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Stadtentwicklung

18.11.2017

Ein neues Hotel in Oettingen?

Die Tatsache, dass das Anwesen Zwinger 18/20 leer steht, könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Im Bauausschuss der Stadt Oettingen wurde jüngst ein Konzept vorgestellt, wie das Haus genutzt werden könnte.
Bild: Verena Mörzl

Der Bauausschuss hat sein Okay für ein Projekt am Zwinger gegeben. Neben Fremdenzimmern könnten auch Wohnungen und Ladenflächen geschaffen werden.

Idyllisch mäandert die Wörnitz vorbei an Oettingen. Daneben verläuft der Radweg, auf dem Touristen jährlich ihr Ziel Residenzstadt erreichen. Herrlich lässt es sich aushalten, im Hofgarten, im Flussfreibad oder in der Innenstadt, wenn die Störche auf den Dächern klappern. Oettingen ist beliebt, doch ausreichend Fremdenzimmer fehlen, wie immer wieder von Bürgern aber auch den städtischen Gremien geklagt wird. Aktuell gibt es nur ein Hotel sowie eine Pension und einen Privatanbieter. Die Krone wurde bekanntlich Anfang 2017 geschlossen, die Zukunft ist ungewiss. Die Ferienwohnungen sind oftmals vergriffen. Genau wegen dieses Hintergrunds freute sich Bürgermeisterin Petra Wagner in der Bauausschusssitzung am Donnerstag, von neuen Hotelplänen berichten zu dürfen.

Das Projekt für das Anwesen Zwinger 18/20 nahe des Kreisverkehrs mit dem Kupferkessel und der Wörnitzbrücke steckt noch in den Anfängen. Deshalb stimmte das Gremium auch nur einem Planungsentwurf einmütig zu, noch nicht dem offiziellen Bauantrag. Den gibt es nämlich noch nicht.

Die Bürgermeisterin schilderte die Vorstellungen des Eigentümers. Wenn alles so verlaufe, wie gewollt, werde das Gebäude durch einen Anbau erweitert. In diesem Anbau könnten dann elf Fremdenzimmer entstehen; zehn Doppelzimmer und ein Einzelzimmer. Im Erdgeschoss könnte den Ausführungen zufolge, wie schon in der Vergangenheit, Platz für Gewerbe oder Einzelhandel geschaffen werden. Die Schaufenster, so Wagner, böten sich jedenfalls für Ladenräume an. Auch die Arkaden bleiben laut Wagner erhalten. Wie Stadtbaumeister Klaus Obermeyer auf Nachfrage unserer Zeitung sagte, hat man das Anwesen Zwinger 18/20 vor einigen Jahren erworben, um die Fußgängerpassage, die im Zwinger 20 begonnen hatte, bis zum Zwingertor fortzuführen und behindertengerecht ausbauen zu können. Im Mai 2011 wurde dieser marode, alte Gebäudeteil deshalb abgerissen. Schon damals erhoffte man sich eine private Nutzung des Gebäudes und suchte nach Investoren. Bevor das Anwesen leer stand, sei ein Schuhgeschäft im Erdgeschoss des vorderen Gebäudes untergebracht gewesen, sagt Obermeyer. Immer wieder habe es offenbar Vorschläge für eine Nutzung gegeben. Diese hätten sich aber wieder zerschlagen, weswegen die Stadt das Gebäude verkauft habe.

Ein weiteres Hotel für Oettingen ist nach der Schließung der Krone dringend notwendig. Touristen und Geschäftsleute weichen auf umliegende Städte aus, was den Ort selbst schwächt. Oettingen war aufgrund der geringen Anzahl an Gästebetten nicht einmal mehr in der Auflistung des Statistischen Landesamtes für touristische Übernachtungen verrechnet. Das Amt hat darin nur Häuser mit zehn und mehr Gästebetten erfasst. Die Statistik aus dem Sommer zeigt, dass die Übernachtungen im ersten Halbjahr dieses Jahres im Vergleich zum selben Zeitraum 2016 um 7,4 Prozent angestiegen sind, für den gesamten Kreis Donau-Ries. Oettingen könnte von diesem Aufschwung wieder profitieren, hätte es weitere Hotels oder Fremdenzimmer, in denen die Touristen während ihres Urlaubs übernachten könnten.

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