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Freizeit

14.10.2019

Ein Bikepark für Oettingen?

So könnte eine Pumptrack-Strecke in Oettingen aussehen. Eine Umsetzung hängt davon ab, ob die Stadt das Projekt finanzieren kann.
Bild: Robin Specht/Radquartier

Plus Im Bauausschuss werden konkrete Vorschläge für die Anlage vorgestellt. So viel würde der Bikepark kosten.

Ein Bikepark in Oettingen wäre schon eine coole Sache, hieß es bereits im vergangenen Jahr bei einer Jugendbürgerversammlung. Die Stadtverwaltung nahm dieses Anliegen der Jugendlichen dann ernst und unternahm erste Schritte in Richtung einer möglichen Realisierung. Davon ist man freilich noch ziemlich weit weg. Aber immerhin gibt es mittlerweile konkrete Vorschläge, wie eine solche Anlage aussehen könnte. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurden diese von Robin Specht, Geschäftsführer der Firma Radquartier aus dem fränkischen Gattendorf, ausführlich vorgestellt und stießen bei Bürgermeisterin Petra Wagner und den Ausschussmitgliedern auf eine positive Resonanz.

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Die Umsetzung eines solchen Projektes beim Krautgartenweg, das mittlerweile neudeutsch als „Pumptrack“ bezeichnet wird, hängt freilich davon ab, ob die Stadt sie finanzieren kann. Immerhin stehen für eine eigens für Oettingen konzipierte Anlage Kosten von 181000 Euro brutto im Raum. Ohne staatliche Zuschüsse, eventuell aus dem Topf der Städtebauförderung, wäre sie nach übereinstimmender Meinung der Ausschussmitglieder nicht umsetzbar.

Vor diesem Hintergrund ist auch der nächste Schritt der Verwaltung, bei der Regierung von Schwaben die Zuschussfrage zu klären, bevor man sich in den Gremien intensiver mit dem Vorhaben beschäftigt.

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Der Bikepark in Oettingen wäre ein altersübergreifender Begegnungsort

Unter einer Pumptrack-Anlage versteht man eine Mountainbike-Strecke, auf deren Rundkurs man sich ohne zu treten durch Hochdrücken des eigenen Körpers fortbewegt. Robin Specht schlägt für Oettingen eine 170 Meter lange Runde vor, auf der sich nicht nur Biker, sondern auch Laufräder der Jüngsten und sogar Rollstühle bewegen können.

„Es würde sich um einen altersübergreifenden Begegnungsort handeln“, betonte Specht. Die Anlage selbst hätte eine Größe von 1500 Quadratmetern auf einer Gesamtfläche von 2500 Quadratmetern. Voll gewährleistet wäre die entsprechende Entwässerung. Zudem sei die Strecke „wartungsarm“ und bei freiem Eintritt nutzbar.

„Für ihre Stadt sehe ich damit einen gesellschaftlichen Mehrwert. Gut wäre es, wenn von Anfang an die Jugend in das Projekt mit integriert würde, um eine hohe Identifikation mit der Anlage zu erreichen“, betonte Specht.

"Alleinstellungsmerkmal" für Oettingen

Bürgermeisterin Wagner zeigte sich überrascht über die Vielfältigkeit einer solchen Strecke. Für Oettingen wäre sie zweifellos ein „Alleinstellungsmerkmal“, das wohl viele Nutzer von außerhalb anlocken würde.

CSU-Sprecher Klaus Winter äußerte sich grundsätzlich positiv zu dem von Radquartier angebotenen Paket. Für seine Fraktion sei jedoch die Abklärung möglicher Fördermittel ein wesentlicher Aspekt. Martina Krommrei (SPD) fragte nach dem Pflegeaufwand. „Gering“, sagte Robin Specht. Rudi Löhe (CSU) bekräftigte die Wichtigkeit einer Vermarktung, falls der Pumptrack realisiert werden könne. Radquartier stehe hierbei gerne unterstützend zur Seite, versprach Specht. Auch die Parkplatzfrage werde sich lösen lassen, meinte Rathauschefin Wagner auf eine Frage von Georg Wiedemann (SPD) und verglich die Situation mit der am Freibad bei entsprechendem Wetter.

Nach Abklärung der Zuschussfrage wollen sich die Stadtratsgremien erneut mit dem Thema befassen. Weiterhin bestehen bleiben soll der Skaterplatz, was auch der Wunsch der Oettinger Jugendlichen ist. Vor der Sitzung im Rathaus informierte sich der Ausschuss bei Vor-Ort-Terminen über den Stand der Sanierungsarbeiten im Wörnitz-Flussbad und beim ökologischen Ausbau des Augrabens. Beide Projekte bewegten sich im Zeitplan, sagte Stadtbaumeister Klaus Obermeyer.

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