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B25

22.05.2015

Dritte Spur sorgt für Ärger

Ein Knackpunkt in den Planungen für den dreispurigen Ausbau der B25 zwischen Möttingen und Nördlingen ist die Enkinger Kreuzung. Noch ist nicht klar, wie der Ortsteil künftig angebunden werden soll.
Bild: Bernd Schied

Die Bundessstraße soll ausgebaut werden. Warum das einigen Landwirten nicht passt

Möttingen Heinrich Kopp ist immer noch nicht überzeugt. Warum soll das nur 4,5 Kilometer lange Teilstück der B25 zwischen Möttingen und Nördlingen mit einem Riesenaufwand und Millionen Euro an Steuergeldern auf drei Spuren ausgebaut werden? „Das braucht’s nicht“, sagt der Landwirt aus Enkingen und bringt damit die Haltung einer ganzen Reihe seiner Berufskollegen zum Ausdruck. „Am besten alles so lassen, wie es ist.“

Die Landwirte hätten überhaupt kein Verständnis dafür, dass für eine Straße wertvolles Ackerland geopfert werden soll. Insbesondere dann, wenn Enkingen über das Möttinger Gewerbegebiet angebunden werden sollte. Nicht viel besser verhielte es mit einer Brücke über die B25 und einer Schleife in den Ort. Auch bei einer solchen Lösung würden Grundstücke quer durchschnitten.

Keine Vorstellung habe er bezüglich des jüngsten Vorschlages, mit Rampen eine Anbindung zu schaffen, sagt Kopp.

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Freilich sind Kopp und seine Berufskollegen nicht so blauäugig zu glauben, sie könnten mit ihren Bedenken den Ausbau der B25 verhindern. Möglicherweise aber beeinflussen. „Man sollte beispielsweise darüber nachdenken, mit dem Straßenausbau erst nach der Enkinger Abzweigung zu beginnen und nicht bereits am Ortsausgang von Möttingen“, sagt Kopp. Dadurch würde der Konflikt entschärft und man benötige im Verlauf der Strecke nur noch zwei Übergänge – an der Abzweigung nach Grosselfingen und die Anbindung des Heuweges von Reimlingen her.

Gerhard Östreicher, der mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb in Möttingen direkt an der Bundesstraße liegt, räumt ein, in der Frage des B-25-Ausbaus bisher noch unschlüssig zu sein. Einerseits müsse der Sicherheitsaspekt bei der Überquerung der B 25 von Enkingen her berücksichtigt werden. Demgegenüber stehe jedoch ein erheblicher Landverbrauch. Klar sei für ihn, dass die Landwirte die Möglichkeit erhalten müssten, die Straße mit ihren Fahrzeugen so sicher wie möglich überqueren zu können. Anfreunden kann sich Östreicher mit dem Vorschlag seines Kollegen Kopp, die Ausbaustrecke erst nach der Enkinger Kreuzung zu beginnen und das Teilstück bis zum Ortsanfang Möttingen unverändert zu belassen. Für akzeptabel hält es Östreicher, die Trasse nach einem Ausbau für landwirtschaftliche Fahrzeuge ab 40 Stundenkilometer zuzulassen. Eine reine Kraftfahrstraße, wie etwa bei der Umgehung Wallerstein, sei für ihn kein Thema. „Wo sollen die Landwirte denn sonst fahren?“

Der Nördlinger Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange (CSU), auf dessen Einfluss hin eine ursprünglich vorgesehene Parallelstraße zur B 25 in einer Breite von sechs Metern als Feld und Radweg wieder gestrichen wurde, versteht die Anliegen der Landwirte und hält deshalb an der 40-km/h-Lösung fest. „Sollte dies nicht gehen, müssen wir halt die Straße für alle landwirtschaftlichen Fahrzeuge frei geben“, sagt Lange. Im übrigen gehe er davon aus, dass man letztendlich zu einer einvernehmlichen Lösung für den dreispurigen Ausbau zwischen Möttingen und Nördlingen komme.

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