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Projekt

07.02.2015

Ein Konzept für den Stadtgarten

Der Bopfinger Stadtgarten. Einstimmig hat jetzt der Gemeinderat den Sanierungsplänen des Landschaftsarchitekten Gerhard Kapeller zugestimmt. Die Arbeiten sollen beginnen, sobald die Witterung es zulässt.
Bild: Simon

Gemeinderat stimmt der bisherigen Planung zu. Arbeiten können starten

Bopfingen packt die Sanierung des Stadtgartens an. Einstimmig hat der Gemeinderat den Grundzügen der Planung des Landschaftsarchitekten Gerhard Kapeller zugestimmt. Sobald die Witterung es zulässt, soll mit den Arbeiten begonnen werden. Insgesamt 387000 Euro sind im neuen Haushalt für das Projekt eingestellt. Abzüglich erwarteter Zuschüsse wird Bopfingen rund 200000 Euro selbst aufbringen müssen.

Drei Elemente haben die Planer ins Auge gefasst. Der Stadtgarten soll Spielplatz, ein Ort der Ruhe und Begegnung und ein Platz für Freilichtveranstaltungen werden. Für Kinder soll es einen „Kelten-Spielplatz“ mit pfiffigen Spielgeräten geben. Der Bereich für Kleinkinder soll eingefriedet werden, so soll wilder Hundekot draußen bleiben. Insgesamt soll der Spielbereich viel größer als bisher werden.

Die Freifläche in der Mitte des Stadtgartens soll auch künftig frei bleiben. Hier darf getobt und gekickt werden. Tore will man nicht aufstellen, „das geht auch mit ein paar Jacken“, erinnert sich Bürgermeister Dr. Gunter Bühler an seine Kindheit. Auch einen Bouleplatz sieht Kapellers Entwurf vor.

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Ganz neu ist die Funktion „Veranstaltungsort“. Natursteinblöcke rund um den Stadtgarten können als Sitzgelegenheit dienen. Eine mobile Bühne ist für den Bereich unmittelbar vor der Stadtmauer vorgesehen. Diese soll zunächst vom wild wuchernden Grün befreit und so wieder deutlich sichtbarer werden. Konzerte und Theater kann es bald im Stadtgarten geben. Versorgungsleitungen müssen verlegt werden, denn bis zum Rutenfest am 20. Juni 2015 soll alles fertig sein.

Ruhe finden sollen Besucher im Bereich am Standort der bisherigen Bühne im Westen. Sitzgelegenheiten und ein Staudengarten, nach dem Vorbild der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd, sind hier geplant. Weiter ist vorgesehen, den Stadtgarten komplett einzuzäunen und abends abzuschließen. Weil die Zeit drängt, hat sich die Verwaltung dazu entschlossen, die nötigen Arbeiten an die Firma Bortolazzi zu vergeben. Das Unternehmen hat bereits die Sanierung von Hauptstraße und Rathausumfeld erledigt und kann die Arbeiten nun als Anschlussmaßnahme übernehmen. Insgesamt rund 51000 Euro wird dies kosten – 32000 Euro für die Kanalisationsarbeiten, rund 9000 Euro für die Kabelarbeiten und rund 9000 Euro für den Wasserleitungsbau. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe einstimmig zu. Auch die Grundzüge der bisherigen Planung fanden einstimmige Zustimmung. Am 5. März soll dem Gremium die Detailplanung für den Stadtgarten vorgelegt werden. Bis dahin sollen noch weitere Ideen aus der Bürgerschaft eingearbeitet werden. Lob gab es aus allen Fraktionen. Von einer „guten und schlüssigen Planung“ sprach CDU-Fraktionschefin Gisela Knobloch. Die Trennung in drei Bereiche sei durchdacht. „Für Kinder ein Pflanzbeet anzulegen, das wäre auch eine gute Idee“, schlug sie vor und fand Zustimmung. Sie warb dafür, die Bürgerschaft aktiv mit ins Boot zu holen, „wenn die Leute sich einbringen, dann wird der Ort auch angenommen“, sagte sie.

Für die SPD lobte Marc Gerlach die Pläne. „Insgesamt ein guter Entwurf, aber leider gibt es für die Altersgruppe der 14 bis 18-Jährigen nichts“, sagte er. Angebote für diese Jugendlichen seien besonders wichtig, „weil sie ohnehin oft das Gefühl vermittelt bekommen, sie seien unerwünscht“, sagte er.

Gerlach kann sich Tischtennisplatten oder andere „wetterfeste Sportgeräte“ vorstellen und er schlug vor, „das Jugendgremium in die Planungen mit einzubeziehen. Hermann Uhl (Freie) sprach von einem gelungenen Konzept. Er mahnte jedoch an: „Die Stadt braucht hier eine Verordnung über die Nutzung und Vorschriften für den Stadtgarten.“ „Kommt“, antwortete Bühler.

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