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Bürgerversammlung

03.11.2019

Ein Niederhofener Baugebiet: Ja – aber wo?

Schön liegt Niederhofen im herbstlichen Nebel. Neben der Siedlung „Am Anger“ (rechts) ist eigentlich deren Fortführung (links) geplant.

Die Stadtverwaltung hat einen Bereich des Oettinger Stadtteils im Auge. Doch es gibt Widerstand.

Tempo 30 in Oettingen, das Hotel Krone, der Kirchweihbus, die herbstliche Verschmutzung der Fahrradwege, vor allem aber nicht ausreichende Anschlüsse für DSL und Mobilfunk sowie das neue Baugebiet Am Anger waren heiß diskutierte Themen bei der Niederhofener Bürgerversammlung 2019.

In deren Verlauf wollten einige der knapp 50 Anwesenden einiges ganz genau von Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner wissen. Zuvor hatte diese eine Stunde lang die vielen Baumaßnahmen und Veranstaltungen des vergangenen Jahres in der Stadt und ihren Teilorten aufgelistet. Danach behandelte sie mit Ortssprecher Bernhard Raab auch noch einmal fast zwei Stunden eine Vielzahl von Fragen und Beschwerden der Anwesenden.

Erregt hatten sich die Gemüter einiger vor allem an einem kleinen Baugebiet mit vier Plätzen, nachdem Wagner dessen vorgesehene Lage im Süden des Stadtteiles verkündet hatte. Dadurch könnten sich zwei landwirtschaftliche Betriebe nicht mehr weiter baulich entwickeln, waren einige Einwände. Die Landwirte befürchten durch die künftigen Bewohner der weiter auf die Betriebe zuwachsenden Häuser Beschwerden und Unterschriftenaktionen gegen eventuelle Erweiterungen oder Geruchsemissionen durch die vorherrschende Windrichtung aus dem Süden.

Petra Wagner: Auch in den Stadtteilen braucht man Bauplätze

Doch man müsse auch in den Stadtteilen Plätze vorhalten, damit sich Bauwillige zügig etwas kaufen könnten, so die Bürgermeisterin. Ortssprecher Raab ergänzte, dass man sich viel Mühe machte, um ein geeignetes Baugebiet in Niederhofen zu finden. Doch ein größerer Flächenverbrauch, ein nicht überbaubarer Kanal oder die vorhandene Topografie ließen andere Varianten außen vor. Und schließlich sei im Gebiet Am Anger ja bereits eine Erschließungsstraße vorhanden, was unter anderem die Quadratmeterpreise geringer halten würde. Nach vielen Argumenten von beiden Seiten, sagte die Bürgermeisterin, die Stadtverwaltung werde sich noch einmal mit dem Thema befassen und in Niederhofen darüber eine eigene Versammlung ansetzen. Bei der könnten die Bewohner noch einmal Einwände und Vorschläge abgeben.

Große Probleme bereiten auch in diesem Oettinger Stadtteil die Versorgung mit DSL und Mobilfunk. Seit Längerem, wenngleich bisher immer noch nicht zufriedenstellend, sei man deswegen mit den Firmen Inexio und Telekom in Verhandlungen, so Raab. Dabei habe man mit derzeit 70 Anschlusswilligen längst die 44 vom Breitbandanbieter geforderten Haushalte erreicht, so der Ortssprecher. Anfang 2020 plane man darum eine weitere Infoveranstaltung, vor Ende des kommenden Jahres sei allerdings nicht mit dem Abschluss der Arbeiten zu rechnen. Noch zwei Jahre länger müssten die Niederhofener sogar auf eine bessere Mobilfunk-Verbindung warten, denn die Telekom müsse erst einen geeigneten Standort für einen Funkmasten finden, der auch Nachbar-Stadtteile versorgen könne.

Spielplatz soll neue Geräte bekommen

Raab sprach auch einiges Positives an, was 2019 für die 172 Einwohner geschaffen wurde. So ließ man die „alte Kreisstraße“, die Verbindung nach Lohe, und einige der zehn Kilometer langen Feldwege sowie die Staßenentwässerung am südlichen Ortseingang verbessern.

Weitere Vorhaben im Stadtteil seien zudem die Anbringung der neuen Geräte am Spielplatz, sowie die Sanierungen des Augrabens, der Straße zum Sportplatz und der östlichen Hauptstraße. Der Ortsbeauftragte votierte zudem dafür, dass am Sportplatz einige Eichen wegen des dort aufgetretenen Prozessionsspinners entfernt werden sollten. Stolz könne man auf die in der Versammlung gut vertretene Dorfjugend sein, das „Haisle“ sei unter anderem für den örtlichen Maibaum verantwortlich gewesen.

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