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Egerviertel: Dieses Projekt wird die Altstadt verändern

Egerviertel: Dieses Projekt wird die Altstadt verändern
Kommentar Von Martina Bachmann
17.01.2020

Deshalb müssen die Nördlinger nicht nur ausführlich informiert werden - sie müssen auch darüber diskutieren dürfen, meint Martina Bachmann.

Nur weil jetzt Wahlkampf sei, schimpfte ein Nördlinger diese Woche, müsse man doch dieses tolle Projekt nicht derart zur Diskussion stellen. Gemeint hat der Mann das geplante Egerviertel auf dem ehemaligen Ankerareal. Recht hatte er nicht.

Wahrscheinlich schwingt bei dem ganzen Thema derzeit tatsächlich ein bisschen Parteipolitik mit – nicht zuletzt, weil Sebastian Haag auf der Stadtratsliste der CSU kandidiert. Doch nur, weil Wahlkampf ist, muss das Egerviertel nicht zum Thema werden. Sondern aus einem ganz anderen Grund: Das Egerviertel verändert ein ganzes Quartier in der Nördlinger Altstadt.

Neue Gebäude werden hochgezogen, der Blick von der Stadtmauer und vom Stadtgraben wird verändert. Zahlreiche Menschen werden auf einem ehemaligen Industriegelände wohnen, auf dem seit mehr als drei Jahren nichts mehr produziert wurde. Eine große Kindertagesstätte wird einziehen, Eltern werden ihre Söhne und Töchter dorthin bringen, ein Gelände im Stadtgraben wird zum Spielplatz werden. Die Zahl der Autos, die der Radler und die der Fußgänger in diesem Bereich wird deutlich zunehmen. Wer dem Egerviertel positiv gegenüber steht, sagt: Dieser Bereich Nördlingens wird wiederbelebt. Wer das Projekt ablehnt, sagt: Das ist zu viel, zu groß, zu mächtig.

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Zu welcher Fraktion man auch immer gehören mag, eines ist sicher: Alle Entscheidungen in Sachen Egerviertel müssen genau überdacht und mit viel Umsicht getroffen werden. Denn wie sensibel die Nördlinger beim Thema Innenstadt sind, hat die Debatte um den Anbau an die Grundschule Mitte gezeigt. In nicht-öffentlicher Sitzung zahlreiche Ausnahmen von der neuen Altstadtsatzung durchzuwinken, wäre da das falsche Signal. Dass es jetzt eine öffentliche Bauausschusssitzung zu dem Thema geben soll, ist richtig. Genauso wie die Entscheidung, eine Informationsveranstaltung für alle Nördlinger am kommenden Montag in der Alten Schranne anzubieten.

Den Bericht zum Thema finden Sie hier: Egerviertel: Gefahr für die Stadtmauer?

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