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Bauen

18.01.2019

Ein Schmetterling durchkreuzt Baupläne in Wörnitzostheim

Die Ortsdurchfahrt von Wörnitzostheim wird saniert. Die Arbeiten am Kanal werden voraussichtlich im März beginnen, sagte Bürgermeister Christoph Schmid bei der Gemeinderatssitzung.
Bild: Dieter Mack

Im Alerheimer Ortsteil werden ab März der Kanal und die Ortsdurchfahrt erneuert. Warum eine Brücke in Wörnitzostheim im Landkreis besonders schlecht abschneidet.

Kanal-, Straßen- und Brückensanierungen, neue Beleuchtungen, Leerrohre für Glasfaserkabel: „In den nächsten Jahren werden der Landkreis und die Gemeinde mehr als drei Millionen Euro in Wörnitzostheim investieren“, sagte Bürgermeister Christoph Schmid auf der jüngsten Alerheimer Gemeinderatssitzung. Das Gremium traf sich diesmal in Wörnitzostheim, um sich zusammen mit knapp 30 Zuhörern über den aktuellen Stand zur Erneuerung der Ortsdurchfahrt zu informieren.

Bürgermeister Schmid sagte, dass die Arbeiten am Kanal voraussichtlich im März beginnen und bis Mitte Juni dauern sollen. Die Kosten dafür belaufen sich laut Schmid auf circa 380000 Euro. Davon werden circa 200000 Euro gefördert.

Laut Bürgermeister wird der Kanal in vier Bereichen saniert: in der Ortsdurchfahrt, teilweise in der Wohnsiedlung, Richtung Wennenmühle und an der Wörnitz entlang. Bei der Planung sei aufgefallen, dass in einigen Teilen des Kanalnetzes sehr viel Fremdwasser – also Grundwasser und Grundstücksentwässerung – eintritt. Dieses Wasser habe im Kanal nichts zu suchen und koste die Gemeinde Geld, da sie eine Umlage zahlen müsse, wenn das Wasser in die Kläranlage fließe, erklärte Schmid. Zudem seien Schäden durch Wurzeleinwuchs festgestellt worden.

Wörnitzostheim: Straßenbeleuchtung wird ausgetauscht

Das zweite Bauvorhaben, die Sanierung der Wörnitzostheimer Ortsdurchfahrt ist eine Gemeinschaftsmaßnahme von Alerheim und dem Landkreis Donau-Ries. Der Landkreis sei der Bauherr der Maßnahme. In Zuge der Sanierung wird laut Schmid außerdem die Straßenbeleuchtung durch „zeitgemäße LED-Leuchten“ ausgetauscht sowie die Gehwege erneuert. Zudem werden neue Wasserleitungen verlegt. Im Bereich der Ortsdurchfahrt sollen zudem Leerrohre für spätere Glasfaseranschlüsse verlegt werden. Schmid sagte, dass bisher kein Telekommunikationsunternehmen Interesse signalisiert habe, Anschlüsse zu legen. Er erklärte, dass die Gemeinde die Leerrohre selbst verlegen und später an einen Telekommunikationsanbieter verkaufen könne. Das habe zum Beispiel die Gemeinde Deiningen schon gemacht. „Wir sollten uns die Zukunft nicht verbauen“, sagte Schmid. Das Gremium beschloss einstimmig, dass die Gemeinde die Verlegung der Leerohre für circa 37000 Euro selbst finanzieren wird.

Brücke über den Pointgraben: Schlechteste Brücke im Landkreis

Gerhard Schappin, Leiter des Tiefbauamts beim Landratsamt Donau-Ries, erklärte im Gemeinderat anschließend die weiteren Maßnahmen: Es sollen sowohl die Wörnitzbrücke als auch die Brücke über den Pointgraben und der Straßenabschnitt ab der Wörnitzbrücke ortsauswärts bis zum Kreisverkehr saniert werden. Schappin sagte, dass die Kappen der Wörnitzbrücke in einem schlechten Zustand seien. Dort hätten sich große Chlorideinlagerungen gebildet. Kappen sind die nichtbefahrenen Randausbildung einer Brücke. Sie dienen unter anderem dem Schutz der tragenden Brückenkonstruktion. Die Wörnitzbrücke soll erhalten werden, es sollen jedoch die Kappen und die Asphaltschicht erneuert werden. „Dann kann die Brücke noch mindestens 60 Jahre stehen“, erklärte der Leiter des Tiefbauamts.

Anders sieht es bei der Brücke über den Pointgraben – also der Brücke zwischen Wörnitzbrücke und Kreisverkehr – aus: Diese sei eine der am schlechtesten bewerteten Brücken im Landkreis: Sie erhielt die Note vier und müsse erneuert werden. Das werde wahrscheinlich nächstes Jahr der Fall sein.

Die Instandsetzung der Straße von der Wörnitzbrücke ortsauswärts bis zum Kreisverkehr gestaltet sich laut Schappin noch schwierig. Grund sei der Artenreichtum. Es gebe viele Vorgaben, da dort unter anderem der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling lebt. Dabei handelt es sich um eine Schmetterlingsart, die geschützt ist. Im Sommer müsse der Bestand des Tieres aufgenommen und kartiert werden, was sehr aufwendig sei. Deshalb könne es sein, dass dieser Straßenabschnitt erst im nächsten Jahr erneuert wird.

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