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Glaube

09.02.2019

Ein Gebet geht um die Welt

Das Team der Nördlinger Weltgebetstags-Gruppe (von links): Edeltraud Mössinger, Hedwig Haas, Margaret Hänger, Doris Kohl und Kathrin Link.
Bild: Peter Urban

Frauen aller Konfessionen laden zum Weltgebetstag am 1. März. Was das Team in Nördlingen zu diesem Anlass organisiert

Fünf Frauen um Margaret Hänger gehören zum Team der örtlichen Weltgebetstags-Gruppe. Sie haben sich im Gemeindezentrum St. Georg getroffen, um dieses weltumspannende Ereignis auch für Nördlingen vorzubereiten. So, wie sie es schon etliche Jahre, immer im Frühjahr, tun. Für Nicht-Eingeweihte stellt sich da sofort die Frage, was denn ein Weltgebetstag ist, wofür er steht und was damit erreicht werden soll, beziehungsweise kann.

Die Antworten gibt das Organisationsteam gerne: Immer am 1. Freitag im März engagieren sich Frauen für ökumenische Gottesdienste rund um den Globus in 113 Sprachen. Sie erreichen mit dem Weltgebetstag mehr als zwei Millionen Menschen, die mit ihren Spenden mehr als 100 Projekte für Frauen und Mädchen über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg unterstützen. Dieser Tag verbindet Gebet und Handeln miteinander – für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Aus dieser Idee, die vor mehr als 130 Jahren in Nordamerika entstand, wurde die weltweit größte ökumenische Basis-Bewegung: Ein Gebet wandert über 24 Stunden rund um den Erdball und verbindet Frauen in mehr als 120 Ländern der Welt miteinander.

Jedes Jahr ist ein anderer Staat das sogenannte Themenland, 2019 ist es Slowenien. Dort liegt der Fokus in diesem Jahr auf Projekten zu politischer und sozialer Teilhabe. Um nur ein Beispiel zu nennen: die Organisation „Kljuc“ (Schlüssel), eine Anlaufstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Die Mitarbeiterinnen suchen gemeinsam mit den Frauen Wege aus Abhängigkeit und Zwangsprostitution. Dabei werden psycho-soziale und berufsbildende Kurse kombiniert, um Frauen auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt zu begleiten.

Ein Gebet geht um die Welt

„Kommt, alles ist bereit“ – unter diesem Motto laden Frauen aus Slowenien ein, ihr Land besser kennenzulernen: als Land der Vielfalt, eingebettet zwischen Italien, Österreich, Ungarn und der Adriaküste. Mächtige Gebirgszüge, Weinberge, klare Seen, Wälder und beeindruckende Höhlensysteme, aber auch venezianische Küstenstädte – das alles hat der kleine EU-Staat von der Größe Hessens zu bieten.

Das Nördlinger WGT-Team wird dieses faszinierende Land am Donnerstag, 21. Februar, um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum St. Georg im Rahmen eines Informationsabends vorstellen. Es erwarten die Besucher nachhaltige Eindrücke und ein kulinarisches Überraschungsbuffet mit landestypischen Köstlichkeiten.

Der Eintritt wird frei sein, genauso wie zum eigentlichen Höhepunkt des Nördlinger Weltgebetstages, dem Gottesdienst in der Klosterkapelle Maria Stern und in St. Josef. Dieser findet am Freitag, 1. März, um 19.30 Uhr statt. In diesen Gottesdiensten wird der Titel, den die slowenischen Frauen für den Weltgebetstag gewählt haben und der in einem Europa, das sich immer mehr abschottet, leider sehr aktuell ist, aufgegriffen: „Das Gleichnis vom Festmahl“ (Lk. 14, 15 -24). Es soll eine ermutigende Gegenbotschaft aussenden: „Es gibt genug zu essen und zu trinken für alle Gäste. Es ist Platz da für alle, für Menschen unterschiedlicher Art und Herkunft, niemand wird ausgeschlossen, die Einladung endet nie.“

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