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Versammlung

17.04.2015

Dorfsanierung sorgt für Gesprächsbedarf

Die umfangreiche Kanalarbeiten in der Dorfmitte haben eine komplette Straßensperrung zur Folge.
Bild: Jim Benninger

Es ist die größte Baumaßnahme in der Geschichte von Bühl: Die Hauptstraße wird erneuert, und das ist noch nicht alles. Das Interesse der Bürger ist riesig.

Nahezu ein Drittel aller Bürger eines Ortes auf ihrer Versammlung – wo gibt’s das? In Bühl. In dem 230-Einwohner-Ortsteil von Alerheim füllten sie nun gut ihr Dorfzentrum. Kein Wunder, ging es doch um eine der größten Baumaßnahmen in der langen Ortsgeschichte. Seit Anfang dieses Jahres wird der Kanal in einem Großteil der Hauptstraße erneuert, Wasserleitungen und Stromleitungen sollen folgen, dann neue Gehwege gepflastert und schließlich die Kreisstraße neu aufgebaut werden und eine neue Einmündung bekommen. Darüber informierten nun in zweieinhalb Stunden Alerheims Bürgermeister Christoph Schmid und der Ingenieur. Reinhard Pfost vom Nördlinger Ingenieurbüro Trautmann die interessierten Bürger.

Bereits in der Endphase sei der Kanalbau, dem werde sich bald die Bayerische Rieswasser und die EnBW anschließen, sagte Bürgermeister. Danach gehe es an die Verbreiterung der Gehwege auf je 1,5 Meter, womit die Straße leicht verengt werde, auf sechs Meter. Aufgeweitet werde sie jedoch in der Kurve am Ortsausgang nach Rudelstetten. Dort werde es mit dem Abriss der alten Schwalbmühle sowie Umgestaltung der Ortseinfahrt auch die größten sichtbaren Bühler Baumaßnahmen geben.

Klar, dass diese auch die meisten Fragen, Einwände und Diskussionen zur Folge hatten. Doch der Umbau müsse sein, führte Pfost aus. In ihrer jetzigen Form biete die Einmündung eine unzulängliche Verkehrssituation, weil zwei Straßen spitz aufeinander zuliefen. Man habe vor, die Einmündung zu verbreitern und damit Dorfausfahrenden mehr Sicht zu geben. Ins Dorf Einfahrende aus Rudelstetten, wie auch aus Heroldingen, sollen durch die neue Form abgebremst werden. Zudem könne man dort mit einer neuen Grünfläche und der Neugestaltung des „Schwalbmühlen“-Areals dem Dorf eine neue Visitenkarte geben. Für einen Kreisverkehr sei der Platz dort aber zu klein, sagte Pfost zu weiteren Ideen.

Für die Gestaltung des Abrissgeländes gebe es am 6. Juni von neun bis zwölf Uhr eine weitere Infoveranstaltung an gleicher Stelle. Dabei möchte das Kirchheimer Planungsbüro Godts Ideen und Vorstellungen der Teilnehmer in einem Arbeitskreis zusammenfassen. Dies sei Grundvoraussetzungen einer Förderung durch das Amt für ländliche Entwicklung.

Außerdem soll beim Dorfzentrum eine Querungshilfe eingebaut werden; abgeschrägte Randsteine werden mit acht Zentimeter nicht mehr so hoch wie die alten sein, für die Bushaltestelle gibt es ein sogenanntes Kasseler Bord. Wie es letztlich mit dem Ausbau der Straße weitergeht, hänge von der Zuweisung der Förderungen ab, sagte Pfost. Es könne darum sein, dass man sich im Winter mit einer Behelfsdecke zufrieden geben müsse und die endgültige Trag- und Deckschicht der Landkreis erst im kommenden Jahr machen lassen kann.

Letztlich informierte Bürgermeister Schmid ausführlich über die Alerheimer Straßenausbausatzung und die Verbesserungsbeiträge, die dadurch auf die Anlieger zukommen. Diese übernehmen 35 Prozent der geschätzten 363000 Euro Ausbaukosten, die Gemeinde 65 Prozent. Dadurch kommen auf jeden Quadratmeter beitragspflichtiger Fläche 2,45 Euro. Die erste Rate an die Gemeinde über 50 Prozent werde erst 2016 fällig, weitere 30 Prozent ein Jahr später und der Rest 2018.

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