlingen ist sehr viel schöner, gemütlicher und auch liebens - und lebenswerter :-) Ist meine Meinung . . .

Übrigens, nicht vergessen - wir leben CittaSlow

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14.05.2016

Lieber Herr Baumann,

1.) WER wollte denn die A91 NICHT haben? Geschäftsleute und Landwirte. Und was haben die gemeinsam?Sie sind entweder tot und/ oder insolvent (Zitat eines Oettinger Kommunalpolitikers).

2.) Sie verzetteln sich im Kleinklein, welche Strasse x zu welcher Strasse y führt und wie schnell und gut daß Internet ist ( daß hat ganz andere Gründe: Telekom = Platzhirsch und dann die restlichen Anieter.....)

Meines Erachtens wird das Nördlingen Ries seit Jahren systematisch von dem donauanliegenden Südteil des Landkreisen abgehängt. Aber was hat Donauwörth ausser der Airbus Niederlassung wirtschaftlich zu bieten? Nicht auszudenken, wenn da einmal eine Flaute eintritt.... Musste man nicht in Donauwörth eine Nachbesserung des Haushaltes vornehmen? Ist man nicht in Donauwörth dabei, der Innenstadt mit der Errichtung des Konsumtempels am Bahnhof vielleicht weiteren Schaden zuzufügen? Welche von den beiden grossen Kreisstädten hat einen florierenden Wochenmarkt? Welche ein modernes Kino? Welche eine Fußgängerzone, die auch diesen Namen verdient?

Lebensqualität hat in erster Linie wenig mit guter Verkehrsanbindung zu tun, sondern mit den Rahmenbedingungen, die der Mensch zu einem zufriedenstellenden Leben braucht.

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14.05.2016

Oh schön, dass sich doch noch eine Diskussion entwickelt.

Egal wer es war, die die Autobahn nicht wollten ... etc. es kommt immer darauf an, was am Ende unterm Strich herauskommt. Und da ist es halt Tatsache, dass das Ries und Nördlingen - auch wenn es der Nördlinger gar nicht gerne hört - weit abgeschnitten auf dem Lande ist. Wer hier auf die Autobahn will oder muss, der muss erst mind. eine halbe Stunde fahren. Wer in eine große Stadt möchte, muss 55 Minuten (Augsburg) oder 1,5 Std. München, Stuttgart fahren. Wer auf einen Flugplatz will/muss, der muss.....fahren...fahren...

Daher ist strukturelle Anbindung das A und O. Daher haben Sie Recht, dass uns DON abhängt, denn die autobahnähnliche Anbindung an Augsburg und die A8 ist genau der entscheidende Punkt, zuzüglich ICE im Bahnbereich.

Von M. und A. aus geht es also relativ schnell und vor allem komfortabel auf Sechs/Vierspurigen Straßen nach DON - nach Nördlingen sind es halt noch viel mehr Kilometer, die sich ziehen, und Nördlingen hätte genau deswegen sehr viel mehr danach trachten müssen, dass die B25 komplett vierspurig und ohne Ortsdurchfahrten ausgebaut wird.

Zumal ... ja wie bereits erwähnt - im Norden die Welt ersteinmal irgendwie aufhört, zu existieren. Da ist die Kreisstraße um Hohlheim herum besser ausgebaut, als die B25 nach der Bezirksgrenze bei Fremdingen.

Also kein Wunder, dass man DON bevorzugt. DON hat nur Airbus - ja was hat denn Nördlingen zu bieten? Vergessen Sie bitte nicht das Donauwörther Umland: Fendt und Zott.

Der Wochenmarkt ist toll. Keine Frage, aber das allein wird jetzt nicht gerade den großen Ausschlag geben, uns zum Oberzentrum zu machen. Kino? Das DON-Kino ist auch nicht schlechter. Unseres ist aufgrund seiner Monopolstellung vom Service her unter aller Kanone. Kein Vorzeigeprojekt. Und auch sonst, eine schöne Fußgängerzone, ok, tausend Cafes, aber das macht kein Oberzentrum aus und was Sie unter Lebensqualität verstehen, dürfte wahrscheinlich nicht ganz zu den Kriterien passen, die die Macher in München vorgeben.

Mehr denn je heißt Lebensqualität auch Innovation, modernes, junges Leben. Die jungen Leute wollen gut ausgebildet sein, wollen weiterführende Schulen und Unis, wollen entsprechende Jobs in der Region und/oder schnell dorthin fahren können. Moderne Freizeitangebote, Breitband als Kabel, Mobilfunk und WLAN. Wo haben wir denn Freizeitangebote für jungen Menschen? Wo kann man hier nach zehn Uhr noch Essen gehen? Ist vll. in DON nicht viel besser - aber man ist in halt in 30 Minuten am Königsplatz.

Da ist was anderes gemeint, als durch den Wochenmarkt zu schlendern und in unser tolles Kino zu gehen. In allen Ehren, dass dies Ihnen das ausreicht, um daraus eine zufriedenstellende Lebensqualität zu ziehen, ich fürchte, das reicht nicht aus.

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14.05.2016

Tja, dann müssen alle jungen Menschen nach München ziehen - nur werden es sich auf Grund der Lebenshaltungskosten nur Wenige von ihnen leisten können, dort zu leben. Und übrigens: Ihre sog. "Macher" kommen zu uns auf das Land - fahren dicke SUVs (nenne ich Privatpanzer ) - weil ihnen die Stadt zu laut, zu hektisch und zu stressig ist. Nun, und Fendt ist wahrscheinlich auch nicht durch Zufall amerikanisch geworden. Und Zottprodukte esse ich nicht mehr, weil da die Qualität auch schon besser war.

Wir werden in ein paar Jahren sehen, wohin die Reise führt.

Herr Baumann, ich danke Ihnen für diese kleine Diskussion, wünsche Ihnen Schöne Pfingsten und nicht zu viele Staus auf den immer mehr verstopften Straßen.

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14.05.2016

Vielen Dank für die - wenn auch kurze - Diskussion. Nein, die jungen Leute wollen eben wegen der Lebenshaltungskosten, wie Sie richtig bemerken, nicht alle nach München ziehen. Sondern Sie möchten schnell mal dorthin fahren können. Um zur Schule zu gehen, zu arbeiten, in den Urlaub zu fliegen und zu arbeiten. Meine drei Kinder müssen aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung alle drei außerhalb des Rieses zur Arbeit fahren/fortziehen. Für sie gab es keine oder nur sehr wenige Arbeitsplätze hier. Und nochmal, Arbeitsplätze werden nicht durch den schönen Wochenmarkt generiert, sondern vor allem durch gute (Verkehrs-)Infrakstruktur.

Das ist doch im großen wie im kleinen. Hier im Ries wollen/können nicht alle in Nördlingen wohnen und bevorzugen dann Orte wie Wallerstein, Deiningen, Reimlingen und nicht Fremdingen oder Wechingen ... aus genau denselben Gründen.

Wenn Nördlingen verkehrsmäßig besser angebunden wäre, würde die Stadt vll. etwas größer sein, mehr Angebote bieten - wäre sie deshalb stressiger? Weil es dann vll. Lokale gäbe, in denen man nach 10 Uhr Essen kann oder mehr Nachtlokale für junge Menschen? Wäre es hektischer, weil man am Döderlein-Parkplatz statt Wohnungen einen grossen Drogeriemarkt hätte und man dazu nicht nach DON fahren muss?

Ihre Ansicht in Ehren, seien Sie mir nicht böse, aber meiner Meinung nach ist es genau diese Einstellung, die uns den Anschluß verpassen läßt.

Aber ok, lassen wir das, wie Sie bereits bemerkten, wir werden sehen, wohin die Reise führt.

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14.05.2016

Oberzentrum Nördlingen?

Nördlingen hat zu lange geschlafen. Angefangen damit, dass man vor 40 Jahren die A91 durch das Ries nicht haben wollte, hat man zugelassen, dass NÖ mit zweitklassigen Dreisspurigen Straßen aus Richtung DON angebunden wurde - nichts halbes und nichts ganzes. Sichtbare Herabstufung für jeden, der DON Richtung NÖ verlässt und wieder mit Tempo 100 oder 60 hinter Lkws ins Ries zuckeln muss.

Und aus der anderen Richtung? B466 nach Nürnberg und B 25 nach Dinkelsbühl haben bestenfalls das Niveau von Staatsstraßen und führen durch jedes Dörflein durch. Beides Bayern, wo man Einfluss haben könnte und auf Ausbau und Anbindung R. Norden hätte drängen müssen. Nichts dergleichen geschah.

Zur Autobahn via B29 - Württemberg - da fehlt der Einfluss - da tat und tut sich ebenfalls nichts.

Strukurelle Anbindung - man beachte wie sich Orte wie Ellwagen oder Gersthofen entwickeln - ist gefragt. Das hat Nördlingen verschlafen. Die Ortsumfahrung Süd-Ost hat erst ab Wallerstein Niveau und Umfahrung West existiert nicht.

Statt einen langen Wunsch nach einem großen Drogeriemarkt (noch fußläufig) am Döderlein-Gelände umzusetzen, dort Verkauf, Handel und Gewerbe bei Beibehaltung der Parkplätze (Parkhaus, Tiefgarage) zu planen und Deininger Straße via Lerchenstraße mit der Löpsinger/Nünrberger Straße zu verbinden und einen Fußgängering zu erschließen, werden dort Wohnungen auf viel zu teurem Platz gebaut.

Breitbandausbau, Mobilfunkausbau, öffentliche WLAN - alles eher zweitklassig oder nicht vorhanden.

Und Presse und öffentliche Diskussion? Hier auf dem Online-Forum? NULL.

Das sagt doch alles. Gute Nacht Nördlingen. Ach ja, damit das überhaupt jemand liest, können Sie dies ruhig in der Print-Ausgabe bringen. Vielleicht wacht ja jemand auf...

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14.05.2016

Ist doch wieder ein Grund mehr, nicht mehr die CSU zu wählen. Dass die Herren Rössle und Fackler sich für den nördlichen Landkreis einsetzen, kommt dem Versuch der Quadratur des Kreises gleich.

Wenn in Nördlingen heute noch die CSU den Oberbürgermeister stellen würde, hätte wohl die Stadt sich nicht so weit entwickelt, wie sie heute ist:...

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