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Nördlingen

27.05.2020

Ein Trost für die ausgefallenen Kulturtage: Der Dokumentationsband ist erschienen

Der Titel zeigt das Grabmal von Ludwig III. zu Oettingen im Kloster Kirchheim, das er 1267 stiftete.
Bild: Ronald Hummel (Repro)

Plus Die Dokumentation der Rieser Kulturtage 2018 liegt vor. Was die sechs Autoren auf 180 Seiten beschrieben haben.

Die Rieser Kulturtage sind in diesem Jahr ausgefallen – da kommt der Dokumentationsband der Kulturtage 2018 genau richtig, um sich doch noch tiefgehend mit kulturellen Themen unserer Region zu befassen. Der Rückblick auf über 120 Veranstaltungen umfasst 471 Seiten und wurde erarbeitet vom Vorsitzenden des Vereins Rieser Kulturtage Gerhard Beck, von Eberhard Herrmann und Christine Götz. Die umfangreiche Textmenge ist übersichtlich in klare Themenbereiche gegliedert. So findet sich unter „Natur und Landschaft“ ein Bericht über den Schutz der Wiesenweihen sowie Beiträge zu Moosen und Flechten und ein Plädoyer für heimische Äpfel. Archäologie besteht aus der Abhandlung zu einer Grabgruppe aus dem fünften Jahrhundert bei Ehingen.

Die Dokumentation der Rieser Kulturtage ist in mehrere Bereiche gegliedert

Das Themenfeld „Geschichte und Volkskunde“ nimmt den mit Abstand breitesten Raum ein - auf 180 Seiten schreiben sechs Autoren von Dreißigjährigem Krieg bis zur Mühlengeschichte, von Hexenprozessen bis zu Pfarrer Sebastian Kneipp, dem nicht zuletzt im Nördlinger Gerberviertel eine Wassertretanlage gewidmet ist. Im Bereich Kunst werden zwei umfangreiche Ausstellungen dokumentiert, eine davon mit Werken von neun regionalen Künstlerinnen. Kirchen und kirchliches Leben findet sich in sechs Beiträgen wieder, von der Entwicklung der katholischen Nördlinger Pfarrei St. Salvator in einem weitgehend protestantischen Umfeld bis zu den Spuren frommer Glaubenszeugnisse. Bei der Literatur werden keine trockenen Abhandlungen wiedergegeben, sondern zwei sehr lebendige Autorenlesungen; unter „Musik“ gibt es quasi als Ergänzung zur Erinnerung an die Konzerte eine Rekonstruktion der Musikgeschichte aus dem Ries und Umgebung. Den Aufsätzen und Berichten folgen im Anhang das komplette Programm der Kulturtage sowie eine Auflistung der Vereinsmitglieder.

Die Texte sind mit vielen Darstellungen versehen

In bewährter Weise sind die Texte mit zahlreichen Illustrationen angereichert - farbenfrohe Naturaufnahmen, nicht nur mit Postkartenmotiven, sondern auch mit außergewöhnlichen Detailaufnahmen verstehen sich von selbst, dazwischen verdeutlichen Karten und Tabellen zeitliche Entwicklungen und interessante geografische Zusammenhänge. Wissenschaftliche Skizzen dienen zur Veranschaulichung, alte Stiche helfen, vor dem Vergessen zu bewahren und zeitgenössische technische Zeichnungen beispielsweise von komplexen Mühlen-Konstruktionen erinnern an die Grundlagen moderner Hightech. Die Vielfalt der Eindrücke aus dem Ries und Umgebung überträgt sich somit auf die Vielfalt der gedruckten Darstellung und bietet gerade in Corona-Zeiten die Möglichkeit, unabhängig von Veranstaltungen in der reichen regionalen Kultur zu schwelgen. Der Dokumentationsband XXII ist erhältlich im Buchhandel oder beim Verein Rieser Kulturtage (Telefon 09083/920219).


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