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Historischer Verein

12.02.2018

Ein Archäologe für den Landkreis?

Kommunale Zuständigkeiten seien aber zu beachten. Vorstand ist zufrieden mit den steigenden Mitgliederzahlen und mit der Resonanz auf das Programm

Die Mitgliederversammlung des Historischen Vereins für Nördlingen und das Ries im Arthotel Ana Flair brachte im Anschluss an einen „kleinen“ Neujahrsvortrag von Dr. Wilfried Sponsel zur „Bettstattpfründ“ neben der üblichen Vereinsroutine auch interessante Neuigkeiten. In ihrem einleitenden Bericht konnte sich die Vorsitzende Andrea Kugler nicht nur über einen voll besetzten Saal freuen, sondern auch über unaufhaltsam steigende Mitgliederzahlen: 33 Eintritte im Jahr 2016, 26 im Jahr 2017 und im gerade angelaufenen Jahr schon fünf Neumitglieder haben die Mitgliederzahl auf 327 anwachsen lassen.

Zufrieden zeigte sich die Vorsitzende mit der Resonanz, die das reichhaltige Veranstaltungsprogramm des abgelaufenen (Reformations-Gedächtnis-) Jahres gefunden habe. Wohlgeordnete Finanzen haben es trotz umfangreicher Aktivitäten dem Verein ermöglicht, sich als erster Verein mit einer dem Gemeinnützigkeitsgebot entsprechenden Zustiftung an der „Bürgerstiftung Lebendiges Bayerisches Ries“ zu beteiligen.

Der zweite Vorsitzende Dr. Wilfried Sponsel stellte im Rahmen des Vorstandsberichts den Fortgang des Projekts „Erhalt historischer Begräbnisstätten“ dar und zeigte auf, wie immer wieder historisch oder künstlerisch interessante Grabsteine restauriert und neu versetzt werden, und wie die Initiative auch darüber hinaus zur würdigen Gestaltung des historischen Nördlinger Friedhofs beitrage.

Der langjährige Schatzmeister Siegfried Thum war im abgelaufenen Jahr noch kommissarisch tätig gewesen und erstattete den Kassenbericht. Er wurde mit Dank verabschiedet, und Kathrin Link aus Nördlingen wurde einstimmig zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Somit ist der Verein jetzt auch formal wieder gut aufgestellt.

Zwei Mitglieder brachten eigene, vereinsnahe Themen zur Sprache: Günther Holzhey, Direktor des medienhistorischen Museums „augenblick“, sucht Unterstützung und lädt interessierte Personen ein, sich bei ihm zu melden. Gerhard Beck, bekannt als Lokalhistoriker der Rieser Gemeinden, wandte sich mit Unterstützung des Vorstandsmitglieds Manfred Luff an die Versammlung und sprach sich dafür aus, dass der Historische Verein beim Landkreis Donau-Ries darauf hinwirken solle, dass die Planstelle eines Kreis-Archäologen geschaffen wird. Andere Landkreise mit vergleichbar interessanter Geschichte hätten diesen Schritt bereits getan. Außerdem sei die Einrichtung eines archäologischen Depots notwendig, weil sich bei den ehrenamtlichen und Amateurarchäologen immer mehr Fundstücke sammelten, die es wert seien, registriert und gesichert zu werden. Die Vorsitzende schloss sich diesem interessanten, zukunftsweisenden Vorschlag an. Allerdings seien die kommunalrechtlichen Zuständigkeiten zu beachten. Informell habe sie Landrat Rößle bereits mit dem Anliegen bekannt gemacht.

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