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Wohnen

19.11.2019

Ein Rückschlag auf dem Erfolgsweg der Nördlinger Baugenossenschaft

Bei der Baugenossenschaft in Nördlingen sind langjährige Mitglieder geehrt worden. Das Bild zeigt (stehend von links) Markus Landenberger-Schneider, Hermann Häfele, Franz Grimmeiß, Friedrich Schmidtlein, Gerhard Munk, Helmut Wurm, Blasius Wizinger und Philipp Burger sowie (vorne) Claudia Frank, Claudia Helmund und Richard Kimmel.
Foto: Jim Benninger

Die Nördlinger Baugenossenschaft muss heuer den Tiefgaragenbrand in einem Mehrgenerationenhaus verkraften. Insgesamt betreut sie mehr als 1400 Wohnungen.

„Eigentlich ist es wie immer, und doch diesmal ganz anders“, fasste Nördlingens Zweiter Bürgermeister Markus Landenberger-Schneider die Lage bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Nördlinger Baugenossenschaft zusammen. Denn „wie immer“ konnte Vorstand Blasius Wizinger gestiegene Bilanz- und Mitgliederzahlen sowie viele Aktivitäten bekannt geben, musste aber auch auf den verheerenden Brand in der erst Ende 2017 fertiggestellten Mehrgenerationen-Wohnanlage der Maria-Holl-Straße eingehen – einer bisher nie dagewesenen Katastrophe auf dem Erfolgsweg der Genossenschaft. Dabei habe es zum Glück nur wenige Verletzte gegeben, dafür aber große Brand- und Wasserschäden in der Garage sowie Rauchschäden in den darüberliegenden Wohnungen. Für die schnelle Brandbekämpfung, Mehrarbeit und unbürokratische Hilfe dankte er vor allem den Nördlinger Freiwilligen Feuerwehren, seinem Team sowie der Stiftung „Nördlinger Hilfe in Not“ und der „Kartei der Not“, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Schon länger seien die Wohnungen wieder nutzbar, die Sanierung des Aufzuges soll bis Weihnachten, die der kompletten Tiefgarage bis März abgeschlossen sein.

Der Immobilienmarkt hat Hochkonjunktur

Wizinger berichtete, dass der Immobilienmarkt in Nördlingen unter anderem wegen Einwohnerzuwächsen Hochkonjunktur habe. Allein 525 Wohnungssuchende habe es bei der Genossenschaft im Sommer 2019 gegeben, nur 8,4 Prozent Mieter hätten – wie 2017 – gewechselt. 2018 betreute man 1419 Wohnungen (694 eigene) und 457 Garagen oder Stellplätze mit insgesamt 46797 Quadratmetern. Die durchschnittliche Grundmiete stieg durch Bestandsverbesserungen leicht auf 4,72 Euro pro Quadratmeter, liege damit aber immer noch deutlich unter dem Preis vergleichbarer Unternehmen und um rund 20 Prozent unter den Marktmieten. Dennoch stiegen die Umsatzerlöse (3,4 Millionen Euro), die Zahl der Mitglieder sowie die Bilanzsumme (20,4 Millionen Euro) auf erneute Rekorde. Davon investierte die Genossenschaft knapp 1,3 Millionen Euro in den Wohnungsbau, davon rund die Hälfte in Instandhaltungen. Unter anderem hätten mittlerweile 99,5 Prozent der Wohnungen Vollwärmeschutzfenster, berichtete Wizinger. Auch 2019 werden weitere 1,8 Millionen Euro in Neubauten gesteckt, darunter in das Haus mit 16 seniorengerechten Wohnungen in der Maria-Penn-Straße, das im kommenden Jahr fertiggestellt werden soll. Und das niedrige Zinsniveau habe die Abbezahlung von mehr als einer halben Million Euro Schulden begünstigt, insgesamt sind es jetzt 9,5 Millionen Euro.

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes in Höhe von 43668 Euro sowie die Neuwahlen erfolgte einstimmig. Dabei wurde im Aufsichtsrat Helmut Wurm wiedergewählt, während Richard Kimmel nach 30 Jahren verabschiedet wurde. Ehrungen gab es für Elke Radeck, Hans Fiala, Gerhard Munk und Karl-Heinz Spielberger, die seit 40 Jahren Mitglied sind, Claudia Helmund und Irmgard Löffler für 50 Jahre sowie Gesellschafter Philipp Burger, der die Firma Heuchel vertrat, die bereits 80 Jahre in der Genossenschaft ist.

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