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Maibaum

30.04.2019

Ein Motto-Maibaum in Mönchsdeggingen

Die Gipfelstürmer in Mönchsdeggingen lassen sich jedes Jahr ein Motto für ihren Maibaum einfallen. In diesem Jahr geht es ums Almarin.
Bild: Szilvia Izsó

Die Gipfelstürmer lassen sich jedes Jahr zum 1. Mai etwas Besonderes einfallen. In Schwörsheim wird der Maibaum in diesem Jahr an anderer Stelle aufgestellt.

Sie nennen sich „Gipfelstürmer“, die Maibaumfreunde der Gemeinde Mönchsdeggingen. Alle Maifeiern-Jahre wieder wollen sie die Tradition bewahren, aber dennoch auch immer etwas Neues auf die Beine zu stellen. Sie sind stolz darauf, dass sie ihren Baum – der, wie jedes Jahr, mitten in einem Weiher steht – selbstverständlich ohne schweres technisches Gerät und nur mit sogenannten Schwalben plus „Manneskraft“ aufstellen.

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Seit knapp zwei Wochen geht es um den Klosterweiher und die Klostermühle rund, denn die Gipfelstürmer arbeiten auf Hochtouren am diesjährigen Maibaum, der wieder etwas ganz Besonderes für die Besucher werden soll. Denn nicht nur die wissen: Jedes Jahr sieht der Mönchsdegginger Maibaum etwas anders aus. In den vergangenen Jahren widmeten sich die Gipfelstürmer mal dem Allgäu, bauten Jägern und Fischern eine Bühne oder installiert eine kleine Western-Stadt. Dieses Jahr geht es ums Almarin. Wer dahinter ein politisches Statement vermutet, liegt sicher nicht ganz falsch. Doch den Initiatoren um Rolf Baur geht es, wie er sagt, „in erster Linie um den Spaß und das Fest an sich“.

Das Almarin treibt nicht nur die Menschen im Dorf um

Denn die Gipfelstürmer wollen sich natürlich an ihren Erfolgen messen lassen. „Dazu haben 15 Mann Urlaub genommen und weitere 20 bis 25 Mitglieder helfen in ihrer Freizeit genauso intensiv mit“, sagt Baur. Wie immer wird der Weiher komplett hergerichtet, als kleine Erlebniswelt gestaltet und für die Besucher begehbar gemacht. Ab 11 Uhr kann das Ergebnis am morgigen 1. Mai bei hoffentlich schönem Wetter in der Klostermühle gefeiert werden.

Ein Motto-Maibaum in Mönchsdeggingen

Die Gruppe „ZiachnPower“ wird musikalisch Dampf machen, der große Biergarten die Erwachsenen beherbergen und auch für die Kinder wurde ein eigenes Programm auf die Beine gestellt: Erlebnispfad durch den Weiher, Hüpfburg, Kinderschminken und vieles mehr. Aber nicht nur Schwimmreifen und andere Reminiszenzen am Maibaum werden ans „gute alte Almarin“ erinnern. Auch ein Teil der Speisekarte wurde „Almarin-like“ gestaltet. So wird der legendäre „Jäger-Teller“ gereicht, es gibt reichlich „Spätzla mit Soß’“ und wohl auch das Nostalgie-Eis in der Muschel. Ob, wie schon geschehen, das Bayerische Fernsehen vorbei schaut, bleibt dahingestellt. Aufsehen werden die Mönchsdegginger sicherlich wieder erregen.

Denn das Almarin treibt ja nicht nur die Menschen im Dorf selbst um. Deshalb wird der politische Aspekt nicht zu vermeiden sein, die Gipfelstürmer werden mit Infotafeln und Prospekten auch dafür sorgen, dass neben dem Feiern auch das Diskutieren gepflegt wird an diesem besonderen „Tag der Arbeit“.

„Anker-Club“ stellt Baum im See auf

Mächtig viel Arbeit hat auch der „Anker-Club“ in Schwörsheim, eine lose Vereinigung junger Schwörsheimer, die sich jedes Jahr um den dortigen Maibaum kümmert. Da der Maibaumplatz wegen des anstehenden Gründungsjubiläums des Krieger- und Reservistenvereins belegt ist, ist man auf die Idee gekommen, eine schon einmal praktizierte Aktion zu wiederholen, nämlich den Maibaum in den Dorfweiher zu stellen. Damals, 1970, war es mehr ein Mini-„Protestbaum“ gewesen, der auf einem Floß verankert war. Dieses Jahr soll es ein veritables Exemplar werden. Es ist alles bereitet beim Anker-Club, das Maibaumfest wird stattfinden, wie Bürgermeister Dietmar Höhenberger sagt. Wie der Baum in den Dorfweiher kommt und ob er stehen bleibt, wird man sehen. Denn man setzt auf Tradition, Unwägbarkeiten hin oder her: Der „Baum im See“ wird erst am Abend vor dem 1. Mai aufgestellt.

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